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27.07.2014
Kategorie: Bildungsarbeit, Pazifismus und Miltärkritik

IFGK gibt neues Arbeitspapier heraus: Kriege verhindern oder stoppen - Der Beitrag von Friedensbewegungen


Christine Schweitzer mit Jörgen Johansen: Kriege verhindern oder stoppen - Der Beitrag von Friedensbewegungen, Arbeitspapier Nr. 26, Juli 2014.

Dieses Papier diskutiert auf der Basis von Beispielen von sieben Friedensbewegungen der letzten 110 Jahre, welchen Einfluss Bewegungen auf die Verhinderung oder die Beendigung von Kriegen gehabt haben, in die ihre eigene Regierung verwickelt war. Diese Beispiele sind:

- Norwegen -  Schweden 1905

- die Anti-Vietnamkrieg-Bewegung in den 1960er und frühen 1970er Jahren

- die Bewegung gegen die Unterstützung der Contras in Nicaragua in den 1980er Jahren

- die Friedensbewegung gegen atomare Aufrüstung der 1980er Jahre

- der Fall der Frauen in Weiß in Liberia 2002-2003

- die Bewegung gegen den Irakkrieg 1991

- die Bewegung gegen den Irakkrieg 2003.

Das Hauptergebnis des Vergleichs ist, dass einen Krieg zu verhindern oder zu stoppen wahrscheinlich die schwierigste Aufgabe ist, die sich eine soziale Bewegung setzen kann. Mit der Ausnahme des frühen skandinavischen Falls, der ein Fall einer erfolgreichen Verhinderung von Krieg ist, beeinflussten einige der Bewegungen sowohl den Verlauf wie das eventuelle Ende des Konfliktes, aber keiner von ihnen kann zugeschrieben werden, dass sie die allein Ausschlaggebenden waren. Abgesehen davon konnte eine langfristige Wirkung der Bewegungen auf die öffentliche Meinung und auf verstärktes Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit im Hinblick auf Fragen von Krieg und Frieden und „humanitäre Interventionen“ festgestellt werden, was das Verhalten von Regierungen in späteren Krisen beeinflusste.

Das Papier hann hier für 4 Euro bestellt oder heruntergeladen werden.

Es kann auch direkt beim IFGK bestellt werden. 


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