BUND FÜR SOZIALE VERTEIDIGUNG E.V.

 

NEWSLETTER FEBRUAR 2013

 

 

INHALT

 

 

TERMINE

Noch Plätze frei bei BSV-Tagung in Würzburg

Internationaler Aktionstag für Bildung ohne Militär

Eine Familie "für Freiheit und Frieden"

 

BERICHTE

26. Februar 2013: Aktionstag gegen Waffenhandel

Diskussion mit der GEW auf der didacta

 

NEUIGKEITEN

Angebot für Friedensbildung an Schulen in NRW

 

VERÖFFENTLICHUNGEN

Drei neue BSV-Infoblätter

Neues Heft von Theodor Ebert zum gewaltfreier Aktion

 

SPENDENBAROMETER

 

 

 

TERMINE

 

NOCH PLÄTZE FREI BEI BSV-TAGUNG IN WÜRZBURG

 

Die Tagung am 22.-24. März 2013 unter der Überschrift „Gewaltfrei im Schatten von Gewalt“ stellt die Frage, wie AktivistInnen in Belarus, Syrien und Ägypten im Schatten von Gewalt und Repression arbeiten, welche Strategien sie entwickelt haben, wie sie mit der eigenen Gefährdung umgehen und welche Rolle internationale Partner spielen können.

Noch immer ist eine Anmeldung möglich. Bitte laden Sie das Formular von der BSV-Website herunter, füllen es aus und mailen oder schicken es per Post an das BSV-Büro: info@soziale-verteidigung.de. Das Programm und eine Anfahrtsbeschreibung können Sie auch dem Tagungsflyer auf der Website entnehmen: www.soziale-verteidigung.de/startseite. Die Tagung findet in Kooperation mit der Petra-Kelly-Stiftung statt und wird gefördert von Brot für die Welt.

 

 

INTERNATIONALER AKTIONSTAG FÜR BILDUNG OHNE MILITÄR

 

(Owen Everett, WRI) Am 14. Juni 2013 ist ein internationaler Aktionstag für Schule, Studium und Forschung ohne Militär geplant, der von dem weltweiten Netzwerk War Resisters International koordiniert wird. Der Tag schließt an an die Aktionswoche von September 2012 in Deutschland, die von über hundert Gruppen und Organisationen unterstützt wurde und Aktionen in mindestens acht Städten umfasste. Eine vollständige Zusammenfassung der Woche findet sich auf der Seite wri-irg.org/node/20716. Die deutschen Aktivisten sahen das als „ein Experiment in bundesweiter Vernetzung und Zusammenarbeit“.

Der Aktionstag dieses Jahres wird dazu helfen, Gruppen in die Kampagne einzuführen und vor der viel größer geplanten Aktionswoche im Jahr 2014 Aktionsideen auszuprobieren. Bitte schreibt an owen@wri-irg.org, wenn eure Gruppe interessiert ist, am Aktionstag im Juni und/ oder an der Aktionswoche im Jahr 2014 teilzunehmen, oder wenn ihr mehr erfahren wollt (das verpflichtet euch nicht zur Teilnahme!). Mitglieder von deutschen Gruppen werden sich am 24. März 2013 von 12.00 bis 17.00 Uhr treffen, um den Aktionstag im Juni zu koordinieren und um mit der Planung der Aktionswoche von 2014 zu beginnen. Jeder und jede ist eingeladen teilzunehmen. Begrüßt werden auch Vorschläge für einen Titel und ein Logo und für Updates ihrer Comics/Button-Motive.

 

 

EINE FAMILIE "FÜR FREIHEIT UND FRIEDEN"

 

Dr. Christof Müller-Wirth (Karlsruhe) berichtet am Donnerstag, 21. März 2013, 19.30 Uhr, im Bonhoeffer-Haus, Karlsruhe, Gartenstr. 29a, über seine beiden bedeutenden Vorfahren August Wirth, Mitinitiator und einer der Hauptredner des Hambacher Festes 1832 (30.000 Teilnehmende) sowie Franz Wirth, Friedensaktivist und Mitbegründer der Deutschen Friedensgesellschaft 1892 (gemeinsam mit Bertha von Suttner und Alfred Hermann Fried)

Kontakt: Sonnhild und Ulli Thiel, Alberichstr. 9, 76185 Karlsruhe, Tel. 0721 552270

 

 

BERICHTE

 

26. FEBRUAR 2013: AKTIONSTAG GEGEN WAFFENHANDEL

 

(Stephan Brües) Während Pax Christi, DFG-VK, Ordensleute für den Frieden und andere Friedensgruppen in Berlin eine große Skulptur mit einer schießbereiten (und nicht verknoteten) Pistole vor dem Bundeskanzleramt aufstellten und damit u.a. die Springer-Zeitung "Die Welt" zu einem wohlwollend-neutralen Bericht animierten, fand auch in Heidelberg eine kleine Aktion statt. Gut 20 Leute zogen mit einer Leopard-II-Panzeratrappe, Transparenten und Flyern durch die alt-erwürdige Hauptstraße und schrien "Stopp - den - Waffen - Handel - Jetzt!" und sammelten auch einige Unterschriften unter die Petition von Aktion Aufschrei. Ein Video zur Aktion in Heidelberg gibt es demnächst auf der Homepage von Aktion Aufschrei.

Die nächsten Aktionen finden am 13.-15. Mai in Düsseldorf und Berlin sowie am 28. Juni in Berlin, Freiburg, am Bodensee, in Düsseldorf und hoffentlich anderswo statt.

 

 

DISKUSSION MIT DER GEW AUF DER DIDACTA

 

(Joachim Schramm, DFG-VK) Auf einer gut besuchten Veranstaltung im Rahmen der Bildungsmesse didacta in Köln bezog Martina Schmerr vom GEW-Hauptvorstand klar Stellung gegen die zunehmende Präsenz der Bundeswehr an Schulen. Sie verwies auf die neue Orientierung der Bundeswehr weg von der Verteidigungsarmee hin zur “Armee im Einsatz”. Die Bundeswehr versuche im Auftrag des Verteidigungsministeriums die Akzeptanz für diese Politik schon bei Schülern zu stärken und außerdem Nachwuchs für die Truppe zu werben. Dem steht die GEW kritisch gegenüber. Auch Joachim Schramm, Landesgeschäftsführer der DFG-VK und aktiv bei “Schule ohne Bundeswehr NRW” machte deutlich, dass die Bundeswehr einseitig für die Militarisierung der Außenpolitik stehe. Die im Publikum vertretenen Jugendoffiziere der Bundeswehr hatten für sich in Anspruch genommen, den “Beutelsbacher Konsens” zu achten und somit ausgewogen zu informieren. Dem hielt Joachim Schramm entgegen, dass dies eine Verfälschung des Sinns des Beutelsbacher Konsens sei, kontroverse Themen im Unterricht auch so darzustellen. Die Bundeswehr könne selbstverständlich nicht Positionen und Argumente für eine zivile, nichtmilitärische Politik glaubhaft darstellen. Sie stehe für Kriegseinsätze und gewaltsame Löungsversuche. Zum Abschluss informierten Jenny Becker (EN PAZ) und Jonas Schäfer (AGDF) noch über das wachsende Angebot an Materialien und Referenten zur Friedensbildung. Veranstaltungen wie diese sind notwendig, um die Diskussion zum Thema auch unter Lehrerinnen und Lehrer voranzubringen.

 

 

NEUIGKEITEN

 

ANGEBOT FÜR FRIEDENSBILDUNG AN SCHULEN IN NRW

 

(Karen Siebert, pax christi) Pünktlich zu Beginn des 2. Schulhalbjahres veröffentlicht das „Netzwerk Friedensbildung NRW“, das vom BSV koordiniert wird, einen Referent/innen-Pool, der es Schulen und Lehrer/innen zukünftig erleichtern soll, Referent/innen zum Thema Friedensbildung in den Unterricht einzuladen, auf seiner neuen Website www.friedensbildung-nrw.de.

„Die Palette der Referent/innen deckt ein breites Spektrum friedenspolitischer und friedenspädagogischer Themen ab“, erläutert Kai-Uwe Dosch, Projektreferent des Bundes für Soziale Verteidigung und Koordinator des Netzwerks Friedensbildung NRW, das Angebot. „Wir stellen in beschränktem Rahmen einen „zivilen“ Gegenpol zum Auftreten von Jugendoffizieren der Bundeswehr in den Schulen NRWs zur Verfügung“, ergänzt Karen Siebert von pax christi. „Unser Ziel ist, dass sich Schüler/innen kritisch mit der vorherrschenden militärgestützten Sicherheitslogik und der Befürwortung von Krieg auseinandersetzen“, betont Joachim Schramm von der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen.

 

 

VERÖFFENTLICHUNGEN

 

DREI NEUE BSV-INFOBLÄTTER

 

Der BSV hat drei neue Informationsblätter erstellt, die von unserer Website kostenlos heruntergeladen wird: Ein Infoblatt von Mirjam Mahler und Martin Arnold erläutert den Begriff „Gütekraft“, der die Kraft aktiver Gewaltfreiheit im Sinne von Hildegard Goss-Mayr, Mohandas K. Gandhi und Bart de Ligt bezeichnet und von dem Essener Friedensforscher Martin Arnold geprägt wurde. Ein anderes Infoblatt von Christine Schweitzer mit Björn Kunter stellt die wichtigsten Grundlagen der Gewaltfreie Aktion, besonders der Aktionen Zivilen Ungehorsams dar, die eine wichtige Rolle in den verschiedenen sozialen Bewegungen spielen. Ein drittes Infoblatt von Ute Finckh mit Christine Schweitzer gibt Antwort auf die Frage, wie viel für Zivile Konfliktbearbeitung in der deutschen Politik ausgegeben wird.

 

 

NEUES HEFT VON THEODOR EBERT ZUM GEWALTFREIER AKTION

 

Das 2013 im Aphorisma-Verlag erschienene Heft „Wie politikfähig ist der Pazifismus? - Das Potential der gewaltfreien Aktion“ beschäftigt sich mit der Frage, wie auf dem Wege der gewaltfreien Aktion Lösungen für die mit Militär und Rüstung zusammenhängenden Probleme gefunden werden können: „Es ist wirklich an der Zeit, dass die Regierung - bzw. die Opposition, die sie ablösen will - sich intensiv mit den Alternativen zum Militär befasst. Wir Pazifisten können nicht einfach behaupten, wir hätten für alle Probleme die gewaltfreie Lösung, aber es gibt hinlängliche Gründe, auf dem Wege der gewaltfreien Aktion die passenden Lösungen zu suchen.“ 

Dieses Heft (29 Seiten; ISBN 978-3-86575-553-7) kann für 5 € beim BSV bestellt werden.

 

 

SPENDENBAROMETER

 

Friedensarbeit kostet Geld. Wir brauchen in diesem Jahr 80.000 Euro, um unsere Arbeit nicht einschränken zu müssen. Bis Ende Januar 2013 haben wir Spenden i.H. von ca. 8900 Euro erhalten. Das entspricht ca. 11 %

 

 

 

NEWSLETTER UND ANDERE MEDIEN

 

Der Newsletter erscheint monatlich v.a. mit kurzen Meldungen. Wenn diese hier veröffentlicht werden sollen, schicken Sie / schickt Ihr sie bitte bis Monatsende an die Redaktion: dosch@soziale-verteidigung.de.

Zum Bestellen oder Kündigen des Newsletters genügt eine E-Mail an die Geschäftsstelle: info(at)soziale-verteidigung.de.

Weitere Informationen gibt es im Rundbrief "Soziale Verteidigung" und auf der Website www.soziale-verteidigung.de.