Newsletter 2013-10

BUND FÜR SOZIALE VERTEIDIGUNG E.V.

 

NEWSLETTER OKTOBER 2013

 

 

INHALT

 

 

NEUIGKEITEN

BSV-Mitglieder als Bundestags-Abgeordnete

Neues Mitglied im BSV-Vorstand

PraktikantIn mit Russischkenntnissen gesucht!

BSV wird Mitglied der War Resisters' International

Pressemitteilung: Stoppt die Vertreibung der Beduinen

UNO verabschiedet neue Resolution zur Rolle von Frauen in Friedensprozessen

Fachgespräch „Gewaltfreiheit – Aktionsform, Handlungsmaxime oder Ideologie?“

Neue PraktikantInnen stellen sich vor

 

TERMINE

Gender-Training verschoben auf Frühjahr 2014

 

VERÖFFENTLICHUNGEN

Beobachtung zur Nachwuchswerbung der Marine

 

SPENDENBAROMETER

 

 

 

NEUIGKEITEN

 

BSV-MITGLIEDER ALS BUNDESTAGS-ABGEORDNETE

 

Ute Finckh-Krämer, seit 2005 Co-Vorsitzende des BSV, zog im September 2013 über die Berliner Landesliste der SPD erstmals in den Deutschen Bundestag ein. Sie trat als Direktkandidatin im Wahlkreis Steglitz-Zehlendorf und auf Listenplatz 7 der Berliner Landesliste an. Sie erhielt 29,3 % der Erststimmen und verpasste damit das Direktmandat, doch über die Landesliste wurde sie Mitglied des Deutschen Bundestages. Darum wird sie bis zur nächsten Mitgliederversammlung des BSV im März 2014 zwar noch ihre administrativen Aufgaben wahrnehmen, doch ihre politischen Aufgaben ruhen lassen und dann das Amt niederlegen, um eine Neuwahl der Co-Vorsitzenden möglich zu machen, zu der sie nicht wieder antritt.

Kathrin Vogler, die von 2002 bis 2009 Co-Geschäftsführerin des BSV war und seit 2009 für Die Linke dem Bundestag angehört, ist über die nordrhein-westfälische Landesliste ihrer Partei wiedergewählt worden. Sie war bis jetzt Mitglied im Gesundheitsausschuss und dessen stellvertretende Vorsitzende sowie stellvertretendes Mitglied im Verteidigungsausschuss und Mitglied im Unterausschuss Zivile Krisenprävention und vernetzte Sicherheit.

Der BSV wünscht beiden Mitgliedern viel Glück und viel Erfolg für ihre künftige Arbeit!

 

 

NEUES MITGLIED IM BSV-VORSTAND

 

Wie auf der letzten Mitgliederversammlung schon angekündigt, hat der Vorstand bei seinem Treffen am 25.-27. Oktober Sebastian Grieser als weiteres Vorstandsmitglied kooptiert. Sebastian war im Sommer letzten Jahres Praktikant beim BSV, ausgehend von seinem Studium der Sozialwissenschaften an der FH Fulda. Er hat für das Bildungsprojekt „Entwicklung braucht Frieden“ Arbeitsmaterialien und Arbeitsaufträge zum Thema "Ägyptischer Frühling" erarbeitet. Er beteiligt sich auch seitdem regelmäßig an der Arbeitsgruppe "Gender & Frieden", nimmt an deren Treffen teil und hilft bei der Koordination. Inzwischen studiert und wohnt Sebastian in Bielefeld, was die Verbindung nach Minden erleichtert.

 

 

PRAKTIKANTIN MIT RUSSISCHKENNTNISSEN GESUCHT!

 

Wir suchen PraktikantInnen für mindestens zwei Monate. Ab Mai 2014 sind wieder Plätze frei – zum Beispiel für den internationalen Bereich, in den Belarusprojekten des BSV. Im internationalen Bereich arbeiten wir unter anderem mit gesellschaftspolitischen AktivistInnen in Belarus (Weißrussland) zusammen, die BürgerInnenrechtsarbeit und Bildungsarbeit machen. Hier suchen wir laufend Unterstützung durch PraktikantInnen mit Russischkentnissen, die Lust haben, die tägliche Büroarbeit des BSV und die Kooperationen mit Belarus kennen zu lernen.

Die ausführliche Praktikumsausschreibung findet sich unter: www.soziale-verteidigung.de/fileadmin/dokumente/bsv/freiwillige/Ausschreibung_Belaruspraktikum_131001.pdf

 

 

BSV WIRD MITGLIED DER WAR RESISTERS' INTERNATIONAL

 

Künftig ist der BSV Mitglied der War Resisters' International (WRI) - Internationale der KriegsgegnerInnen.

Die WRI ist ein weltweites pazifistisches und antimilitaristisches Netzwerk mit mehr als 80 Mitgliedsorganisationen in 40 Ländern. Die Grundsatzerklärung des Netzwerks lautet „Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit. Ich bin daher entschlossen, keine Art von Krieg zu unterstützen und mich für die Beseitigung aller seiner Ursachen einzusetzen“. ('War is a crime against humanity. I am therefore determined not to support any kind of war, and to strive for the removal of all causes of war.') www.wri-irg.org

 

 

PRESSEMITTEILUNG: STOPPT DIE VERTREIBUNG DER BEDUINEN

 

Der BSV hat sich in einem Brief an die Bundeskanzlerin und die Fraktionsvorsitzenden gewendet, um die Umsetzung des „Prawer Begin Plans“ in Israel zu verhindern. Dieser sieht vor, dass 40 Prozent der Beduinen aus „nicht anerkannten Dörfern“ umgesiedelt werden. Dabei steht ihnen für den Verlust ihres Lands nur eine Kompensation in Höhe von 50 Prozent zu, die nur innerhalb eines begrenzten Zeitraums ausgezahlt wird. Eine Akzeptanz der Kompensation wird als Zustimmung zur Landenteignung angesehen. Auch aufgrund unseres vergangenen eigenen Projekts mit den Jahalin-Beduinen von 2004 bis 2007 bittet der BSV die Bundeskanzlerin und die Fraktionsvorsitzenden darum, sich diplomatisch dafür einzusetzen, dass der Plan von der israelischen Regierung zurückgezogen wird. Der vollständige Text kann heruntergeladen werden unter: www.soziale-verteidigung.de/fileadmin/images/international/Pressemitteilung_Prawer-Begin-Plan.pdf

 

 

UNO VERABSCHIEDET NEUE RESOLUTION ZUR ROLLE VON FRAUEN IN FRIEDENSPROZESSEN 

 

Im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen wurde mit Resolution 2122 der Startschuss für einen systematischen Ansatz gegeben, die Stärkung von Frauenrechten mit Bemühungen um internationalen Frieden und Sicherheit zu verknüpfen. Das Dokument appelliert an die UN-Mitgliedsstaaten, Frauen stärker in friedensbildenden Maßnahmen einzubinden und in Führungsqualitäten für Frauen auch finanziell zu investieren.

Die Resolution wurde im Rahmen der alljährlich stattfindenden Offenen Debatte in der UN zum Thema „Frauen, Rechtsstaatlichkeit und Übergangsjustiz“ verabschiedet. UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon betonte, dass Geschlechtergleichheit unabdingbar sei, um Konflikte dauerhaft zu überwinden. Frauen müssten in jeder Phase einer friedensbildenden Maßnahme und am Wiederaufbau einer von kriegerischen Auseinandersetzungen betroffenen Gesellschaft beteiligt werden.

Zuletzt hatten die Vereinten Nationen im Jahr 2000 anerkannt, dass Frauen disproportional von bewaffneten Konflikten betroffen sind.  Seit damals tragen die vorsichtigen Bemühungen, Frauen stärker in Konfliktlösungsprozessen, einzubinden erste Früchte. Von den neun aktiven Friedensprozessen die die UN 2012 begleitete oder leitete, nahmen Frauen an sechs von ihnen in Führungspositionen oder als technische Expertinnen teil. Regelmäßige Konsultationen mit Frauenrechtsgruppen gab es bei allen Prozessen. Noch im Jahr 2011 wurde in nur in der Hälfte der Fälle solche Rücksprache gehalten. Trotzdem sind Frauen als Verhandlungsführerinnen in Friedensgesprächen nach wie vor eine Seltenheit. Die weitere Entwicklung soll in einem Bericht thematisiert werden, der für 2015 angekündigt ist.

 

 

FACHGESPRÄCH „GEWALTFREIHEIT – AKTIONSFORM, HANDLUNGSMAXIME ODER IDEOLOGIE?“

 

Am Samstag, dem 26.10., fand in den Räumen des BSV das Fachgespräch zum Thema „Gewaltfreiheit - Aktionsform, Handlungsmaxime oder Ideologie?“ statt. Insgesamt haben rund 35 Menschen daran teilgenommen.

Nach einem kurzen Stimmungsbarometer zu Fragen rund um das Thema wurde eine Podiumsdiskussion mit den ReferentInnen Renate Wanie, Hanna Poddig und Monty Schädel durchgeführt, in welcher eine kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff der Gewaltfreiheit stattfand. Nach der Mittagspause fand dann ein World-Café statt, bei dem an vier Tischen Fragen zum Thema diskutiert wurden. Im Plenum wurden die Ergebnisse zusammengetragen und abschließend anhand von vergangenen Bündnissen diskutiert, welche Voraussetzungen es braucht, damit ein Bündnis zwischen Gruppen verschiedener Spektren funktionieren kann.

Ein ausführlicher Bericht zum Fachgespräch erscheint im kommenden Rundbrief sowie in Form der Dokumentation.

 

 

NEUE PRAKTIKANTINNEN STELLEN SICH VOR

 

Mein Name ist Annika Gronau, ich bin 23 Jahre alt und habe gerade meinen Bachelor in Erziehungswissenschaft gemacht. Ursprünglich wollte ich Sozialpädagogin werden, aber nachdem ich in meinem Studium auch  Kurse in Soziologie und Politik belegt und eine Grundausbildung zur Mediatorin absolviert habe, spiele ich jetzt mit dem Gedanken, in den NGO-Bereich zu gehen. Um mir ganz sicher zu werden, mache ich das Praktikum beim BSV. Ich wünsche mir, einen kleinen Einblick in die Arbeit einer NGO zu erhalten und mehr über die Themen Friedensarbeit und gewaltfreie Konfliktlösungen zu lernen. Außerdem erhoffe ich mir eine Orientierungshilfe für den Master.

Hey, ich bin der Max Knospe, ich bin 24 Jahre alt und studiere Staatswissenschaften im letzten Semester an der Universität Passau. Meine Schwerpunkte sind internationale Politik und Medien und Kommunikation. Zivile Konfliktforschung wurde in meinem Studiengang eher nebensächlich behandelt, Grund genug für mich, bei einem Praktikum beim BSV einmal auf eigene Faust in das Themenfeld hineinzuschnuppern. Vom Praktikum erhoffe ich mir neuen Input und vielleicht auch eine Entscheidungshilfe bei der Wahl meines Masters.

 

 

TERMINE

 

GENDER-TRAINING VERSCHOBEN AUF FRÜHJAHR 2014

 

Das von der BSV-AG Gender&Frieden organisierte Gender-Training am 09.11.2013 muss leider entfallen. Geplant ist das Training nun für das Frühjahr 2014. Interessierte erhalten Informationen dazu und zu den anderen Aktivitäten der AG unter www.soziale-verteidigung.de/ueber-uns/arbeitsgruppen/ Der neue Termin des Trainings wird zudem über den Newsletter des BSV bekannt gegeben werden. Zum nächsten AG-Treffen, das am 10.11.2013 in Bonn stattfindet, sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Für Näheres dazu kann die BSV Geschäftsstelle in Minden unter 0571 29456 kontaktiert werden.

 

 

VERÖFFENTLICHUNGEN

 

BEOBACHTUNG ZUR NACHWUCHSWERBUNG DER MARINE

 

In der letzten Ausgabe der Zeitschrift "ausdruck" (Nr. 5/2013, S. 13ff) der Informationsstelle Militarisiserung ist auch der Artikel "Marine live! - Truppenbesuch bei der Marine in Kiel" von Thomas Mickan erschienen. Es geht um eine "teilnehmende Beobachtung" einer Sonderaktion zur Nachwuchswerbung der Bundesmarine. Der Text kann heruntergeladen werden unter: www.imi-online.de/download/oktober2013mickan01.pdf

 

 

SPENDENBAROMETER

 

Friedensarbeit kostet Geld. Wir brauchen in diesem Jahr 80.000 Euro, um unsere Arbeit nicht einschränken zu müssen. Bis Ende September 2013 haben wir Spenden i.H. von 41.200 Euro erhalten. Das entspricht ca. 52 %.

 

 

NEWSLETTER UND ANDERE MEDIEN

 

Der Newsletter erscheint monatlich v.a. mit kurzen Meldungen. Wenn diese hier veröffentlicht werden sollen, schicken Sie / schickt Ihr sie bitte bis Monatsende an die Redaktion: dosch@soziale-verteidigung.de.

Zum Bestellen oder Kündigen des Newsletters genügt eine E-Mail an die Geschäftsstelle: info@soziale-verteidigung.de.

Weitere Informationen gibt es im Rundbrief "Soziale Verteidigung" und auf der Website www.soziale-verteidigung.de.