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27.05.2010
Kategorie: Belarus

Belarus: Konferenz zum Zivildienst


Am 25.05.2010 nahm eine Vertreterin des BSV in Minsk an einer eintägigen internationalen Konferenz zum Thema Zivildienst mit dem Titel „Zivildienst in Europäischen Ländern und der GUS: Geschichte, Modelle und Standards. Entwicklungsperspektiven für den Zivildienst in Belarus" teil.
Die rund 60 Teilnehmenden der Konferenz kamen zum größten Teil aus Ländern der GUS. Während auf dem Podium hauptsächlich nichtstaatliche Organisationen vertreten waren, beteiligten sich einige staatliche Einrichtungen aus dem Publikum heraus.
Schwerpunkt der Konferenz war der Austausch der unterschiedlichen Erfahrungen mit der Einführung alternativer Dienste zum Wehrdienst. In Moldawien gibt es beispielsweise zwar bereits ein detailliertes Gesetz über die Ableistung eines Zivildienstes, dennoch ermutigte der Vertreter des Landes die belarussischen Anwesenden für ihr Land ein Gesetz mit besseren Bedingungen für den Zivildienst auszuarbeiten. So ist der Zivildienst in den meisten Ländern der GUS noch wesentlich länger als der Wehrdienst, muss bis zu sechs Monate im Voraus beantragt werden und Unterkunft und finanzielle Absicherung der Zivildienstleistenden sind ungeklärt.
Durch die Konferenz erhoffen sich die in der Arbeitsgemeinschaft für einen Alternativen Zivildienst zusammengeschlossenen belarussischen Organisationen auf die Debatte für ein Recht auf Zivildienst Einfluss zu nehmen, da die kürzlich zusammengesetzte staatliche Arbeitsgruppe zur Ausarbeitung eines Entwurfs für ein Zivildienstgesetz keine nichtstaatlichen Vertreter_innen aufgenommen hat. Die Arbeitsgruppe soll im September einen ersten Entwurf für ein solches Gesetz vorlegen.


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