BUND FÜR SOZIALE VERTEIDIGUNG E.V.

 

NEWSLETTER MÄRZ 2013

 

 

INHALT

 

 

TERMINE

Erinnerung: IFGK-Studientag „Perspektiven Aktiver Gewaltfreiheit“

 

BERICHTE

BSV-Tagung erfolgreich beendet

Jahrestagung der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung

Strategietagung der Kooperation für den Frieden

 

NEUIGKEITEN

Neuer Vorstand bei Netzwerk Friedenssteuer

 

VERÖFFENTLICHUNGEN

Infoblatt: "Weniger Geld für zivile Friedensarbeit"

Infoblatt: Militär, Militarisierung und Bildung

 

SPENDENBAROMETER

 

 

 

TERMINE

 

ERINNERUNG: IFGK-STUDIENTAG „PERSPEKTIVEN AKTIVER GEWALTFREIHEIT“

 

(CS) Wir möchten Sie herzlich zu unserem kommenden Studientag einladen, der am 13. April 2013 um 9.30-17.00 Uhr im Paul-Humburg-Gemeindehaus, Hövelstraße 71, 45326 Essen stattfinden wird. Bitte melden Sie sich - wenn möglich - bis zum 10. April bei uns an, und zwar unter der E-Mail CSchweitzerIFGK@aol.com oder Tel. 040 655 90 940.

Programm: Theodor Ziegler, Die "vorrangige Option der Gewaltfreiheit" im Religionsunterricht der Kursstufe - Schüler und Lehrerhaltungen, Entwürfe gewaltfreier Konfliktbearbeitung als Alternative zu Krieg, Bürgerkrieg und militärischer Intervention - neue didaktische Perspektiven. Renate Brucker, Leben und Werk Clara Wichmanns - Gewaltlose Anarchistin und Antimilitaristin. Melanie Husser, Frieden leben - Zu den Friedensverständnissen Friedlicher Gesellschaften. Christine Schweitzer, BürgerInnen schaffen Frieden - Können Friedensbewegungen Kriege verhindern?

 

 

BERICHTE

 

BSV-TAGUNG ERFOLGREICH BEENDET

 

(CS) Am Wochenende 22.-24.3.2013 fand die BSV-Tagung "Gewaltfrei im Schatten der Gewalt" statt. Rund 50 TeilnehmerInnen diskutierten anhand der Situation in Russland, Belarus (Weißrussland), Syriens und der Arbeit verschiedener Organisationen (Nonviolent Peaceforce, forumZFD, KURVE Wustrow und des BSV selbst Fragen von Menschenrechtsschutz durch AktivistInnen vor Ort und wie deren Arbeit unterstützt werden kann. Ein Ergebnis: Der BSV wird eine Arbeitsgruppe zum Konflikt in Syrien einrichten.

 

 

JAHRESTAGUNG DER PLATTFORM ZIVILE KONFLIKTBEARBEITUNG

 

(CS) Unter dem Titel "Den Frieden fördern - aber wie? Werte und Prinzipien einer Friedenslogik" stand die diesjährige Tagung der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung in Bonn am 7.-9.3.2013. Sie knüpfte damit an die letztjährige Tagung an, die sich mit dem Thema befasste, wie eine Friedenslogik von einer Sicherheitslogik abgegrenzt werden könnte.

Die Tagung in Bonn war eine Mischung aus Plenumsvorträgen, Podien, Arbeitsgruppen und einem World Café. Sie beleuchtete die Fragestellung von verschiedenen Aspekten her. Am ersten Abend hatte nach einem Einleitungsvortrag, den Christine Schweitzer (BSV/IFGK) gehalten hatte, ein Podium aus Ute Scheub, Susanne Buckley-Zistel und Matthias John über verschiedene Dimensionen von Friedensvisionen diskutiert. Arbeitsgruppen am Freitag-Nachmittag befassten sich mit Frühwarnung, Kampagnenarbeit, Friedenserziehung, Vermittlung und Öffentlichkeitsarbeit.

In der abschließenden Podiumsdiskussion nahm Thania Paffenholz von der Universität Genf mit einem „Außenblick“ und Natascha Zupan von FriEnt auf die deutschen Prozesse Stellung.

Deutlich wurde die Vielfältigkeit der Zugänge, der politischen Perspektiven und auch der Einschätzung militärgestützer Einsätze. Offensichtlich wurde dies z.B. in den Diskussionen über zwei Papiere, die auf der Mitgliederversammlung der Plattform vorgestellt wurden: Ein Impulspapier, das die Grundlinien und Herausforderungen von ZKB heute beschreiben will, und ein Papier mit Forderungen zur Bundestagswahl. Beide befinden sich noch in der Diskussion.

Ein ausführlicher Bericht findet sich unter www.konfliktbearbeitung.net/node/6182.

 

 

STRATEGIETAGUNG DER KOOPERATION FÜR DEN FRIEDEN

 

(CS) Unter dem Titel "Deutschland im Krieg - Strategien für eine nachhaltige Friedenspolitik" fand am 22.-23.3.2013 die diesjährige Strategiekonferenz der Kooperation für den Frieden statt, die dieses Jahr ihren 10. Geburtstag feiert. Bis zu 90 Menschen, vorwiegend aus dem süddeutschen Raum, davon die meisten bekannte FriedensaktivistInnen, nahmen an den Vorträgen und Diskussionen im Plenum und den Gruppen teil. Für den BSV waren Stephan Brües und Christine Schweitzer dabei.

Die Veranstaltung wurde mit einem sehr guten Vortrag von Andreas Zumach eröffnet. Er konzentrierte sich auf zwei Themen: Rüstungsexporte und Auslandseinsätze der Bundeswehr. Seine zentrale Forderung war, dass die Friedensbewegung viel radikaler und konsequenter ihre Standpunkte vertreten solle.

Am nächsten Tag gab es morgens Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen, so u.a. zu Strategien der Friedensbewegung und zu Sanktionen. Am Nachmittag folgte ein Vortrag von Hanne Birckenbach zu den Unterschieden zwischen Friedenslogik und Sicherheitslogik und daran anschließend ein World Café. Der Tag wurde mit Berichten aus den AGs abgeschlossen.

Deutlich wurde auf der Tagung, dass es verschiedene Ansätze und Kampagnen gibt, die dieses Jahr mit viel Energie betrieben werden sollen - Aktion Aufschrei und Arbeit gegen die Bundeswehr an Schulen sind dabei die beiden wichtigsten Themen, aber auch Atomwaffen (Büchel) und Zivilklausel sind Anliegen, um die herum sich Aktionen ranken werden.

Eine Dokumentation der Tagung ist zu finden auf: www.koop-frieden.de/strategiekonferenz-2013/dokumentation/

 

 

NEUIGKEITEN

 

NEUER VORSTAND BEI NETZWERK FRIEDENSSTEUER

 

(Friedrich Heilmann) Seit 2003 hat das "Netzwerk Friedenssteuer" einen Trägerverein, dem damals wie heute 12 Mitglieder angehören. Dieser Verein tagt zusammen mit allen anderen Friedenssteuerleuten und beschließt unsere Arbeitsplanung und den Haushalt - seit 10 Jahren in großer Einmütigkeit.

Bei der letzten Jahrestagung am 15.-17.3.2013 in Weimar wurde der Vorstand neu gewählt. Friedrich Heilmann hat nach 10 Jahren Vorsitz nicht wieder kandidiert und wurde feierlich verabschiedet. Er bleibt Webmaster der Internetseite www.friedenssteuer.de und Leiter der AG Öffentlichkeitsarbeit, zusammen mit Gertie Brammer.

Der gewählte Vorstand 2013-15: 1. Vorsitzender Wolfgang Steuer: w.steuer@friedenssteuer.de, 2. Vorsitzende Hannelore Morgenstern: hannelore.morgenstern@gmx.de, Geschäftsführerin Katharina Rottmayr: k.rottmayr@friedenssteuer.de.

 

 

VERÖFFENTLICHUNGEN

 

INFOBLATT: "WENIGER GELD FÜR ZIVILE FRIEDENSARBEIT"

 

(CS) Der Bund für Soziale Verteidigung hat nun zum dritten Mal die einzelnen Posten und Unterpöstchen aus den öffentlichen Haushalten zur Zivilen Konfliktbearbeitung zusammengetragen, um die Debatte mit realistischen Zahlen zu untermauern. Fakt ist, seit dem Kosovokrieg 1999 hat sich etwas getan. Das Zentrum für internationale Friedenseinsätze, der Zivile Friedensdienst und andere Programme wurden gegründet und mit Mitteln in Millionenhöhe ausgestattet. Fakt ist aber auch, die Projekte sind finanziell immer noch in der Pilotphase. In den letzten Jahren stagniert der Ausbau ziviler Friedensinstrumente. 2013 sank die Förderung sogar um 34 Millionen Euro auf nur noch 1,204 Milliarden.

Insgesamt gibt die Bundesregierung somit etwa 30-mal mehr Mittel für das Militär als für zivile Friedensmaßnahmen aus. Die in anderen Haushaltsplänen versteckten Kosten für UN-Missionen, WEU, NATO etc. sind da noch nicht mal mitgerechnet.

Das vierseitige Infoblatt "Zivile Konfliktbearbeitung" gibt neben den Haushaltszahlen auch eine Einführung in die wichtigsten Programme und Träger der zivilen Konfliktbearbeitung in Deutschland.

Download unter: www.soziale-verteidigung.de/fileadmin/dokumente/ZKBinPolitik.pdf

Rückfragen unter: 0173 6216895 (Dr. Christine Schweitzer, Geschäftsführerin) oder info(at)soziale-verteidigung.de.

 

 

INFOBLATT: MILITÄR, MILITARISIERUNG UND BILDUNG

 

(KUD) In der Diskussion um die Bedeutung der Streitkräfte für die Gesellschaft in Deutschland wird der Begriff der Militarisierung immer häufiger verwendet. Sehr häufig wird auch von einer Militarisierung der Schule gesprochen. Doch dieser Begriff der Militarisierung wird nicht sehr deutlich bestimmt. Es scheint also nötig, die Bedeutung von Militarisierung und von Militär sowie die Beziehung zwischen beiden einmal näher zu definieren und zu analysieren.

Diesen Versuch hat Kai-Uwe Dosch jetzt in einem neuen Infoblatt unternommen. Das Blatt kann als Datei von der Website heruntergeladen oder als Papier im Büro werden bestellt.

 

 

SPENDENBAROMETER

 

Friedensarbeit kostet Geld. Wir brauchen in diesem Jahr 80.000 Euro, um unsere Arbeit nicht einschränken zu müssen. Bis Ende Februar 2013 haben wir Spenden i.H. von ca. 13.000 Euro erhalten. Das entspricht ca. 16 %

 

 

 

NEWSLETTER UND ANDERE MEDIEN

 

Der Newsletter erscheint monatlich v.a. mit kurzen Meldungen. Wenn diese hier veröffentlicht werden sollen, schicken Sie / schickt Ihr sie bitte bis Monatsende an die Redaktion: dosch@soziale-verteidigung.de.

Zum Bestellen oder Kündigen des Newsletters genügt eine E-Mail an die Geschäftsstelle: info(at)soziale-verteidigung.de.

Weitere Informationen gibt es im Rundbrief "Soziale Verteidigung" und auf der Website www.soziale-verteidigung.de.