BUND FÜR SOZIALE VERTEIDIGUNG E.V.

NEWSLETTER MAI 2012


INHALT

IN EIGENER SACHE
Judith Conrads verlässt den BSV

NEUIGKEITEN
Aktionswoche für militärfreie Bildung und Forschung
Ausstellung zur Friedensbewegung der 80er Jahren geplant

TERMINE
Noch Plätze bei Tagung "Gegen die Militarisierung" in Darmstadt

BERICHTE
BSV bei Fahrradtour gegen Atomwaffen
"Aktion Aufschrei" beim Katholikentag in Mannheim
Rundreise mit Maikel Nabil Sanad

SPENDENBAROMETER


IN EIGENER SACHE

JUDITH CONRADS VERLÄSST DEN BSV

(BSV) Judith Conrads beendet zum 30.6. ihre Arbeit als BSV-Geschäftsführerin, da sie zum 1.7. auf einer anderen Stelle beginnt. Die BSV-Geschäftsstelle sagt ihr "vielen herzlichen Dank" für die gute und lange Zusammenarbeit und wünscht ihr "alles erdenklich Gute" für ihre künftige Tätigkeit! Judith hat für den BSV als Mitarbeiterin in den letzten Jahren viel bewirkt - und sie wird ihm als Mitglied weiter verbunden bleiben. Über die Neuverteilung der Arbeit im Büro wird der Vorstand im Sommer entscheiden.


NEUIGKEITEN

AKTIONSWOCHE FÜR MILITÄRFREIE BILDUNG UND FORSCHUNG

(BSV) Ein bundesweites Bündnis ruft zu einer ganzen Woche von Aktionen gegen die Militarisierung von Schulen und Hochschulen auf. Dieser Aufruf wird vom BSV ebenfalls unterstützt. Die Aktionen sollen am 24.-29.9. in vielen deutschen Städten stattfinden. Den Anlass zu dem Aufruf gab die PAXX-Aktionskonferenz im März in Mannheim. Der Anstoß kam vom Netzwerk Schulfrei für die Bundeswehr Ba-Wü. Es gibt mittlerweile eine Homepage (antimilaktionswoche.wordpress.com), die Informationen zur bundesweiten Aktionswoche verbreiten, vernetzen und bündeln soll. In den nächsten Wochen soll ein Flyer entstehen.  
Eine Art Auftakt bildet eine vom Bündnis Schule ohne Bundeswehr NRW geplante Aktion bei der Berufsbildungsmesse Mittleres Ruhrgebiet in Bochum am 12./13.9. Informationen hierzu auch auf www.schule-ohne-bundeswehr-nrw.de.


AUSSTELLUNG ZUR FRIEDENSBEWEGUNG DER 80ER JAHREN GEPLANT

(B. Meier) Das Friedensmuseum Nürnberg dokumentiert die Geschichte der Friedensbewegung. So steht es in der Satzung. Wir haben die 50er und 60er Jahre in großen Ausstellungen gewürdigt. Die Zeit, die uns selbst geprägt hat, die 80er Jahre, haben wir  bisher jedoch nur Teilaspekte dargestellt. Es ist Zeit, alle Mosaiksteinchen zu sammeln und "die" Ausstellung der 80er Jahre zusammenzustellen! Wir haben ihr den Titel gegeben: Frieden braucht Bewegung!
Im Dezember 2012 ist es ein Vierteljahrhundert her, dass die atomaren Mittelstreckenraketen aus Europa abgezogen wurden (INF-Vertrag). An diesem Jubiläum soll unsere Ausstellung eröffnen!
Die Ausstellung soll nicht in erster Linie eine chronologische Geschichte jener Zeit sein, denn darüber gibt es genügend gute Bücher, die wir in unserer Bibliothek haben. Sie soll die Anliegen der Friedensbewegung jener Zeit (wieder) erlebbar machen, soll Zeitzeugenaussagen hörbar und sichtbar machen.
Deswegen möchten wir ausdrücklich nicht nur Leute aus der "damaligen" Friedensbewegung suchen, sondern auch Menschen, die erst später geboren wurden oder aus ganz anderen Zusammenhängen kommen, die aber Lust haben, zu dieser "Bewegungszeit" zu arbeiten... Und natürlich möchten wir nicht nur unsere Region darstellen. Wir haben uns daher ein Konzept überlegt, wie eine räumlich verteilte Arbeitsgruppe sehr gut zusammenarbeiten kann, und hoffen gerade dadurch auf Impulse gegen eigene "Betriebsblindheit".
Lust mitzumachen, aber noch etwas unsicher? Wir sind alle keine Profis. Niemand kann alles. Niemand muss sich dauerhaft verpflichten. Seien Sie einfach neugierig und sprechen Sie uns an: friedensmuseum@fen-net.de; 0176 50103588


TERMINE

NOCH PLÄTZE BEI TAGUNG "GEGEN DIE MILITARISIERUNG" IN DARMSTADT

(WRI) Es sind noch Plätze frei bei der Tagung "Gegen die Militarisierung der Jugend" am 8.-10.6. in Darmstadt, und so langsam nimmt das Tagungsprogramm Gestalt an. Wir rechnen mit TeilnehmerInnen aus mindestens dreizehn Ländern europa- und weltweit.
Die Fachtagung wird mit einem Schwerpunkt auf die Analyse der verschiedenen Formen der Militarisierung von Jugendlichen beginnen. Im zweiten Teil der Fachtagung verschiebt sich der Schwerpunkt auf einen Austausch zu Erfahrungen des Widerstandes.
Die Anmeldungsfrist ist noch bis zum 1.6. verlängert worden!
Vorläufiges Programm: wri-irg.org/de/node/14848.
Anmeldungsformular: wri-irg.org/de/shop/militarisierungderjugend
 

BERICHTE

BSV BEI FAHRRADTOUR GEGEN ATOMWAFFEN

(S. Brües) Mit einer Fahrradtour in drei Abschnitten treten sie aktiv und kreativ für den Abzug und die Vernichtung von Atomwaffen ein und sind zurzeit unterwegs zu drei Atomwaffenstützpunkten in Deutschland, Holland und Belgien: Vom 17. Mai bis 4. Juni sind die Mitglieder verschiedener Organisationen mit Muskelkraft unterwegs, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Jetzt war auch Zwischenstation in Wiesloch und bei einem gemeinsamen Mittagessen mit Oberbürgermeister Franz Schaidhammer erläuterten die radelnden Protestler ihre Pläne.
Federführend bei der Aktion sind die Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen und der Trägerkreis "atomwaffenfrei". In Wiesloch wurde die Aktion von den Grünen (in Person von Stadtrat Günter Schroth) und dem Bund für soziale Verteidigung (Stephan Brües) unterstützt. Auch der Landtagsabgeordnete der Grünen, Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr, begrüßte die Radfahrer. Vor dem Rathaus wurde während des Aufenthalts in Wiesloch ein kleiner Informationstisch aufgebaut, an dem sich interessierte Bürger mit entsprechenden Unterlagen versorgen konnten. Danach starteten die Atomwaffengegner in Richtung Heidelberg, um dann am gleichen Tag noch das Etappenziel in Mannheim anzusteuern.

"AKTION AUFSCHREI" BEIM KATHOLIKENTAG IN MANNHEIM

(BSV) Die Kampagne "Aktion Aufschrei - Stopp den Waffenhandel", die auch vom Bund für Soziale Verteidigung (BSV) getragen wird, hat auf dem Katholikentag in Mannheim mit seinen Straßentheateraktionen und dem "Besuch" bei der Veranstaltung mit der Kanzlerin Merkel für Aufsehen gesorgt.
Auch Stephan Brües, Ko-Vorsitzender des BSV, war an der Aktion beteiligt.
"Wir wollten die Kanzlerin bei ihrem Input zum Forum über den demographischen Wandel nicht stören", sagt Brües. "Wir haben daher erst still, und dann, als sie ihre Rede beendet hatte, lautstark darauf hinweisen, dass ihre Politik der Rüstungsexporte wenig christlich ist."
Auch das Straßentheater speziell zur Kampagne gegen den Rüstungsexport von bis zu 270 Leopard-2-Panzer nach Saudi Arabien hat in der Mannheimer Fußgängerzone oder auch am Wasserturm große Aufmerksamkeit erregt. Dieser Deal wurde von niemandem gutgeheißen. Die federführend von AktivistInnen von Pax Christi und dem Heidelberger Friedensratschlag initiierte Theateraktion suchte auch eine Deutsche Bank-Filiale heim, nachdem der erste kurze Teil problemlos aufgeführt werden konnte, kam der Filialleiter herbei und schmiss die AktivistInnen heraus.


RUNDREISE MIT MAIKEL NABIL SANAD

(BSV) Die Rundreise mit dem ägyptischen Kriegsdienstverweigerer und Militärkritiker Maikel Nabil Sanad und seinem Bruder Mark Sanad am 21.-31.5. ist sehr erfolgreich verlaufen. Diese Tour wurde von ai, BSV, Connection e.V. und DFG-VK-Bildungswerk Hessen veranstaltet. Sie führte durch Köln, Bremen, Berlin, Hamburg, Leipzig, Lahnstein/Niederlahnstein, Mainz, Landshut und Ravensburg. Es gab Berichte u.a. in der Süddeutschen zeitung und in der Frankfurter Rundschau sowie Presseinformationen von Markus Löning, Menschenrechtsbeauftragter der Bundesregierung, und Klaus Brandner, Vorsitzender der deutsch-ägyptischen Parlamentariergruppe des Bundestages. Daneben traf Maikel auch den Vorsitzenden und weitere Mitglieder des Menschenrechtsausschuss des Bundestages.  
Weitere Informationen: www.Connection-ev.de


SPENDENBAROMETER

Friedensarbeit kostet Geld. Wir brauchen in diesem Jahr 80.000 Euro, um unsere Arbeit nicht einschränken zu müssen.
Bis Ende April haben wir Spenden in Höhe von 16.200 Euro erhalten. Das entspricht ca. 20 %.


NEWSLETTER UND ANDERE MEDIEN

Der Newsletter erscheint monatlich v.a. mit kurzen Meldungen. Wenn diese hier veröffentlicht werden sollen, schicken Sie / schickt ihr sie bitte bis Monatsende an die Redaktion: dosch@soziale-verteidigung.de.
Zum Bestellen oder Kündigen des Newsletters genügt eine E-Mail an die Geschäftsstelle: info(at)soziale-verteidigung.de.
Weitere Informationen gibt es im Rundbrief "Soziale Verteidigung" und auf der Website www.soziale-verteidigung.de.


HERAUSGEBER

Bund für Soziale Verteidigung e.V.
Schwarzer Weg 8, 32423 Minden
Tel. 0571 29456, Fax 0571 23019
Spendenkonto: Kto.-Nr. 89420814, Sparkasse Minden/Lübbecke,
BLZ 49050101, IBAN DE73 49050101 0089 420814, SWIFT WELADED1MIN
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