International gewaltfrei eingreifen

Solidaritätsaktion in Belarus vor Gerichtsgebäude

BSV engagiert sich international für gewaltfreies Eingreifen in Konflikten.

Ziviles Peacekeeping

2014 hat er eine  Kampagne begonnen, um Ziviles Peacekeeping als Alternative zu militärischen Interventionen zu propagieren. Wir haben erreicht, dass dieser Ansatz, Zivilbevölkerung ohne Waffen zu schützen, in der deutschen Politik bekannt wurde. So fand er Eingang in die 2017 verabschiedeten neuen Leitlinien für Krisenprävention.

BSV unterstützt die weltweite Initiative der Nonviolent Peaceforce, die internationale Friedensfachkräfte im großen Maßstab in Konfliktgebiete entsendet.

Türkei

Der BSV ist Mitträger der 2016 gestarteten Kampagne "Stoppt den Kreislauf der Gewalt" in der Türkei. Diese Kampagne, die von den War Resisters' International ins Leben gerufen wurde, konzentriert sich ganz darauf, AktivistInnen in der Türkei, die sich für Frieden, Menschenrechte und Gewaltfreiheit einsetzen, zu unterstützen.

Hier geht es zu einer Erklärung der Kooperation für den Frieden und hier zu einer der türkischen Menschenrechtsstiftung wegen des Einmarsches der türkischen Truppen in Afrin im Januar 2018. Diese Erklärung gibt es bei Connection e.V. auch auf Deutsch.

Unterschriften in Deutschland gegen den Einmarsch sammeln u.a. medico und Adopt a revolution.

Im März 2018 hat eine Arbeitsgruppe des BSV die Türkei besucht. Hier geht es zu einem Statement der Gruppe.

 

Belarus

Der BSV unterstützt Friedensorganisationen und gewaltfreie Initiativen in Weißrussland (Belarus).

2017 hat unsere Partnerorganisation „Unser Haus“ in Belarus ein neues Projekt gestartet: „Frauen in Belarus setzen sich für Gewaltfreiheit und Teilhabe von Frauen ein“. Der BSV unterstützt das Projekt mit Mentoring und Trainings. Im Mai hat unter Leitung unserer Trainerin Andrea Hapke ein Kurs für Multiplikatorinnen begonnen. Durch die Trainings sollen die Teilnehmerinnen in ihrer Selbstorganisation und Handlungsmacht gestärkt werden, indem sie Grundlagen partizipatorischer Arbeit in und mit Gruppen erlernen. Im ersten Training lag der Schwerpunkt auf Kommunikation und interaktiven partizipatorischen Methoden der Gruppenarbeit, die es ermöglichen, das alle Beteiligten ihr Potential einbringen und entfalten können. Für die meisten Teilnehmerinnen war es eine sehr neue – und bereichernde - Erfahrung, dass so viel Platz für die Einzelnen war, für das Persönliche und für Gefühle. Nach vier lebendigen und intensiven Tagen sind die Frauen beflügelt und nachdenklich zugleich abgefahren - mit konkreten Vorhaben, wie sie das Erlebte in ihre Gruppen tragen. Laut Aussage der Projektleiterin in Belarus hat nach dem Training eine Diskussion in der Organisation eingesetzt, was Gewaltfreiheit im Innen bedeutet. Bisher sei ‚Gewaltfreiheit‘ ausschließlich im Kontext der Arbeit mit Staatsvertreter*innen verstanden worden, jedoch nicht in Bezug auf den Umgang mit sich selbst, mit Kolleg*innen und anderen Aktivist*innen. Ein wichtiger Prozess hat begonnen, und wir sind gespannt, wo er hinführt. Hier geht es zu dem Jahresbericht von Nash Dom.

Ukraine

Zu dem Konflikt in und um die Ukraine hat der BSV zwei Hintergrundinfos verfasst: Eines zur Geschichte der Ukraine und eines mit dem Titel "Gemeinsames Haus Europa?", das sich mit dem aktuellen Konflikt befasst. Vom Juni 2015 stammt ein Papier zur Einschätzung der Politik Russlands, das BSV-Geschäftsführerin Christine Schweitzer zusammen mit Reiner Braun von der IALANA geschrieben hat.

Außerdem gehört der BSV zu den MitunterzeichnerInnen des Berliner Appells "Die Spirale der Gewalt beenden".

Syrien und Islamischer Staat

Zur Thematik Syrien und des Islamischen Staats gibt es mehrere Papiere: Das eine wurde im Herbst 2014 von einer Gruppe aus dem BSV-Vorstand gemeinsam verfasst und machte Vorschläge, wie die internationale Politik auf das Erstarken des IS reagieren könne. In dem zweiten hat Christine Schweitzer sich im Rahmen des Instituts für Friedensarbeit und gewaltfreie Konfliktbearbeitung mit Sozialer Verteidigung als Option des Widerstands gegen den IS befasst.
Das dritte Papier ist eine Übersetzung von zwei Beiträgen, die die Amerikanerin Kristin Williams auf der Website ihrer Organisation "Institute for Inclusive Society" veröffentlicht hat. Bei ihnen geht es um Beispiele, wie Frauen in Syrien sich erfolgreich trotz des IS für Frieden und Demokratie einsetzen.
Das vierte Papier trägt den anspruchsvollen Titel "Friedensplan Syrien" und wurde in November 2016 verfasst.

Frühere Projekte

In der Vergangenheit hat der BSV auch Projekte in Israel / Palästina und Irak gefördert. 

In den 1990er Jahren war er einer der Mitinitiatoren (und Sitz der Geschäftsstelle) des internationalen Balkan Peace Teams.

Kriege und gewaltsame Konflikte überall auf der Welt lassen uns oft hilflos zuschauen, aber es gibt Möglichkeiten dem etwas entgegen zu setzen. Wir sind überzeugt, dass Konflikte nur vor Ort von den Beteiligten selbst gelöst werden können, aber oft kann Hilfe von außen die lokalen Friedensinitiativen wirksam unterstützen. Internationale Friedensfachkräfte können in Krisen- und Konfliktgebieten Schutz anbieten, Informationen und Kontakte vermitteln, Training anbieten, bedrohte Personen begleiten oder auch Räume anbieten, wo Personen aus unterschiedlichen Lagern sich in einem neutralen Ort treffen können.


BSV engagiert sich für die Stärkung von deutschen Friedensfachdiensten und europaweit für den European Network for Civil Peace Services EN.CPS.




Aktuelles

26.03.2018

Stopp des Waffenhandels mit der Türkei

Türkische Friedensaktivist*innen und Menschenrechtsverteidiger*innen fordern, dass der Waffenhandel mit der Türkei sofort beendet werden soll. Sie äußerten dies gegenüber der Arbeitsgruppe des internationalen antimilitaristischen...[weiterlesen...]

Kategorie: International, Pazifismus und Miltärkritik

14.03.2018

Ziviles Peacekeeping: "Gute Praxis" dokumentiert

Nonviolent Peaceforce hat einen Prozess begonnen, bei dem es darum geht, "gute Praktiken" (good practices") im Feld des unbewaffneten zivilen Schutzes von Menschen in Krieg und Krisen zu dokumentieren. Nach der im...[weiterlesen...]

Kategorie: über uns, International

22.02.2018

Ziviles Peacekeeping: Rundreise von Tiffany Easthom

Tiffany Easthom, die Direktorin der INGO Nonviolent Peaceforce, hat sich in den letzten Tagen in Deutschland aufgehalten, wo sie zu verschiedenen Veranstaltungen eingeladen war. Nonviolent Peaceforce ist derzeit mit fast 300...[weiterlesen...]

Kategorie: Pazifismus und Miltärkritik, International

15.01.2018

Jahresbericht von Nash Dom (,,Unser Haus")

2017 hat unsere Partnerorganisation „Unser Haus“ in Belarus ein neues Projekt gestartet: „Frauen in Belarus setzen sich für Gewaltfreiheit und Teilhabe von Frauen ein“. Der BSV hat das Projekt mit Mentoring und Trainings...[weiterlesen...]

Kategorie: Belarus

03.01.2018

Neues Hintergrundpapier erschienen: Friedliche Lösung des Konflikts zwischen Peru und Ecuador

Nachdem im Grenzkonflikt zwischen Peru und Ecuador seit der Unabhängigkeit beider Länder immer wieder Gewalt aufgeflammt war, konnte 1998 nach dem informellen Eingreifen des norwegischen Friedensforschers Johan Galtung in die...[weiterlesen...]

Kategorie: International, Neuerscheinungen, Bildungsarbeit

14.07.2017

Petition zur Freilassung von Gefangenen in der Türkei

Am 5. Juli wurden in Istanbul acht türkische Menschenrechtsverteidiger*innen und zwei ausländische Referenten festgenommen, die dort an einem Workshop teilnahmen. Unter ihnen befindet sich auch İdil Eser, die Direktorin...[weiterlesen...]

Kategorie: International

27.06.2017

"Gute" und "schlechte" Schlachten: Ein Medienvergleich

 In seinem Aufsatz „'Good’ Battles and ‘Bad’ Battles: A Comparative Analysis of Western Media Coverage of the Battles of Mosul and Aleppo“ setzt sich der Autor Gregory Simons von der Universität Uppsala mit der medialen...[weiterlesen...]

Kategorie: Pazifismus und Miltärkritik, International

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