Think Peace

In unserem Bildungsprojekt "Globaler Frieden Goes Mainstream" geht es um Zivile Konfliktbearbeitung.

Wie können Konflikte gewaltfrei gelöst werden? Was ist unter Konflikttransformation, Versöhnung, Zivilem Peacekeeping und Transitional Justice zu verstehen? Wie effektiv können gewaltfreie Methoden sein, um unsere Zukunft zu gestalten? Was können wir tun, um zur Demilitarisierung unserer Gesellschaft beizutragen?

Diese und weitere Fragen werden in unserem Kurzfilm über Zivile Konfliktbearbeitung, unserem Comic und unserem Flyer angerissen. 

Es können der Comic hier und der Flyer hier bestellt werden.

Das Projekt wird seit 2017 gefördert aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst
Gefördert 2017 von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ.

Coltan und Waffenhandel - Planspiel am 17.03.2018

Thema des Planspiels sind die Verknüpfungen zwischen den Konflikten in einem afrikanischen Land und der Wirtschaft des Nordens am Beispiel von Waffenhandel und Coltanabbau. (Coltan ist ein Mineral, das u.a. für den Bau von Handys Verwendung findet.)

Aufbauend auf Informationen über die Situation in der Demokratischen Republik Kongo, einem Land, das durch Jahrzehnte Bürgerkrieg geprägt ist, wird eine fiktive (ausgedachte) Situation vorgegeben, die von den Spielenden bearbeitet werden soll. Im Mittelpunkt steht dabei eine Eine-Welt-Jugendgruppe, die auf diese Situation reagieren will. Weitere Spielgruppen sind die Bundesregierung und ein (fiktives) kongolesisches Bündnis von Nichtregierungsorganisationen. Bei einer größeren Zahl an Teilnehmenden werden evtl. weitere Spielgruppen eingerichtet.
Das Planspiel soll dazu befähigen, sich spielerisch mit einem internationalen Konflikt auseinanderzusetzen, der uns direkt betrifft. Kriege, Kolonialisierung und Neokolonialisierung führen seit Jahrhunderten zu einer Ausbeutung sogenannter «Entwicklungsländer» zu unserem Nutzen. Profiteure sind kleine Eliten in den Ländern und bestimmte Konzerne bei uns.

Die Methode des Planspiels ist, dass Gruppen gebildet werden, die sich untereinander über schriftliche Mitteilungen über ihre jeweils nächsten Handlungsschritte informieren, die über eine Spielleitung weitergegeben werden. Es ist also kein Rollenspiel, sondern eine Simulation, in der die Spielenden sich jeweils Schritte für ihr Handeln überlegen.

Die Angemeldeten erhalten ca. eine Woche vor dem Termin Materialien zur inhaltlichen Vorbereitung, die sie gelesen haben sollten.

Sa 17.03.2018 / 10.00 – 17.00 Uhr / Friedensbildungswerk Köln / 8 Ustd / Preis 10 Euro / Kurs 77-B3 / Anmeldung erforderlich!

 

Am 7. Oktober 2017 hat in Heidelberg ein Fachgespräch Friedensbildung stattgefunden

Silvia Bopp von der Pressehütte Mutlangen, Matthias Richter von peacebrigades international und Michael Schulze von Glaßer von der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen sprachen auf der Podiumsdiskussion über die Frage “Wie lassen sich junge Menschen mit dem Thema Frieden im internationalen Kontext erreichen?”.

Im Anschluss gab es vier Workshops zu den Themen “Globales Lernen und zivile Konfliktbearbeitung“,  „Militarisierung der Jugend“,  „Strukturen moderner Jugendkultur“ und  „Friedensspiele“. 

Junge Menschen mit Friedensthemen zu erreichen, und bei ihnen Interesse für Zivile Konfliktbearbeitung zu erreichen ist eine große Herausforderung. Globales Lernen, entwicklungspolitische Bildung und antimilitaristische Bildung sind Felder, in denen das Thema Zivile Konfliktbearbeitung noch nicht ausreichend verankert scheint. Friedensbildung in den praktischen Alltag von Pädagog*innen einzubinden ist ein Weg, um mit Friedensthemen in der Lebenswelt von Jugendlichen anzukommen. Unser Fachgespräch richtet sich deshalb neben dem EineWelt und Entwicklungsbereich insbesondere auch an Sozialarbeiter*innen, Pädagog*innen, Lehrer*innen, Erzieher*innen, Psycholog*innen, und Multiplikator*innen zu jungen Menschen. Das Fachgespräch ist eine Gelegenheit für alle, die in der Bildungsarbeit mit jungen Menschen aktiv sind, sich über ihre Erfahrungen auszutauschen, neue Anregungen mitzunehmen und Vernetzungen zu stärken.

Die Dokumentation des Fachgesprächs zur Friedensbildung könnt Ihr hier herunterladen.