NEWSLETTER MÄRZ 2012

BUND FÜR SOZIALE VERTEIDIGUNG E.V.

NEWSLETTER MÄRZ 2012


INHALT


NEUIGKEITEN
Mehr Geschlechter-Balance beim BSV

TERMINE
Veranstaltungsrundreise mit Maikel Nabil Sanad
Ostermarsch Rhein/Ruhr 2012
Nachtreffen ehemaliger PraktikantInnen des BSV

BERICHTE
Tagung "Ohne Helm lernt es sich besser"
Protest gegen Bundeswehr auf Berufsmesse

VERÖFFENTLICHUNGEN
Positionspapier zur Friedensbildung in Nordrhein-Westfalen

SPENDENBAROMETER



NEUIGKEITEN

MEHR GESCHLECHTER-BALANCE BEIM BSV

(BSV) Die BSV-Tagung "Vater im Krieg, Mutter in Pommerland? Geschlechterverhältnisse in Krieg und Frieden" am 16.-18. März 2012 im Jugendgästehaus Dortmund war ein Erfolg. Nicht nur weil über 50 Menschen teilnahmen; nicht nur weil diese aus der Friedensbewegung im Allgemeinen, der Frauenfriedensbewegung im Besonderen, der Friedens- sowie der Gender-Forschung und der Friedensarbeit kamen; nicht nur weil diese einen intensiven Dialog führten.
Als ein Ergebnis der Tagung gründete der BSV auch einen Gender-Gesprächskreis, der Nicht-Mitgliedern offen steht. Daneben konnte bei den anschließenden Nachwahlen die Männerlücke im BSV-Vorstand gefüllt werden: Stephan Brües, freiberuflicher Redakteur aus Wiesloch bei Heidelberg, wurde Ko-Vorsitzender neben Ute Finckh aus Berlin. Andreas Dieterich, Mitarbeiter bei Brot für die Welt aus Stuttgart, rückte für ihn als Beisitzer in den Vorstand nach.


TERMINE

VERANSTALTUNGSRUNDREISE MIT MAIKEL NABIL SANAD

(Connection e.V.) BSV, Connection e.V. und das DFG-VK-Bildungswerk Hessen bieten im Juni 2012 Veranstaltungen mit dem ägyptischen Kriegsdienstverweigerer und Militärkritiker Maikel Nabil Sanad und seinem Bruder Mark Sanad an. Sie können mit ihren kritischen Positionen zum Militär, den Aktivitäten zur Kriegsdienstverweigerung und in der Demokratiebewegung sowie mit einer deutlichen Position gegen Nationalismus ein differenziertes Bild über die Lage in Ägypten liefern. Informations- und Diskussionsveranstaltungen können im Zeitraum vom 4.-22. Juni über das Formular www.Connection-ev.de/projekt-egypt-form gebucht werden.


OSTERMARSCH RHEIN/RUHR 2012

(DFG-VK NRW) Die Vorbereitungen für den Ostermarsch Rhein/Ruhr 2012 laufen auf Hochtouren.  Der Aufruf unter dem Motto "Ja zur zivilen Lösung der Zukunftsprobleme - Nein zu Krieg, Atomrüstung und innerer Militarisierung - Nein zur NATO" ist unter www.ostermarsch-ruhr.de aufrufbar. Flyer, Buttons und Plakate sind im Büro der DFG-VK NRW und bei den örtlichen Friedensinitiativen erhältlich.
Bei den 15 Auftakt-, Zwischen und Abschlusskundgebungen werden wieder eine Reihe spannender RednerInnen zu den Themen des Marsches Stellung nehmen. So spricht in Düsseldorf am Ostersamstag die Journalistin Karin Leukefeld zu den aktuellen Konflikten im Nahen Osten. Am Ostersonntag spricht der Landesgeschäftsführer der DFG-VK, Joachim Schramm in Essen zum Thema "atomwaffenfrei jetzt". Am Ostermontag wird beim Abschluss in Dortmund Helga Schwitzer vom IG Metall Hauptvorstand reden. Das komplette Programm mit allen RednerInnen und die komplette Route gibt es unter  www.nrw.dfg-vk.de/dokumente/OM%20Flyer%20Druck_fr_op.pdf.


NACHTREFFEN EHEMALIGER PRAKTIKANTINNEN DES BSV

(Irina Yilmaz) Am Samstag, den 30. Juni 2012, lädt der BSV alle seine ehemaligen PraktikantInnen und Freiwilligen zu einem Wiedersehen ein. Ort des Treffens ist das Tor I am Salzbergwerk Gorleben. Das Nachtreffen wird im Rahmen der Aktion gorleben365 stattfinden, eine einjährige gewaltfreie Protestaktion gegen Gorleben als Atommüllendlager. Inhalt des Treffens wird auch ein Workshop zu zivilem Ungehorsam sein. Alle Ehemaligen, die wir bisher nicht erreichen konnten, sind auch auf diesem Wege herzlich eingeladen zu kommen und können sich für mehr Informationen an die Geschäftsstelle des BSV wenden.   


BERICHTE

TAGUNG "OHNE HELM LERNT ES SICH BESSER"

(Joachim Schramm) Die Tagung des Bündnisses Schule ohne Bundeswehr NRW am 17. März in Düsseldorf hat interessante Diskussionen und einige konkrete Ergebnisse gebracht.
Besonders die Podiumsdiskussion spiegelte noch einmal den Widerstreit wider zwischen der Position der Ablehnung der Bundeswehr an Schulen einerseits und der Position der Kritik, doch nicht des Verbots der Bundeswehr an Schulen  andererseits, selbst in einer Organisation wie der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.
In der Diskussion über Perspektiven der weiteren Arbeit des Bündnisses wurde vor allem die Funktion als Infobörse für Aktionen und Termine betont. Auch die Idee von Wahlprüfsteinen für die anstehende Landtagswahl wurde eingebracht.
Im letzten Tagungsteil - der Aktionsplanung - wurde verabredet, bei einer der großen Berufsmessen für Schüler im Herbst eine gemeinsame größere Aktion auf die Beine zu stellen. Dazu soll es im April ein erstes Vorbereitungstreffen geben, zu dem noch extra eingeladen wird.


PROTEST GEGEN BUNDESWEHR AUF BERUFSMESSE

(BSV) Vom 22. bis 24. März fand in der Kampa-Halle in Minden die Berufsinformationsmesse "Go Future" statt. MitarbeiterInnen des BSV und Mitglieder der Grünen Jugend Minden-Lübbecke brachten dort unter dem Motto "No Future Bundeswehr - Kein Werben fürs Sterben" ihrer Ablehnung gegenüber der Selbstdarstellung der Bundeswehr zum Ausdruck.
Zunächst verteilten sie auf dem Messegelände Informationsflyer an SchülerInnen, LehrerInnen und AusstellerInnen. Dann stellten sie sich mit ihren Motto-Schildern vor den Stand der Bundeswehr. Schließlich probierten sie mit Wasserpistolen bei den auf dem Außengelände ausgestellten Militärfahrzeugen die berufstypische Tätigkeiten des Schießens auf Menschen aus, wie es die Messe für viele andere Stände außer diesem versprach. Zu ihrem Bedauern wurden sie ziemlich zügig von dem Sicherheitspersonal sowohl aus der Halle als auch vom Außengelände verwiesen.


VERÖFFENTLICHUNGEN

POSITIONSPAPIER ZUR FRIEDENSBILDUNG IN NORDRHEIN-WESTFALEN

(BSV) Das Netzwerk Friedensbildung NRW hat ein Positionspapier als Grundlage für die Weiterarbeit beschlossen. In diesem Papier setzt es sich ein für eine bessere Friedensbildung an den Schulen in Nordrhein-Westfalen. Diese umfasst die Auseinandersetzung sowohl mit der Kritik an militärischer als auch mit der Alternative von ziviler Konfliktbearbeitung. Das Netzwerk bezieht sich dabei auch auf den Auftrag der "Erziehung zur Friedensgesinnung" aus der Landesverfassung. Mittel zu diesem Zweck sollen die Vermittlung und Qualifizierung geeigneter Referenten/-innen und die Überarbeitung vorhandener Materialien sein. Wichtig ist dem Bündnis noch, dass "eine eigene Kooperationsvereinbarung mit dem Schulministerium nicht angestrebt" wird.
www.soziale-verteidigung.de/news/meldungen/positionspapier-zur-friedensbildung-in-nordrhein-westfalen/


SPENDENBAROMETER

Friedensarbeit kostet Geld. Wir brauchen in diesem Jahr 80.000 Euro, um unsere Arbeit nicht einschränken zu müssen.
Bis Ende Januar haben wir Spenden fast 9.400 Euro erhalten. Das entspricht fast 12 %.


NEWSLETTER UND ANDERE MEDIEN

Der Newsletter erscheint monatlich v.a. mit kurzen Meldungen. Wenn diese hier veröffentlicht werden sollen, schicken Sie / schickt ihr sie bitte bis Monatsende an die Redaktion: dosch@soziale-verteidigung.de.
Zum Bestellen oder Kündigen des Newsletters genügt eine E-Mail an die Geschäftsstelle: info(at)soziale-verteidigung.de.
Weitere Informationen gibt es im Rundbrief "Soziale Verteidigung" und auf der Website www.soziale-verteidigung.de.


HERAUSGEBER

Bund für Soziale Verteidigung e.V.
Schwarzer Weg 8, 32423 Minden
Tel. 0571 29456, Fax 0571 23019
Spendenkonto: Kto.-Nr. 89420814, Sparkasse Minden/Lübbecke,
BLZ 49050101, IBAN DE73 49050101 0089 420814, SWIFT WELADED1MIN
Bürozeiten: montags bis freitags 9.00-15.00 Uhr