NEWSLETTER JUNI 2011

INHALT

TERMINE
Filmfestival „ueber Mut“ auch in Herford
„Stoppen wir den Krieg“ – in Nordschweden!
Herbsttagung Netzwerk Friedenssteuer

NEUIGKEITEN
Friedensforum fordert Umbenennung von Fritz-Haber-Institut

BERICHTE
Evaluierung des ZFD vorgestellt

VERÖFFENTLICHUNGEN
Neues Standardwerk zur gewaltfreien Aktion

SPENDENBAROMETER



TERMINE

FILMFESTIVAL "UEBER MUT" AUCH IN HERFORD

Noch bis November 2011 läuft das aktuelle Filmfestival der Aktion Mensch und ihrer KooperationspartnerInnen unter dem Motto „ueber Mut – Engagiert. Couragiert. Kontrovers“.
In den zehn Filmen des Festivals stehen Menschen im Mittelpunkt, die sich leidenschaftlich für ihren Traum von Veränderung einsetzen. Begleitet werden die Filmvorführungen von Publikumsdiskussionen und Expertengesprächen.
Das Programm des Festivals spielt jede Woche in einer anderen deutschen Stadt und ist vom 7. – 20. Juli in Herford zu Gast.
Dort ist die Friedens- und Flüchtlingsbegleitgruppe Herford Partnerin für den Film „Budrus“. Der Film erzählt von dem gewaltfreien Protest der BewohnerInnen des palästinensischen Dorfes Budrus, als die israelische Regierung 2003 einen Sperrwall auch auf palästinensischem Land errichtet. „Budrus“ zeigt dabei die Wut der DemonstrantInnen ebenso wie das Dilemma der israelischen SoldatInnen.

Der Film läuft am 12.Juli um 10 Uhr und 19 Uhr im Capitol Kino. Weitere Informationen unter: www.aktion-mensch.de/filmfestival/programm.php


„STOPPEN WIR DEN KRIEG“ – IN NORDSCHWEDEN!

(Kai-Uwe Dosch) Schweden gibt sich als neutrales Land, trotzdem wird in dem Land mit NATO-Partnern Krieg vorbereitet. Das gilt besonders für das Nordeuropäische Luftraum-Übungsgelände (North European Aerospace Testrange NEAT) in Nordschweden, Europas größtem Übungsgelände  mit bis zu 3000 qkm Landfläche. Es wird unter anderem genutzt für Übungen mit Luft-Boden- und Luft-Luft-Raketen sowie Drohnen – auch von der Bundeswehr.
Darum laden verschiedene Gruppen der europäischen Antikriegs- und Friedensbewegung zu verschiedenen Aktivitäten dagegen vom 22. bis zum 29. Juli 2011 nach Luleå in Nordschweden ein. Es wird ein Seminar, ein Camp und direkte Aktionen geben.
Das Programm des Seminars umfasst Diskussionen und Workshops zu fünf breiteren Themen: Militärbasen und -infrastruktur; Landrechte, Indigene und Militär; Militärisch-Industrieller Komplex; Krieg gegen Frauen; Arktis und Krieg um Ressourcen. Es sollen Referenten und Referentinnen nicht nur aus vielen Ländern Europas, sondern auch aus Amerika, Afrika und Asien mitwirken.
Nach dem Seminar kann man im Camp an gewaltfreien Aktionstrainings und an einer Bandbreite von Aktionen gegen NEAT selbst teilnehmen sowie sich mit Aktiven aus vielen Ländern austauschen.
Die Aktivitäten werden organisiert von der War Resisters‘ International und ihrer schwedischen Partner Ofog (Informationen auf Englisch: warstartshere.com/en).
Unter den deutschen WRI- und BSV-Partnern bietet die DFG-VK Hilfe bei der Planung der Reise an (Rückmeldungen: schwedencamp@dfg-vk.de).
Alle WRI-Partner wie DFG-VK und IFGK sind eingeladen schon zum WRI-Rat am 19.-21. Juli nach Luleå zu kommen (Anmeldungen: wri-irg.org/node/13105).


HERBSTTAGUNG NETZWERK FRIEDENSSTEUER

(Friedrich Heilmann) Vom 16. Bis zum 18. September 2011 findet die Herbsttagung des Netzwerks Friedenssteuer, die Arbeitstagung der Organe, in Rotenburg a.d.Fulda im „Haus der Begegnung“ statt. Zu dieser Arbeitstagung sind besonders alle Arbeitsgruppen-Leitenden und die „Beauftragten“ eingeladen. Wer darüber hinaus Interesse hat, tiefer in die Themen und Diskussionen im Netzwerk einzusteigen, ist herzlich willkommen.
Schnellstmögliche Anmeldung bitte an: Friedrich Heilmann, Seestr. 21, 15537 Erkner, Tel. 03362 503071, Fax -27491, Mobil 0163 5030710



NEUIGKEITEN

FRIEDENSFORUM FORDERT UMBENENNUNG VON FRITZ-HABER-INSTITUT

(BSV) Das Bremer Friedensforum unterstützt die Initiative der Bremer Professoren Wolfram Thiemann und Dieter Wöhrle, das »Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft« in Berlin, das in diesem Jahr sein hundertjähriges Bestehen begeht, umzubenennen. Der Chemiker Fritz Haber war maßgeblich mit verantwortlich für Entwicklung und Einsatz von Giftgas im Ersten Weltkrieg. Er selbst hat sich 1915 nach Belgien an die Front begeben, um sich von der Wirkung des Giftgases nach dem ersten Einsatz zu überzeugen. Es kamen dabei über 1000 Menschen ums Leben, etwa 10000 wurden verletzt. Er selbst war von dem Erfolg begeistert. 1925 wurde Giftgas in einem völkerrechtlichen Abkommen, dem sogenannten »Genfer Protokoll«, für Kriegseinsätze geächtet. Das Bremer Friedensforum schlägt vor, das Institut nach dem US-amerikanischen Chemiker Linus Pauling zu benennen, der 1954 den Nobelpreis für Chemie und 1963 den Friedensnobelpreis als besondere Auszeichnung für seinen Einsatz gegen Atomwaffentests erhielt.
Weitere Informationen: www.wissenschaft-und-frieden.de/seite.php



BERICHTE

EVALUIERUNG DES ZFD VORGESTELLT

(Konsortium ZFD) Der Zivile Friedensdienst (ZFD) sei ein wirksames und wichtiges Instrument der deutschen Friedens- und Entwicklungspolitiks, so das Ergebnis einer umfassende Evaluierung des ZFD, die jetzt vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) vorgelegt wurde. Durchgeführt wurde die Evaluierung von einem unabhängigen Schweizer Forschungsinstitut.
Die beteiligten Organisationen nehmen die Ergebnisse der Untersuchung positiv auf. „Die Kritik und die Empfehlungen aus der Evaluierung sind für den Zivilen Friedensdienst wichtig. Wir nehmen sie gern auf und wollen sie mit dem BMZ gemeinsam umsetzen“, kommentiert Jürgen Deile vom Konsortium ZFD, in dem sich die Trägerorganisationen des Zivilen Friedensdienstes zusammengeschlossen haben.
Der ZFD sei lokal verankert, verwende seine Mittel solide und leiste einen wichtigen Beitrag zur gewaltfreien Konflikttransformation.
Die deutsche Zusammenfassung der Evaluierung steht unter folgendem Link zum Abruf bereit:
www.bmz.de/de/publikationen/reihen/evaluierungen/index.html



VERÖFFENTLICHUNGEN

NEUES STANDARDWERK ZUR GEWALTFREIEN AKTION

(Kai-Uwe Dosch) Wer schon immer einmal wissen wollte, wer die wichtigsten deutschen VertreterInnen der gewaltfreien Aktion sind, kann sich jetzt einfach die Liste der AutorInnen des Buches „Gewaltfreie Aktion Erfahrungen und Analysen“ ansehen. Die Beiträge stammen unter anderem von Andreas Buro, Theodor Ebert, Christian Führer und Hildegard Goss-Mayr. Und wer etwas wissen will über die gewaltfreie Aktion selbst, kann das Buch selbst lesen – und findet sicher, was er sucht. Denn das von Reiner Steinweg und Ulrike Laubenthal herausgegebene Werk ist im wahrsten Sinne des Wortes umfassend. Es geht um viele Beispiele und deren Lehren, um innergesellschaftliche und internationale Konflikte, um Definitionen und Strategien, um Praktisches und Kritisches. Und wer sich in dieser Fülle verloren vorkommt, denen hilft die gut gegliederte Einleitung der HerausgeberInnen unter der Überschrift „Kernpunkte“ mit vielen Verweisen auf einzelne Beiträge.
Das Buch ist neu erschienen im Verlag Brandes & Apsel, Frankfurt a.M. (ISBN 978-3-86099-689-8)



SPENDENBAROMETER

Friedensarbeit kostet Geld. Wir brauchen in diesem Jahr 85.000 Euro, um unsere Arbeit nicht einschränken zu müssen.
Bis Ende Juni haben wir Spenden über 32.000 Euro erhalten. Das entspricht ca. 38%.


NEWSLETTER UND ANDERE MEDIEN
Der Newsletter erscheint am Monatsanfang v.a. mit kurzen Meldungen. Wenn diese hier veröffentlicht werden sollen, schicken Sie / schickt ihr sie bitte bis Monatsende an die Redaktion: kai-uwe.dosch@hammkomm.de.
Zum Bestellen oder Kündigen des Newsletters genügt eine E-Mail an die Geschäftsstelle: info(at)soziale-verteidigung.de.
Weitere Informationen gibt es im Rundbrief "Soziale Verteidigung" und auf der Website www.soziale-verteidigung.de.

Der nächste Newsletter erscheint als Sommerausgabe erst im August 2011 wieder.

REDAKTION
Kai-Uwe Dosch

HERAUSGEBER
Bund für Soziale Verteidigung e.V.
Schwarzer Weg 8
32423 Minden
Tel. 0571 29456
Fax 0571 23019
Spendenkonto: Kto.-Nr. 89420814, Sparkasse Minden/Lübbecke,
BLZ 49050101, IBAN DE73 49050101 0089 420814, SWIFT WELADED1MIN
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