NEWSLETTER APRIL 2011

BUND FÜR SOZIALE VERTEIDIGUNG E.V.


NEWSLETTER APRIL 2011


INHALT

Eilt: Solidarität mit den Verhafteten von Unser Haus Belarus

TERMINE
Workshops & Abendvorträge mit Johan Galtung
Symposium: Friedenspläne für Afghanistan
BSV auf dem Kirchentag
Tagung: Unversöhntes Ruanda?

NEUIGKEITEN
Dokumentation „50 Jahre Ostermarsch“
Aktion „Steuern gegen Gewalt!“


EILT: SOLIDARITÄT MIT DEN VERHAFTETEN VON UNSER HAUS BELARUS

AM 19. April stürmte die Polizei ein friedliches Treffen von Unser Haus in Minsk und verhaftete die 14 Anwesenden. Gestern wurden Oleg Borschtschewski und Pawel Lewinow zu jeweils 10 Tagen Haft verurteilt,Olga Karatsch erhielt eine Geldstrafe. Pawel Stanewskij sitzt noch in Untersuchungshaft. Die Verurteilten brauchen unsere Solidarität.

Bitte schicken Sie Oleg Borschtschewski und Pawel Lewinow Briefe an die Adresse:

Center for the Isolation of law-breakers
1st per. Okrestino dom 36
BY-220089 Minsk
Belarus

Heute und morgen losgeschickte Briefe stellt Ihnen die Post noch während der Haftzeit zu. Eine Postkarte (im Briefumschlag) mit aufmunternden Grüßen reicht aus. Da unklar ist welche Briefe die Zensur ins Gefängnis durchlässt, bitten wir um eine Kopie oder Mitteilung ans BSV-Büro. Doch selbst wenn Ihr Brief zensiert wird ist es wichtig, wird er von der Gefängnisleitung wahrgenommen. Politische Gefangene haben wiederholt berichtet, dass Solidaritätsbriefe sich positiv auf ihre Behandlung im Gefängnis auswirkten.

Infos: http://www.soziale-verteidigung.de/news/meldungen/erste-urteile-gegen-belarussischen-aktivistinnen/


TERMINE

WORKSHOPS & ABENDVORTRÄGE MIT JOHAN GALTUNG

(Karoline Weber) Das Galtung Institut für Friedenstheorie und -praxis lädt ein zu Veranstaltungen mit dem Friedensforscher Prof. Johan Galtung:

Freitag 06.05.2011
Vortrag: "Was ist da eigentlich los?" Eine friedenswissenschaftliche Analyse zur Krise im Mittleren Osten und Nordafrika

Samstag 07.05.2011
Workshop Teil I: Der Zukunft zuliebe: Workshop zur Konflikt- und Friedenspraxis an Schulen und in der Arbeitswelt
Workshop Teil II: "Friedensjournalismus": Prinzipien der Praxis: Wider den Medien als Krisen- und Kriegsorganen
Vortrag: Libyen: Ein humanitärer Einsatz? Ein spontaner Aufstand? Imperialismus wie immer? NATO oder UN? Gaddafi: Der neue Milosevic?

Sonntag 08.05.2011
Workshop Teil III: Mediation: Konkrete Konflikte kompetent überwinden: Einführungsworkshop in die TRANSCEND METHODE
Workshop Teil IV: Versöhnung und Vergangenheitsbewältigung - Eine Anleitung zur umfassenden Versöhnungsarbeit

Kontakt: Galtung Institut, Markgrafenstraße 42a, 79639 Grenzach, Tel.: 06421-1769885, info(at)galtung-institut.de
Weitere Informationen sowie das Anmeldeformular finden Sie auf der Homepage www.galtung-institut.de


SYMPOSIUM: FRIEDENSPLÄNE FÜR AFGHANISTAN

(HBS) Afghanistan befindet sich seit über drei Jahrzehnten im Kriegszustand. Die Versuche einer militärischen Lösung sind wohl gescheitert, erfolgversprechende Strategien nicht in Sicht. Welche ökonomischen, sozialen, politischen und sicherheitsbezogenen Kriterien könnten eine dauerhafte Friedensordnung stärken?
Ziel des Symposiums „Friedenspläne für Afghanistan - Perspektiven für eine Gesellschaft nach 30 Jahren Krieg“ ist es, den Blick auf eine mögliche Post-Interventions-Gesellschaft in Afghanistan zu richten und damit neue Perspektiven zu eröffnen.
Zur Information und Diskussion darüber lädt die Heinrich-Böll-Stiftung ein.
Als Referenten sind u. a. der ehemalige BSV-Vorsitzende Roland Vogt sowie Herbert Sahlmann eingeladen, dessen „Wege aus dem Krieg in Afghanistan“ im BSV-Büro und auf der BSV-Homepage als Infoblatt erhältlich ist.
Zeit: Samstag, 7. Mai 2011, 10.30-17.30 Uhr
Ort: Evangelische Studierendengemeinde Bonn, Venusbergweg 4 (Eingang Königsstraße), 53115 Bonn
Information und Anmeldung: Heinrich-Böll-Stiftung Rheinland-Pfalz, Martinsstraße 2, 55116 Mainz, Tel. 06131 905260, Fax 06131 905269, mainz(at)boell-rlp.de, www.boell-rlp.de


BSV AUF DEM KIRCHENTAG

(BSV) Auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag vom 1. bis 5. Juni in Dresden ist der BSV wieder mit einem Stand im Markt der Möglichkeiten vertreten. Und zwar im Marktbereich 3 auf dem Volksfestgelände, dort in Zelt V4 unter "Gewalt überwinden - Frieden schaffen", Stand V4H10. Wir freuen uns über BesucherInnen!
Am Samstag, 4. Juni, findet auf dem Kirchentag von 11 bis 13 Uhr eine Diskussionsveranstaltung unter dem Titel "Schaffen Waffen Sicherheit? Auswege aus der Rüstungsdynamik" statt, bei der Ute Finckh als Podiumsdiskutantin beteiligt ist.


TAGUNG: UNVERSÖHNTES RUANDA?

(ÖNZ) Am 7. April jährte sich zum 17. Mal der Beginn des Völkermordes in Ruanda. Fast eine ganze Generation ist also bereits nach dem Völkermord erwachsen geworden. Viele Anstrengungen wurden seither unternommen, um die Vergangenheit aufzuarbeiten und sozialen Frieden zu schaffen: In der Jugendarbeit, in den Kirchen, durch die Gacaca-Gerichte, durch die staatliche Versöhnungskommission und durch unzählige Projekte von Nichtregierungsorganisationen haben Staat, Politik und Zivilgesellschaft versucht, Versöhnung zu fördern.
In der Tagung „Unversöhntes Ruanda?“ von Pax Christi wollen Ruanda-Interessierte aus Deutschland vom 29. bis 30. April in Mainz gemeinsam mit ruandischen Partnern diskutieren, wie weit der Versöhnungsprozess in Ruanda erfolgreich war, und wo weitere Aufgaben für die Zukunft bestehen.
Die Einladung und das Programm entnehmen Sie bitte der Website www.oenz.de.


NEUIGKEITEN

DOKUMENTATION „50 JAHRE OSTERMARSCH“

(Birgitta Meier) Bis zur Sommerpause zeigt das Friedensmuseum Nürnberg eine Dokumentation zum runden Geburtstag der (Nürnberger) Ostermärsche. Wie immer wird die Ausstellung umrahmt von Zeitzeugengesprächen und sonstigen Veranstaltungen, die dann auch Eingang ins (Audio-)Archiv finden.
Näheres unter: www.friedensmusuem.odn.de


AKTION „STEUERN GEGEN GEWALT!“

(Gertie Brammer) Trotz ausgesetzter Wehrpflicht geht unser aller Kriegsdienst mit unseren Steuergeldern weiter; denn wir alle zahlen über den Verteidigungshaushalt für Rüstung, Militär und Krieg.
Der 15. März ist der internationale Tag der Kriegsdienstverweigerung.
Auf der 13. Internationalen Konferenz für Militärsteuerverweigerung und Friedenssteuer-Initiativen in Norwegen (2010) entschieden sich die angeschlossenen Länderorganisationen, diesen Tag ebenfalls für die Militärsteuerverweigerung zu begehen.
Der 15. Mai eignet sich dafür in Deutschland besonders gut, weil er gleichzeitig der Termin für die Abgabe der Einkommensteuererklärung ist.
Wir appellieren nun an alle, die sich aktiv für Frieden einsetzen, am kommenden 15. Mai einen Musterbrief an das Finanzamt zu schicken. Dieser Brief enthält den Antrag, die Steuern nicht mehr an den Bundeshaushalt weiterzuleiten, bis ein Zivilsteuergesetz die Verwendung der Steuern nur für zivile Aufgaben geregelt haben wird.
Musterbriefe zur persönlichen Verwendung samt ‚Beipackzettel’ können beim www.netzwerk-friedenssteuer.de herunter geladen, oder bei unten stehender Kontaktadresse bestellt werden. Straf- oder zivilrechtliche Folgen gibt es keine.
Kontakt: Netzwerk Friedenssteuer, c/o Lina Hoffmann, Olivenweg 36, 90441 Nürnberg, Tel. 0911 662993, E-Mail: lina-helmut.hoffmann@t-online.


*** DAS BSV-TEAM WÜNSCHT FROHE UND PROTESTREICHE OSTERTAGE! ***


NEWSLETTER UND ANDERE MEDIEN
Der Newsletter erscheint am Monatsanfang v.a. mit kurzen Meldungen. Wenn diese hier veröffentlicht werden sollen, schicken Sie / schickt ihr sie bitte bis Monatsende an die

Redaktion: kai-uwe.dosch(at)hammkomm.de.
Zum Bestellen oder Kündigen des Newsletters genügt eine E-Mail an die Geschäftsstelle: mailto:info(at)soziale-verteidigung.de.
Weitere Informationen gibt es im Rundbrief "Soziale Verteidigung" und auf der Website http://www.soziale-verteidigung.de/.

REDAKTION
Kai-Uwe Dosch

HERAUSGEBER
Bund für Soziale Verteidigung e.V.
Schwarzer Weg 8
32423 Minden
Tel. 0571 29456
Fax 0571 23019
Spendenkonto: Kto.-Nr. 89420814, Sparkasse Minden/Lübbecke,
BLZ 49050101, IBAN DE73 49050101 0089 420814, SWIFT WELADED1MIN
Bürozeiten: montags bis freitags 9.00-15.00 Uhr