NEWSLETTER FEBRUAR 2012

BUND FÜR SOZIALE VERTEIDIGUNG E.V.

NEWSLETTER FEBRUAR 2012


INHALT


TERMINE
PAXX-Aktionstraining: Bitte schnell anmelden!
Studientag zum Training in Gewaltfreier Aktion
Treffen der deutschen Arbeitsgruppe zur Nonviolent Peaceforce
Jahrestagung 2012 des Versöhnungsbunds
 
NEUIGKEITEN
Erklärung zur Friedens- statt Kriegspolitik im Irankonflikt
Belarus: Haft für schlagenden Polizisten
Helmar Lorenz verstorben
forumZFD ist umgezogen

VERÖFFENTLICHUNGEN
Neues Infoblatt zu Syrien

SPENDENBAROMETER



IN EIGENER SACHE

Es sind noch Plätze frei bei unserer Tagung "Vater im Krieg, Mutter in Pommerland?

Geschlechterverhältnisse in Krieg und Frieden" am 16.-18. März 2012 im Jugendgästehaus

Adolpg Kolping, Silberstr., Dortmund. Anmeldungen sind noch per Telefon (0571 29456) oder

E-Mail (info@soziale-verteidigung.de) möglich. Das Programm findet sich unter

www.soziale-verteidigung.de.


TERMINE


PAXX-AKTIONSTRAINING: BITTE SCHNELL ANMELDEN!

(Stephan Brües) Am ersten Wochenende im März ist es soweit - das zweite PAXX-Aktionstraining

findet in Mannheim statt. Auch wenn hier im Newsletter schon häufiger darauf verwiesen

wurde: Sagt es weiter, meldet Euch an!
Eine praktisch orientiertere Veranstaltung werdet Ihr so schnell nicht bekommen:

Videoworkshop, Großpuppenbau, Straßentheater, Kreative Aktionsformen inklusive

Argumentationshilfen, Banner-Workshop: gute Slogans ersinnen und malen, Presseworkshop,

Gestaltung von Flyern
Diese Workshops stehen zum Teil im Zusammenhang mit einer politischen Aktivität an dem

Wochenende und werden ansonsten Anregungen für weitere kreative Friedensaktionen liefern.
Den Start am Freitag machen eine Einführung in die Thematik Schulfrei für die Bundeswehr und

rechtliche Hinweise für politische Aktionen.
Hinzu kommen in einer öffentlichen Veranstaltung am Samstagabend ab 19.00 Uhr mit Vorträgen

zu den Themen "Gewaltfrei und solidarisch! Friedensbildung in der Schule" und "Zivilklausel

an Universitäten"; abends gibt es eine Party.
Mehr Infos auf www.paxx-action.net und auf Facebook

www.facebook.com/events/162531710430601/#!/events/285590914820601/


STUDIENTAG ZUM TRAINING IN GEWALTFREIER AKTION

(Achim Schmitz) Das Archiv Aktiv und das Institut für Friedensarbeit und Gewaltfreie

Konfliktaustragung (IFGK) veranstalten am Samstag, 28. April 2012, 10-17 Uhr einen

Studientag. Wir wollen die Entwicklung des Trainings in Gewaltfreier Aktion betrachten und

die momentane Situation analysieren. Zum Studientag laden wir TrainerInnen, Teilnehmende an

Trainings und ForscherInnen ein.
Ablauf (Auszug):
Input 1: Wie entwickelten sich gesellschaftliche Strömungen sozialer Bewegungen und Visionen

von Gewaltfreiheit beim Training in Gewaltfreier Aktion seit den 1970er Jahren? (Achim

Schmitz, IFGK)
Input 2: Trainingsarbeit heute - Erfahrungen und Herausforderungen in Trainings für

gewaltfreie Aktion (Renate Wanie, Werkstatt für Gewaltfreie Aktion, Baden)
"Weltcafé" z. B. mit folgenden Fragen: Wie haben sich die Trainings weiter entwickelt? Rolle

von Vorbereitungstrainings für gewaltfreie Aktionen - wie wichtig sind sie für eine

erfolgreiche Aktion? Welche Konsequenzen für das Training wollen wir aus den Erfahrungen mit

Straßburg (NATO) ziehen? Wie ist das Verhältnis der Trainings in gewaltfreier Aktion zu

anderen Trainings? Welche Erwartungen und Standards gibt es heute?
Ort: Archiv Aktiv, Normannenweg 17-21 (Eingang im Hinterhof), 20357 Hamburg
Anmeldung: CSchweitzerIFGK@aol.com (möglichst bis 1. April 2012)
Teilnahmebeitrag: 10 Euro


Treffen der deutschen Arbeitsgruppe zur Nonviolent Peaceforce

Das Treffen findet statt am 30. März um 11-17 Uhr im Raum 6 des Kulturzentrums Pavillon,

Lister Meile, Hannover (nahe dem Hauptbahnhof).
Auf der Tagesordnung stehen unter anderem folgende Punkte: NP International - Vorstand und

Projekte, NP Europe/EN.CPS - mögliches Treffen, 10 Jahre NP - mögliche Feier in Deutschland,

Werbung für die Ausstellung und andere Öffentlichkeitsarbeit.
Weitere Information und Anmeldung: Stephan Brües, stephan.bruees@gmx.de


JAHRESTAGUNG 2012 DES VERSÖHNUNGSBUNDS

(Versöhnungsbund) Die nächste Jahrestagung zum Thema "Zivilgesellschaftliche Wachsamkeit:

sehen - hören - widersprechen" findet statt am 17.-19. Mai 2012 im KiEZ Arendsee, Am

Lindenpark 4-7, 39619 Arendsee.
Zivilgesellschaftliche Wachsamkeit ist eine wesentliche Haltung im  Einsatz für Frieden und

Gerechtigkeit. Sie ist Ausdruck einer Sensibilität für gesellschaftliches Unrecht sowohl

innerhalb des Bereiches der Zivilgesellschaft als auch im Verhältnis zum Staat.
Es geht um die Fähigkeit und den Mut zu sehen, was gerne übersehen wird - etwa die

Diskriminierung und Ausgrenzung von Minderheiten und generell der Schwachen - zu sagen, was

nicht gerne gehört wird - zum Beispiel die Offenlegung von Korruption, das Fehlverhalten von

Vorgesetzten und Leitungspersonen in Wirtschaft und Staat - aufzustehen, wo Widerspruch und

Widerstand angesagt sind.
In Vorträgen und Arbeitsgruppen wollen wir uns vor allem mit beispielhaftem Verhalten von

einzelnen und kleinen Gruppen beschäftigen, die diese Wachsamkeit vorleben.
Anmeldungen sind demnächst unter www.versoehnungsbund.de möglich.
Anmeldeschluss ist dann der 10. April 2012.


NEUIGKEITEN

ERKLÄRUNG ZUR FRIEDENS- STATT KRIEGSPOLITIK IM IRANKONFLIKT

(Kooperation für den Frieden) Der Irankonflikt spitzt sich mit der Verschärfung der

Sanktionen, den Vorbereitungen Israels für Luftschläge, der verstärkten Präsenz von

US-Kriegsschiffen in der Region und Gegendrohungen Irans zu.
Die Kooperation für den Frieden wirbt deshalb um Unterstützung für eine Erklärung aus der

Friedensbewegung und der Friedensforschung: "Friedens- statt Kriegspolitik im Irankonflikt -

Sanktionen und Kriegsdrohungen sofort beenden".
Die Initiative dazu haben Andreas Buro, Christoph Krämer und Mohssen Massarat ergriffen.
Im Netz findet sich das PDF-Dokument unter:

www.koop-frieden.de/dokumente/iran-erklaerung.pdf. Eine HTML-Version des Textes findet sich

unter www.friedenskooperative.de/themen/iranerkg.htm. Rückmeldungen zur Unterschrift gehen

an die dafür eingerichtete Mailadresse: iranerklaerung@koop-frieden.de. Am besten sollte die

Erklärung online gezeichnet werden. Das Online-Formular findet sich unter:

www.friedenskooperative.de/cgi-bin/iran.pl.
Wir bitten um weitere Verbreitung und Unterstützung. Ziel ist auch eine Veröffentlichung als

Zeitungsanzeige(n). Die Möglichkeiten dazu hängen natürlich auch von der finanziellen

Beteiligung der UnterstützerInnen ab.


BELARUS: HAFT FÜR SCHLAGENDEN POLIZISTEN

(Björn Kunter) In Belarus ist Gewalt gegen Oppositionelle an der Tagesordnung. Angesichts

der zunehmenden Proteste gegen die Herrschaft Alexander Lukaschenkos wurde dem Geheimdienst

KGB im Herbst sogar per Gesetz Straflosigkeit bei der Verfolgung von Regierungsfeinden

zugesichert. Großes Aufsehen erregte daher, dass Ende Februar mit dem ehemaligen

Polizeimajor Dinas Linkus ein bekannter Peiniger zu vier Jahren Haft verurteilt wurde.

Linkus hatte unter anderem im April letzten Jahres die von ihm inhaftierten belarussischen

Oppositionellen Walera Schtschukin und Olga Karatsch geschlagen und mit Vergewaltigung

bedroht. Olga Karatsch erklärt in einem Interview: "Die Haft für den Polizisten ist ein

Ergebnis unserer Arbeit."


Helmar Lorenz verstorben

Helmar Lorenz ist vor einigen Tagen nach längerer Krankheit an seinem Wohnort in den

Niederlanden verstorben. Er war dem BSV seit seiner Gründung verbunden und hat an einigen

Jahrestagungen teilgenommen.


FORUM ZFD IST UMGEZOGEN

(Helga Tempel) Das Forum Ziviler Friedensdienst (forumZFD), die BSV-"Tochterorganisation",

ist Anfang des Jahres nach Köln in ein eigenes Haus umgezogen, weil das bisherige Domizil in

Bonn für den expandierenden Mitarbeiterstab schon seit Monaten zu klein war. Das große,

moderne Bürohaus in Köln-Ehrenfeld konnte von einer Darlehensgeber-Gemeinschaft zu günstigen

Konditionen erworben werden. Fast fünfzig Freunde und Förderinnen des forumZFD und zwei

Stiftungen trugen eine beträchtliche Summe auf Darlehensbasis zum Kauf des Hauses zusammen.

Statt einer "verlorenen" Miete übernimmt der Verein nun die Tilgungsraten einschl. moderater

Zinszahlungen und erwirbt schrittweise die Eigentümerschaft an dem 10 Jahre alten Haus.

Schaut doch einfach mal vorbei!
Zur offiziellen Einweihung des Hauses am Samstag, dem 12. Mai, ab 15 Uhr, seien schon jetzt

alle, die dem Forum nahe stehen, herzlich eingeladen.
Neue Anschrift: Am Kölner Brett 8, 50825 Köln


VERÖFFENTLICHUNGEN

NEUES INFOBLATT ZU SYRIEN

(BSV) Zur aktuellen Situation rund um den Konflikt in Syrien hat der BSV ein neues

Informationsblatt herausgegeben. Geschrieben wurde es von Christine Schweitzer, die neben

ihrer Tätigkeit als BSV-Vorstandsmitglied und als Mitarbeiterin im "Institut für

Friedensarbeit und Gewaltfreie Konfliktaustragung" auch Vertreterin des BSV im Beirat der

Initiative "Adopt a Revolution" ist.
Das Blatt stellt eben diese Initiative, die versucht den zivilen Widerstand in Syrien zu

stärken, vor. Darüber hinaus wird neben der Beschreibung der Hintergründe und des Verlaufes

des Konflikts auch noch versucht, die Handlungsmöglichkeiten der Zivilgesellschaft

aufzuzeigen und ein Ausblick auf die möglichen weiteren Entwicklungen zu geben.
Das Infoblatt kann kostenlos im BSV-Büro bestellt oder unter

www.soziale-verteidigung.de/news/meldungen/infoblatt-syrien-zwischen-buergerkrieg-und-gewalt

freiem-aufstand kostenlos runtergeladen werden.


SPENDENBAROMETER

Friedensarbeit kostet Geld. Wir brauchen in diesem Jahr 82.000 Euro, um unsere Arbeit nicht

einschränken zu müssen.
Bis Ende Januar haben wir Spenden über 5.100 Euro erhalten. Das entspricht ca. 6 %.


NEWSLETTER UND ANDERE MEDIEN

Der Newsletter erscheint monatlich v.a. mit kurzen Meldungen. Wenn diese hier veröffentlicht

werden sollen, schicken Sie / schickt ihr sie bitte bis Monatsende an die Redaktion:

dosch@soziale-verteidigung.de.
Zum Bestellen oder Kündigen des Newsletters genügt eine E-Mail an die Geschäftsstelle:

info(at)soziale-verteidigung.de.
Weitere Informationen gibt es im Rundbrief "Soziale Verteidigung" und auf der Website

www.soziale-verteidigung.de.


HERAUSGEBER

Bund für Soziale Verteidigung e.V.
Schwarzer Weg 8, 32423 Minden
Tel. 0571 29456, Fax 0571 23019
Spendenkonto: Kto.-Nr. 89420814, Sparkasse Minden/Lübbecke,
BLZ 49050101, IBAN DE73 49050101 0089 420814, SWIFT WELADED1MIN
Bürozeiten: montags bis freitags 9.00-15.00 Uhr