< 20.000 UNTERSCHRIFTEN FÜR „LERNEN FÜR DEN FRIEDEN“ - Kundgebung und Übergabe an die Kulturministerkonferenz am 9.10. in Essen
14.10.2014
Kategorie: Bildungsarbeit

Erfolgreiche Übergabe von 23 007 Unterschriften an die Kultusministerkonferenz in Essen


Die Übergabe der 23 007 Unterschriften für die Kampagne „Lernen für den Frieden“ an die Kultusministerkonferenz kann als erfolgreich eingestuft werden. Mit der Aktion wurde ein Zeichen gegen die Militarisierung von Schulen und Hochschulen und für zivile Bildung und Wissenschaft gesetzt. Die UnterzeichnerInnen der Kampagne setzen sich dafür ein, dass die Landesregierungen eine zivile und dem Frieden dienende Ausrichtung von Bildung und Wissenschaft ermöglichen. Außerdem sollen Schulen und Hochschulen aufgefordert werden, sich zu einer strikt zivilen Ausrichtung zu verpflichten.

 

Bislang konnte erreicht werden, dass mindestens 15 Hochschulen eine Zivilklausel in ihrer Satzung verankert haben. Außerdem entstanden in einer Reihe von Bundesländern Diskussionen über eine Reform der Hochschulgesetze mit ziviler Orientierung. Die Kooperationsverträge bezüglich Bundeswehr an Schulen sind in den meisten Bundesländern stark in die Kritik geraten. Die beachtliche Anzahl der Unterschriften verdeutlicht den Wunsch der Bevölkerung nach einer Gesellschaft und einem Bildungssystem, die von Aufklärung, Solidarität und Argumentation statt von kriegerischer Durchsetzung politischer und wirtschaftlicher Interessen geprägt sind.

 

Dass sich die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Sylvia Löhrmann (Bündnis ´90/ Die Grünen) am 9. Oktober 2014 für die Übergabe der Unterschriften entschuldigen ließ und damit den Forderungen und Fragen der Protestierenden entzog, erzeugte Enttäuschung unter den Protestierenden. Der Staatssekretär des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes NRW, Ludwig Hecke kam in Begleitung des Generalsekretärs der Kultusministerkonferenz, Udo Michalik, und seiner Stellvertreterin Heidi Weidenbach-Mattar zum Eingang der Zeche Zollverein, um den Protestierenden gegenüberzutreten und die Unterschriften entgegenzunehmen.

 

Mehr Interesse und Aufgeschlossenheit zeigte die Bevölkerung bei der Kundgebung „Lernen für den Frieden“ in der Essener Fußgängerzone. Viele PassantInnen ließen sich neugierig auf Gespräche über die Kampagne ein, nahmen Flyer mit und unterschrieben für zivile Bildung und Wissenschaft. Die Reden von Vertretern der VVN-BdA, GEW, DFG-VK, Initiative Hochschulen für den Frieden und von einem Friedenspädagogen sowie die musikalische Unterstützung der Kundgebung wurden mit Beifall honoriert.


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