Belarus

Seit dem Jahr 2005 unterstützt der BSV Bildungsarbeit gegen Gewalt und BürgerInnenrechtsarbeit in Belarus. Dabei geht es dem BSV darum, gewaltfreie Freiwilligengruppen in ihren Initiativen und ihrer Selbstorganisation zu unterstützen.

Seit 2018 gibt es hierfür eine Arbeitsgruppe im BSV.

Eine Demokratisierung von unten kann so zur Entwicklung einer emanzipierten und gewaltfreien Gesellschaft führen.

Einführende Informationen zu Belarus (Weißrussland) finden sich u.a. auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Frussland

Unser Partner: Nasch Dom

Auch in einer Diktatur ist politisches Engagement möglich und notwendig.

„Unser Haus“ ((bela)russisch: Nash Dom) ist ein Menschenrechtsnetzwerk in Belarus. Es begann mit einer von Olga Karatch gegründeten Initiative in Vitebsk; heute hat Nash Dom Gruppen in mehr als 15 Städten und Gemeinden in Belarus. Nash Dom setzt sich für die Interessen der Bürger*innen in Belarus ein und fördert zivilgesellschaftliche Initiative und Aktivitäten. Viele Aktivist*innen haben eine jahrelange Erfahrung, sich selbst zu vertreten und für ihre Rechte zu kämpfen und andere dabei zu unterstützen. Zu den Projekten von Nash Dom gehört die Arbeit mit Gemeinde- und Stadträten, um sie durch öffentliche Kampagnen (mit Erfolg!) zur Rechenschaftslegung gegenüber den Bürger*innen aufzufordern (z.B. offen zu legen, wofür öffentliche Mittel ausgegeben werden). Sie unterstützen Aktivist*innen, wenn sie Opfer von Repression werden – Misshandlungen bei Festnahmen, Wegnehmen von Kindern. Und sie engagieren sich in ganz alltäglichen Anliegen wie die Instandhaltung von Hausfluren oder Einrichtung von Bushaltestellen.

  Nash Dom hat eine russische Internetseite. Zur englischen Seite geht es hier.

Nash Dom gibt mit dem BSV in unregelmäßigen Abständen Newsletter heraus. Sie können hier gelesen werden.

 

Friedenspreis an Olga Karatch von "Unser Haus"

07.10.2019
Preisträgerin Olga Karatch
Olga Karatch aus Weißrussland, mit der wir seit vielen Jahren zusammenarbeiten, erhielt die Auszeichnung Friedensarbeiterin an der Basis. Die Politikwissenschaftlerin gilt als das Gesicht und die treibende Kraft des Menschen- und Bürgerrechtsnetzwerks „Nash Dom“, das die damals 26-Jährige Ende 2005 gründete und dem derzeit landesweit rund 20 Gruppen angehören. Die Laudatio für Olga hielt Ute Finckh-Krämer. Sie kann hier unten heruntergeladen werden. Unser Glückwunsch geht natürlich auch an die beiden anderen Preisträger*innen: Als Friedensbotschafterin im öffentlichen Leben wurde Vilma Nuñez...Weiterlesen