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02.05.2016
Kategorie: International, über uns

WRI-Delegation aus der Südosttürkei zurück

EinwohnerInnen suchen in Cizre in den von Bulldozern abgerissenen Trümmern nach Resten ihrer Habe.

Gepanzerte Polizeifahrzeuge beobachten alle Bewegungen. Sie können nur heimlich fotografiert werden.

Am Ende der Delegation gaben wir eine Pressekonferenz, die live von kurdischen Sendern übertragen wurde.


Vom 25. bis 30. April ist eine Delegation der WRI in der Südosttürkei unterwegs gewesen. Ziel war, sich über die Lage vor Ort zu informieren und Möglichkeiten der Kooperation und Unterstützung örtlicher AktivistInnen zu eruieren.

Die Situation in der Region, die durch das Wiederaufflammen der Kämpfe zwischen der türkischen Regierung und der PKK seit August 2015 geprägt ist, wird von der Politik und den westlichen Medien angesichts des Krieges in den Nachbarländern Syrien und Irak und der Flüchtlingskrise weitgehend ignoriert.

"Europa hat uns in Stich gelassen" war ein Satz, den die Delegation oftmals zu hören bekam. In den letzten Monaten sind nach Zahlen türkischer Menschenrechtsorganisationen über 300 ZivilistInnen ums Leben gekommen und bis zu 400.000 Menschen vertrieben worden.

Die siebenköpfige Delegation mit Mitgliedern aus der Türkei (Hülya Ucpinar und Coskun Üsterci), Stellan Vinthagen (Schweden), Andreas Speck (Spanien), Michaela Söllinger (Österreich), Rudi Friedrich (Deutschland) und Christine Schweitzer (auch Dt.) fand eine Situation vor, in der viele kurdische und türkische Nichtregierungsorganisationen sich bemühen, den Menschen vor Ort zu helfen, während die Stimmung in der Bevölkerung aber von Hoffnungslosigkeit und Verbitterung geprägt ist.

Während in einigen Orten die z.T. mehrmonatigen Ausgangssperren teilweise aufgehoben wurden, setzen sie sich in anderen Ort bzw. neue Kämpfe haben in weiteren Städten begonnen.

Hier geht es zu einer ersten Pressemitteilung, die die Delegation verfasst hat.

 

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