NEWSLETTER JANUAR 2012

BUND FÜR SOZIALE VERTEIDIGUNG E.V.

NEWSLETTER JANUAR 2012


INHALT


TERMINE
BSV-Tagung zu Geschlechterverhältnissen
Strategiekonferenz der Kooperation für den Frieden
Peace Action Trainings PAXX 2
 
NEUIGKEITEN
Maikel Nabil Sanad ist frei!
Frankfurter Studierende für "Zivilklausel"
 
VERÖFFENTLICHUNGEN
Aufführung des Filmes "Peace&You&aVideo"

SPENDENBAROMETER




TERMINE

BSV-TAGUNG ZU GESCHLECHTERVERHÄLTNISSEN

Der BSV lädt zu seiner Tagung ein unter der Überschrift "Vater im Krieg, Mutter in Pommerland? Geschlechterverhältnisse in Krieg und Frieden" am 16.-18.3.2012 in Dortmund.
Will Friedensarbeit effektiv und nachhaltig sein, müssen die geschlechtsspezifischen Zusammenhänge berücksichtigt werden. Auf unserer Tagung möchten wir darüber diskutieren, wie sich die Rollen von Frauen und Männern und die jeweiligen Erwartungen an sie auf bewaffnete Konflikte und ihre Lösungsansätze auswirken und wie sie dementsprechend in Konzepten zur Prävention und  Beseitigung von Kriegen und Konflikten sowie zur Friedenskonsolidierung (stärker) beachtet werden müssen.
Tagungsort: Jugendgästehaus Adolph Kolping, Silberstr. 24-26, 44137 Dortmund
Anmeldung: bitte bis zum 20.02.2012 an den BSV, Schwarzer Weg 8, 32423 Minden, Tel.: 0571 29456, Fax: 0571 23019, E-Mail: info@soziale-verteidigung.de
Weitere Information im Flyer, der im BSV-Büro bestellt oder auf der Website heruntergeladen werden kann: www.soziale-verteidigung.de/news/meldungen/bsv-tagung-zu-geschlechterverhaeltnissen/


STRATEGIEKONFERENZ DER KOOPERATION FÜR DEN FRIEDEN

Nicht zu bestreiten ist, dass ein wesentlicher Faktor für Kriege, die "Geisel der Menschheit" (UN-Charta von 1948), die Millionen von Todesopfern fordert, in ökonomischen Interessen zu finden ist.
Die Friedensbewegung und VertreterInnen alternativer Ökonomiekonzepte müssen sich verstärkt mit den wirtschaftlichen Hintergründen und Bedingungen des Krieges beschäftigen.
Das tut die Strategiekonferenz der Kooperation für den Frieden "Ökonomie und Krieg" am 11. Februar 2012 im Roncalli-Haus in Magdeburg.
Neben der Ursachenanalyse wird die Tagung Alternativen und vielfältige praktische Handlungsansätze zur Diskussion stellen. Sie wird eine Zukunftsvision vorstellbarer machen: statt an ungehemmter Bereicherung Weniger, eine die Natur schonende, solidarische und an den elementaren menschlichen Bedürfnissen aller orientierte Produktion und Konsumtion.
Schon am Freitag, 10. Februar 2012, findet um 20.00 Uhr ein Vortrag von Werner Rätz (attac) zum Thema "Die Ökonomie als Kriegsmotor - Perspektiven zu ihrer Befriedung" statt.
An der Tagung selbst wirken u.a. mit Prof. Dr. Andreas Buro, Harald Bender, Jürgen Grässlin, Andrea Kolling, Jutta Sundermann und Reiner Braun
Tagungsadresse: Roncalli-Haus, M.-J.-Metzger-Str. 12/13, 39104 Magdeburg
Tagungsbeitrag: 20 Euro, ermäßigter Beitrag 10 Euro, Förderbeitrag 30 Euro
Informationen zu Übernachtungsmöglichkeiten: bei Anmeldung     
Anmeldung: Kooperation für den Frieden, Römerstr. 88 53111 Bonn, Tel. 0228 692904, info@koop-frieden.de, www.koop-frieden.de


PEACE ACTION TRAININGS PAXX 2

Wir möchten euch noch einmal auf die Aktionskonferenz am 2.-4. März 2012 im Jugendkulturzentrum FORUM in Mannheim hinweisen, die sich mit dem Thema „Bundeswehr an Schulen“ auseinandersetzt. Sie wird auch vom BSV aktiv unterstützt.
Auf der Konferenz geht es darum, sich mit verschiedenen Möglichkeiten im Umgang mit der Präsenz der Bundeswehr an Schulen auseinanderzusetzen. Auch die Frage nach Friedensbildung in Schulen wird am Samstag Abend aufgegriffen (Unser ehemaliger BSV-Vorsitzende, Bernhard Nolz, hat zugesagt).
Bitte nutzt eure verschiedenen Wege der Werbung (Homepages, Mailings, Facebook und co.).
Informationen: > aktuelles Programm: www.paxx-action.net/upload/programm.pdf
> Flyer: www.paxx-action.net/upload/flyer.pdf
> PAXX on Facebook: www.facebook.com/events/285590914820601/
Unterstützung (Mindestbeitrag 20 Euro): DFG-VK Baden-Württemberg, Konto-Nr. 4006161739, GLS Bank, BLZ 43060967, Stichwort PAXX 2012
Anmeldung: Roland Blach, DFG-VK Baden-Württemberg, ba-wue@dfg-vk.de, www.paxx-action.net


NEUIGKEITEN

MAIKEL NABIL SANAD IST FREI!

Manchmal gibt es auch gute Nachrichten, Erfolge und Gründe zur Freude. Am 24. Januar ist der ägyptische Publizist und Pazifist Maikel Nabil Sanad aus der Haft entlassen worden. Kurz zuvor ist er mit fast 2000 anderen Gefangenen durch den Obersten Militärrat Ägyptens begnadigt worden. Die Gründe dafür liegen zum einen generell darin, dass das Militär der Revolution Zugeständnisse machen musste, zum anderen aber auch speziell in dem langen Hungerstreik Maikels und dem enormen Engagement ausländischer Aktivist_innen. Maikel bedankte sich sehr bei ihnen in einer ersten Stellungnahme nach seiner Freilassung:  www.youtube.com/watch. Auch der BSV hat ihn im letzten Jahr unterstützt und zuletzt eine Patenschaft von Klaus Brandner, SPD-MdB und Vorsitzender der Deutsch-Ägyptischen Parlamentariergruppe, vermittelt.
Maikel Nabil Sanad wurde im März 2011 wegen seiner Kritik am Militär während der Revolution auf seinem Blog verhaftet und im April wegen Beleidigung des Militärs zu drei Jahren Haft verurteilt, was nach Beginn seines Hungerstreiks im August im Berufungsverfahren im Dezember auf zwei Jahre verkürzt wurde. Maikel hat sowohl die Verhaftung, die Verurteilung, die Berufung als auch die Begnadigung abgelehnt, weil er nichts verbrochen, sondern nur seine freie Meinung geäußert hat.


FRANKFURTER STUDIERENDE FÜR "ZIVILKLAUSEL"

76,3 % der Studierenden der Goethe-Universität Frankfurt am Main sprechen sich für die Aufnahme einer Zivilklausel in die Grundordnung der Universität aus. Damit fordern die Studierenden die Uni auf, keine Kooperationen oder Drittmittelprojekte mit der Rüstungsindustrie oder Bundeswehr einzugehen oder durchzuführen.
Am Donnerstag den 26.01.2012 endete die Abstimmung, die im Rahmen der Wahlen für das Studierendenparlament, die Fachbereichsräte und die Fachschaftenkonferenz an der Goethe Universität stattfand. Der Text, über den im Rahmen der Uni-Wahlen abgestimmt wurde, lautet: "Ich spreche mich dafür aus, dass der Senat, das Präsidium und der Hochschulrat der Universität folgenden Passus in die Grundordnung der Goethe-Universität Frankfurt am Main aufnehmen: "Die Goethe-Universität Frankfurt ist eine Universität, an der Lehre, Forschung und Studium zivilen und friedlichen Zwecken dienen.""
Nach dem vorläufigen Endergebnis sprachen sich 76,3 % der Studierenden für eine Zivilklausel und 12,6 % dagegen aus. 11,1 % enthielten sich.
In allen Fachbereichen der Universität gibt es demnach eine deutliche Mehrheit für friedliche und zivile Lehre und Forschung und gegen Kooperationen mit Bundeswehr und Rüstungsindustrie.
Bereits im Vorfeld hatte die Universität über ihren Pressesprecher Olaf Kaltenborn verlauten lassen, sie werde die Willenserklärung der Studierenden sehr ernst nehmen.
Weitere Informationen auf der Seite des AK-Zivil Frankfurt


VERÖFFENTLICHUNGEN

AUFFÜHRUNG DES FILMES "PEACE&YOU&VIDEO"

Die Aufführungen fanden am 20.12.2011 in den Tilsiter Lichtspielen und 5.1.2012 im Vetomat in Berlin statt. Sie waren gut besucht und in Online-Medien besprochen.
Peace&You&aVideo ist ein Filmprojekt, das versucht, verschiedene Aspekte des Themas Frieden und Krieg durch Interviews wie z.B. mit einem ehemaligen Soldaten, Flüchtlingen und Journalisten zu beleuchten. Das Video ist teilweise online gestellt auf YouTube: www.youtube.com/watch
Organisiert wurde das Projekt durch den Bund für Soziale Verteidigung, gefördert durch die "Aktion Mensch" und produziert durch das Medienprojekt Berlin (www.medienprojekt-berlin.de).
 

SPENDENBAROMETER

Friedensarbeit kostet Geld. Wir brauchen in diesem Jahr 85.000 Euro, um unsere Arbeit nicht einschränken zu müssen.
Bis Ende Januar haben wir Spenden über 0 Euro erhalten. Das entspricht ca. 0 %.


NEWSLETTER UND ANDERE MEDIEN

Der Newsletter erscheint monatlich v.a. mit kurzen Meldungen. Wenn diese hier veröffentlicht werden sollen, schicken Sie / schickt ihr sie bitte bis Monatsende an die Redaktion: dosch@soziale-verteidigung.de.
Zum Bestellen oder Kündigen des Newsletters genügt eine E-Mail an die Geschäftsstelle: info(at)soziale-verteidigung.de.
Weitere Informationen gibt es im Rundbrief "Soziale Verteidigung" und auf der Website www.soziale-verteidigung.de.


HERAUSGEBER

Bund für Soziale Verteidigung e.V.
Schwarzer Weg 8, 32423 Minden
Tel. 0571 29456, Fax 0571 23019
Spendenkonto: Kto.-Nr. 89420814, Sparkasse Minden/Lübbecke,
BLZ 49050101, IBAN DE73 49050101 0089 420814, SWIFT WELADED1MIN
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