NEWSLETTER MAI 2011

BUND FÜR SOZIALE VERTEIDIGUNG E.V.


NEWSLETTER MAI 2011


INHALT

TERMINE
BSV auf dem Kirchentag
Einführung in Gewaltfreie Kommunikation und Mediation
Sommer-Aktivitäten der Lebenslaute
Fortbildung gegen Mobbing - Der No Blame Approach
Politischer Reisebericht: Revolution in Ägypten
Dialog mit Afghaninnen und Afghanen in Bad Boll

NEUIGKEITEN
Friedensbotschaft der  Internationalen ökumenischen Konvokation
Friedenspreis für Jürgen Grässlin und Informationsstelle Militarisierung

BERICHTE
Die 6. "Bil'in-Konferenz zum Volkswiderstand"

VERÖFFENTLICHUNGEN
Neuerscheinung: "Gewaltfreie Aktionen - Erfahrungen und Analysen"

SPENDENBAROMETER



TERMINE

BSV AUF DEM KIRCHENTAG

Auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag vom 1. bis 5. Juni in Dresden ist der BSV wieder mit einem Stand im Markt der Möglichkeiten vertreten. Und zwar im Marktbereich 3 auf dem Volksfestgelände, dort in Zelt V4 unter "Gewalt überwinden - Frieden schaffen", Stand V4H10.
Wir freuen uns über BesucherInnen!
Am Samstag, 4. Juni, findet auf dem Kirchentag von 11 bis 13 Uhr eine Diskussionsveranstaltung unter dem Titel "Schaffen Waffen Sicherheit? Auswege aus der Rüstungsdynamik" statt, bei der Ute Finckh als Podiumsdiskutantin beteiligt ist.


EINFÜHRUNG IN GEWALTFREIE KOMMUNIKATION UND MEDIATION

2011 bietet Armin Torbecke zwei Seminartage mit Übungen und Theorie an.
Termine: Freitag, 17.6.2011 und Samstag, 19.11.2011, 10 bis 18 Uhr
Ort: Seminarhaus Shadil, Groß-Buchholzer Str. 30, 30655 Hannover.
Kosten: 60 € (Bezahlung in bar auf dem Seminar)
Anmeldung bitte bis 14.6. bzw. 16.11 an: Armin Torbecke, Ginsterweg 10, 31595 Steyerberg, Telefon: +49 (0)5764  416999, E-Mail: konflikttransformation(at)jpberlin.de, Website: http://www.konflikttransformation.de
(Aufgrund begrenzter Teilnahmeplätze ist eine frühzeitige Anmeldung empfehlenswert)
Wegbeschreibung: Das gemütliche Seminarhaus ist sowohl vom Hauptbahnhof Hannover mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Straßenbahn oder Bus) als auch mit dem Auto (direkt am Messeschnellweg/Weidetorkreisel gelegen) gut erreichbar.


SOMMER-AKTIVITÄTEN DER LEBENSLAUTE

Unter dem Namen LEBENSLAUTE engagieren sich seit 1986 bundesweit MusikerInnen einmal jährlich in Chor- und Orchesterstärke, dazwischen auch in kleineren Ensembles regional. Als offene Musik- und Aktionsgruppe bringen wir überwiegend klassische Musik gerade dort zum Klingen, wo dies nicht erwartet wird: auf Militärübungsplätzen und Abschiebeflughäfen, vor Atomfabriken und Raketendepots, in Ausländerbehörden und an anderen menschenbedrohenden Orten.
Die diesjährige Sommeraktion der Lebenslaute wird am Sonntag, 4. September, am Flughafen Leipzig/Halle stattfinden. Hinter den Kulissen dient der scheinbar zivile Flughafen als Drehscheibe für den Transport von deutschen und US-amerikanischen SoldatInnen in Kriegsgebiete, insbesondere nach Afghanistan. Auch Militärgüter werden hier in reibungsloser zivil-militärischer Kooperation verfrachtet (s. www.flughafen-natofrei.de).
Mit unserer Konzertaktion "piano und forte statt Kriegstransporte" (Arbeitstitel) stellen wir uns gegen jedweden Militarismus und werden das Tod bringende Profitstreben der Flughafenbetreiber, Kommunen und beteiligten Logistikunternehmen skandalisieren.
Termine: Probewochenende: 24.06.-26.06., Aktionstage: 31.08.-04.09., Antimilitaristische Konzertaktion am Kriegsflughafen Leipzig am 4. September
Wir suchen wieder InstrumentalistInnen, SängerInnen, UnterstützerInnen!
Interessierte können sich gerne melden unter: lebenslaute2011(at)riseup.net, weitere Informationen unter www.lebenslaute.net


FORTBILDUNG GEGEN MOBBING - DER NO BLAME APPROACH

Der BSV bietet in Kooperation mit dem Impuls Institut für Konstruktive Konfliktbearbeitung einen Tagesworkshop zum „No Blame Approach“ an, dem Ansatz gegen Mobbing ohne Schuldzuweisung.
In dem eintägigen Workshop lernen die Teilnehmenden u.a., Mobbing (frühzeitig) zu erkennen, sicher und kompetent wirksame Schritte gegen Mobbing einzuleiten und Rahmenbedingungen zur Prävention von Mobbing zu schaffen.
Das Seminar wird durch praxisorientierte Begleitmaterialien ergänzt, die die Teilnehmenden unterstützen, die Schritte des „No Blame Approaches“ in ihrer Klasse oder Einrichtung umzusetzen.
Primäre Zielgruppe des Workshops sind Lehrpersonen sowie SchulsozialarbeiterInnen und -pädagogInnen. Auch andere MultiplikatorInnen wie SchulpsychologInnen, MitarbeiterInnen von Kinder- und Jugendeinrichtungen, Beratungsstellen sowie TrainerInnen der Gewaltprävention sind angesprochen.
Termin: Mittwoch, der 29. Juni 2011, 9.00 bis 17.00 Uhr
Ort: Minden, Schwarzer Weg 8, 3. Stock
ReferentInnen: Kerstin Bunte und Shérif W. Korodowou
Kosten: 95€
Informationen und Anmeldung (bitte bis 17.6.) über das BSV-Büro, Tel. 0571/29456, Fax 0571/23019, E-Mail: info(at)soziale-verteidigung.de


POLITISCHER REISEBERICHT: REVOLUTION IN ÄGYPTEN

Zu einer Diskussion mit Clemens Ronnefeldt, Friedensreferent des Versöhnungsbundes, am Mittwoch, 29. Juni 2011, um 19.30 Uhr im Bonhoeffer-Haus, Gartenstr. 29 a, Karlsruhe laden ein Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), Arbeitsstelle Frieden (Evangelische Landeskirche Baden), Friedensbündnis Karlsruhe, Pax Christi, Versöhnungsbund, Werkstatt für Gewaltfreie Aktion Baden.
Kontakt: Sonnhild und Ulli Thiel, Alberichstr. 9, 76185 Karlsruhe, Tel. +49 (0)721 552270, suthiel(at)t-online.de


DIALOG MIT AFGHANINNEN UND AFGHANEN IN BAD BOLL

„Afghanistan: Der Krieg, der Abzug, unsere Verantwortung“ heißt eine Tagung vom 1. bis 3. Juli 2011 in der Evangelischen Akademie Bad Boll in Zusammenarbeit mit IPPNW Deutsche Sektion, Ohne Rüstung Leben und pax christi Deutsche Sektion. Diese sucht den Dialog zwischen VertreterInnen der afghanischen und der deutschen Zivilgesellschaft und Politik. Gemeinsam wollen wir herausfinden, welche Perspektiven es für das Land aus afghanischer Sicht gibt, wie Bedürfnisse, Rechte und Meinungen der afghanischen Zivilgesellschaft von den Betroffenen politisch relevant gemacht werden können und welche Fragen und Aufträge sich für uns in Deutschland ergeben.
Dazu dienen Gesprächsrunden mit Vertreterinnen der afghanischen Zivilgesellschaft, einer Exilafghanin und einer Friedensfachkraft, zwei Afghanistan-Experten und einem Botschaftsrat.
Anmeldung bis spätestens 1. Juni 2011 an: Evangelische Akademie Bad Boll, Reinhard Becker, Akademieweg 11, 73087 Bad Boll, Telefon +49 (0)7164 79-217, Telefax +49 (0)7164 79-5217, reinhard.becker(at)ev-akademieboll.de
Kosten: Tagungsgebühr 25,00 €, Unterkunft Zweibettzimmer, Dusche/WC 122,20 €, Einzelzimmer Dusche/WC 148,00 €, Verpflegung ohne Frühstück, ohne Unterkunft 47,20 €.


NEUIGKEITEN

FRIEDENSBOTSCHAFT DER  INTERNATIONALEN ÖKUMENISCHEN KONVOKATION

Die Teilnehmenden an der Internationalen ökumenischen Friedenskonvokation (IöFK) haben am 26.05.11 eine Botschaft veröffentlicht, in der sie über einen gerechten Frieden sprechen und den Weg dahin skizzieren.
Vor dem Hintergrund ihrer unterschiedlichen Kontexte und Prägungen, die zu berücksichtigen und zu respektieren waren, brachten die IöFK-Teilnehmenden gemeinsam ihre Überzeugung zum Ausdruck, dass Krieg illegal werden sollte und dass Friede das Herzstück aller religiösen Traditionen sei. In der Botschaft heißt es auch: „Durch eine Intensivierung interreligiöser Dialoge versuchen wir, in diesen Fragen Gemeinsamkeiten mit allen Weltreligionen zu finden.“
Des Weiteren geht die Botschaft auf die vier Themen der Konvokation ein: Friede in der Gemeinschaft, Friede mit der Erde, Friede in der Wirtschaft und Friede zwischen den Völkern. Sie zeigt die Schwerpunkte der einzelnen Themen auf und macht deutlich, wie diese sich in ihrem ethischen und theologischen Ansatz beim Streben nach gerechtem Frieden ergänzen.
Auch wenn die Schlussbotschaft nun vorliege, so gehe die Arbeit der IöFK jetzt doch erst richtig los, erklärte Prof. Dr. Fernando Enns, der Vorsitzende des Vorbereitungsausschusses der IöFK. „Wir fangen gerade erst an zu ahnen, welche Möglichkeiten wir haben, wenn wir uns wirklich gegenseitig respektieren. Die Kirche soll nicht zu den gesellschaftlichen Randgruppen sprechen; die Kirche ist dort, wo die Randgruppen sind.“
Die Botschaft unterstützt unter anderem Anerkennung und Asyl für Kriegsdienstverweigerer, fordert eine zentrale Rolle der Friedenserziehung in der Bildung, skandalisiert die Ausgaben für Waffenherstellung, -lieferung und -handel, stellt das Konzept der „Schutzverantwortung“ in Frage und tritt für vollständige Abrüstung bei Atomwaffen und weitgehende Rüstungskontrolle bei Kleinwaffen ein.  Dies sind Aussagen, für die auch Teilnehmende aus deutschen Gruppen wie Connection e.V. und Netzwerk Friedenssteuer geworben haben.


FRIEDENSPREIS FÜR JÜRGEN GRÄSSLIN UND INFORMATIONSSTELLE MILITARISIERUNG

Der diesjährige Aachener Friedenspreis wird am 1.9.11 einem Rüstungsexportkritiker und einem antimilitaristischen Analyse-Institut verliehen. Jürgen Grässlin, geboren 1957, kommt aus Freiburg im Breisgau und arbeitet seit 1982 im Schuldienst. Er bezeichnet sich als „Humanist, Menschenrechtler und Pazifist“ und leitet daraus sein Engagement für Frieden und Abrüstung ab.
Seit den 80er Jahren arbeitet er mit beeindruckender Energie und Unermüdlichkeit für den Frieden, vor allem für Verbote von Rüstungsproduktion und Rüstungsexporten. Dies nicht nur durch unzählige Reden, Vorträge und Ansprachen, durch aufklärende und sachkundige Zeitungs-, Zeitschriftenartikel, Bücher, Aktionen vor und in Rüstungsbetrieben, Tätigkeit in friedenspolitischen Organisationen, sondern auch durch Reisen, Interviews mit und Hilfsaktionen für Opfer deutscher Waffen.
IMI, die Informationsstelle Militarisierung, ist eine (ehrenamtliche) antimilitaristische Denkfabrik. In Form eines gemeinnützigen Vereins (e.V.) wollen die Mitglieder des Vereins ein Scharnier zwischen Wissenschaft und Friedensbewegung sein. IMI liefert Hintergrundinformationen, Analysen und Einschätzungen, die für die Friedensbewegung so wichtig sind.
Die Arbeit von IMI zeichnet sich durch eine Vielzahl von wissenschaftlichen Arbeiten im friedenspolitischen Bereichen mit einem starken Fokus auf Deutschland und seine Rolle in der Welt aus. Arbeitsbereiche sind Friedens- und Konfliktforschung, Rüstung und Rüstungsexporte, Umstrukturierung der Bundeswehr, Militarisierung in Europa, NATO sowie Flüchtlingspolitik.


BERICHTE

DIE 6. "BIL`IN-KONFERENZ FÜR VOLKSWIDERSTAND"

Vom 20.-23. April fand die 6. jährliche "Bil'in-Konferenz für Volkswiderstand" statt, an der zahlreiche palästinensische, israelische und internationale AktivistInnen sowie 20 DiplomatInnen aus aller Welt teilnahmen.
Die Teilnehmenden forderten alle palästinensischen politischen Parteien und zivilgesellschaftlichen Organisationen dazu auf, sich gemeinsam hinter den gewaltlosen Volksaufstand für die Rechte der PalästinenserInnen zu stellen.
Den Abschlussbericht der Konferenz gibt es auf unserer Homepage unter www.soziale-verteidigung.de/news/meldungen/bericht-ueber-die-6-bilin-konferenz-fuer-volkswiderstand


VERÖFFENTLICHUNGEN

NEUERSCHEINUNG: "GEWALTFREIE AKTIONEN - ERFAHRUNGEN UND ANALYSEN"

Dieser Sammelband, herausgegeben von Reiner Steinweg und Ulrike Laubenthal, thematisiert in Beiträgen von 20 AutorInnen die gewaltfreie Aktion anhand praktischer Erfahrungen in unterschiedlichen Situationen, Ländern und Epochen. (Verlag Brandes & Apsel, 288 Seiten, 21,90€)
Am 14.Juni werden die HerausgeberInnen den Band um 19:00 Uhr im Haus der Demokratie und Menschenrechte in Berlin-Friedrichshain, Greifswalder Straße 4, vorstellen, Passagen daraus vorlesen und die Kernthesen zur Diskussion stellen.


SPENDENBAROMETER

Friedensarbeit kostet Geld. Wir brauchen in diesem Jahr 85.000 Euro, um unsere Arbeit nicht einschränken zu müssen.
Bis Anfang Mai haben wir Spenden über 22.000 Euro erhalten. Das entspricht ca. 26%.


NEWSLETTER UND ANDERE MEDIEN
Der Newsletter erscheint am Monatsanfang v.a. mit kurzen Meldungen. Wenn diese hier veröffentlicht werden sollen, schicken Sie / schickt ihr sie bitte bis Monatsende an die Redaktion: kai-uwe.dosch(at)hammkomm.de.
Zum Bestellen oder Kündigen des Newsletters genügt eine E-Mail an die Geschäftsstelle: mailto:info(at)soziale-verteidigung.de.
Weitere Informationen gibt es im Rundbrief "Soziale Verteidigung" und auf der Website http://www.soziale-verteidigung.de/.

REDAKTION
Kai-Uwe Dosch

HERAUSGEBER
Bund für Soziale Verteidigung e.V.
Schwarzer Weg 8
32423 Minden
Tel. 0571 29456
Fax 0571 23019
Spendenkonto: Kto.-Nr. 89420814, Sparkasse Minden/Lübbecke,
BLZ 49050101, IBAN DE73 49050101 0089 420814, SWIFT WELADED1MIN
Bürozeiten: montags bis freitags 9.00-15.00 Uhr




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Bürozeiten: montags bis freitags 9.00-15.00 Uhr