NEWSLETTER FEBRUAR 2007

BUND FÜR SOZIALE VERTEIDIGUNG E.V.

 

INHALT

- Schwerpunkt: Gegen-Aktionen zu Tornado-Einsatz
- BSV-Jahrestagung startet HEUTE
- Gegen-Treffen zu EU-Verteidigungsministern
- NEUER TERMIN: Theaterseminar zu Gewaltfreiheit
- Streitschlichtungskongress 2006
- Workshop: Konfliktbearbeitung in interkulturellen Kommunen
- Termine
- Spendenbarometer


GEGEN-AKTIONEN ZU TORNADO-EINSATZ
Mit der Skandalentscheidung zur Entsendung deutscher Tornados in den Süden Afghanistans wird Deutschland wieder eine Salamischeibe tiefer in den sogenannten Krieg gegen den Terror hineingezogen, der immer größere Teile der afghanischen Bevölkerung kriminalisiert. Obwohl der deutschen Politik bewusst ist, dass die sogenannte Operation Enduring Freedom unverhältnismäßig afghanische Unschuldige trifft und die afghanische Bevölkerung schon aus Not und Verzweiflung in den Widerstand treibt, fehlen Regierung und Abgeordneten der Mut sich dieser falschen Strategie zu entziehen.

Dabei stellen sich die Bundestagsabgeordneten auch gegen den erklärten Willen von 77 Prozent der Bevölkerung. Damit dies nicht vergessen wird organisiert der BSV am 6. März, drei Tage vor der Abstimmung im Bundestag, zusammen mit dem Bielefelder Friedensnetzwerk eine lokale Abstimmung am Infostand, um die drei Bielefelder Bundestagsabgeordneten mit dem Willen ihrer Wähler konfrontieren zu können. Flugblatt, Plakat, Stimmzettel etc. zum Nachmachen lassen sich auf www.soziale-verteidigung.de runterladen.

Zwei weitere Vorschläge für Gegenaktionen werden auch von der Kooperation für den Frieden unterstützt:

* Lokale Zeitungsanzeigen:
"Nicht in meinem Namen!
Anfang März soll eine Mehrheit im Deutschen Bundestag die Entsendung
deutscher Tornados nach Süd-Afghanistan beschließen. Auch falls wir
das nicht verhindern können - die Abgeordneten sollen wissen: 77 %
der Deutschen lehnen dies ab (Forsa). Denn mit dieser Entscheidung
überschreitet die Bundesrepublik eine weitere "Rote Linie". Der
Tornado-Einsatz wird die Bundeswehr noch mehr in den US-"Krieg gegen
den Terror" verstricken. Wohin dieser führt, sieht man im Irak, in
Süden Afghanistans und - die Gefahr wird immer größer - bald im
Iran.
Längst ist doch deutlich geworden, dass mit Krieg und gewaltsamer
Unterdrückung in der Welt nur noch mehr Hass und Gewalt gesät wird.
Wir drücken mit dieser Anzeige deutlich unseren Protest gegen diese
Kriegspolitik aus!
Wir werden die Abgeordneten, die zustimmen, aus ihrer Verantwortung
nicht entlassen."
Friedensinitiative Nottuln, Robert Hülsbusch, Rudolf-Harbig-Str. 49, 48301 Nottuln, Tel. 02502 9754, E-Mail: info(at)fi-nottuln.de

* E-Mail-Aktion:
Auf der webseite www.schritte-zur-abruestung.de/email-aktion.php hat die DFG-VK einen E-mail Appell zur persönlichen Anfrage an lokale Bundestagsabgeordnete eingerichtet. Nach Auswahl des Bundestagswahlkreises wird ein ausführlicher Standardbrieftext vorgeschlagen, der individuell angepasst und dann an den/die Abgeordnete(n) versandt wird.


LETZTE CHANCE BSV-JAHRESTAGUNG - HEUTE
Wie angekündigt beginnt heute (2.März) die Tagung "Maßanzug für Friedensarbeit oder Deckmantel fürs Militär? - Der "Human Security" Ansatz der Vereinten Nationen in Bielefeld. Für Kurzentschlossene gibt es noch freie Plätze. Als ReferentInnen haben Andreas Zumach, Tobias Pflüger, Christine Schweitzer, Herbert Sahlmann (ehem. BMZ-Vertreter in Afghanistan), Friedrich Däuble u.v.m. zugesagt.


GEGEN-TREFFEN ZU EU-VERTEIDIGUNGSMINISTERN
Parallel zum Treffen der EU-Verteidigungsminister am 1. und 2. März 2007 in Wiesbaden findet zur Zeit auch eine Konferenz gegen die EU-Militarisierung statt. Die ersten Beiträge der ReferentInnen, u.a. von Joergen Johannsen und Peter Strutinsky sind bereits online gestellt auf http://friedenskonferenz.dfg-vk-mainz.de


!!! NEUER TERMIN ???
!!! THEATERSEMINAR ZU GEWALTFREIHEIT !!!
Unser Aufruf für ein (Straßen-)Theaterseminar ist auf große Resonanz gestoßen, allerdings passt vielen Interessenten der kurzfristig angesetzte Termin (16.-18.03.) nicht, daher überlegen wir den Termin auf Mitte oder Ende April zu verlegen.
Interessenten am Theaterseminar melden sich daher bitte umgehend mit Terminvorschlägen in der Geschäftsstelle.
Weitere Infos zum Projekt unter http://soziale-verteidigung.de/aktuell-36.pdf


STREITSCHLICHTUNGSKONGRESS 2006
Auf dem 4. bundesweiten Streitschlichtungskongress wurde von den Teilnehmenden eine Resolution verabschiedet, die den Kultusminister/innen aller Bundesländer zugesandt wurde. In ihr forderten die Teilnehmenden: "Die Methode der Streitschlichtung und ähnlicher pädagogische Konzepte der Konfliktbewältigung und des soziales Lernens sollen fest in die Lehrerausbildung und Lehrerfortbildung als wichtige Grundlage für erfolgreiches Lernen integriert werden."
Die Resolution wie auch die Dokumentation des Kongresses ist in Kürze nachzulesen unter: www.streitschlichtungskongress.de


KONFLIKTLÖSUNG IN INTERKULTURELLEN KOMMUNEN
Workshop 02.-04. Mai 2007 in der ev. Akademie Bonn
Die kulturelle Vielfalt in unserer Gesellschaft nimmt zu - mit allen Chancen und Schwierigkeiten, die sich daraus ergeben. Dabei wird das Zusammenleben von Menschen verschiedenster Herkunft in Deutschland und Europa zunehmend auch als Problem und möglicher Auslöser von Konflikten wahrgenommen. Schule, Jugend- und Sozialeinrichtungen, Polizei und Politik vor Ort sehen sich häufig überfordert, gerade beim Vermitteln in und Lösen von interkulturellen Konflikten. Vielerorts spielen interkulturelle Aspekte inzwischen eine so entscheidende Rolle, dass "Integrationsprozesse" immer wichtiger werden.
Diese Tagung zeigt drei neue Ansätze der Konfliktbearbeitung in interkulturellem Kontext:
Das Institut für angewandte Kulturforschung (IFAK) stellt ein Training zur Verfügung, um interkulturelle Kompetenzen in kommunalen Zusammenhängen zu entwickeln.
Die Therapie Sociale ist ein in den französischen Vorstädten, den Banlieus, entwickelter Ansatz. Ziel ist es, Menschen mit verschiedenen Werten, Normen und kulturellen Hintergründen das friedliche Zusammenleben und produktive Zusammenarbeiten zu ermöglichen.
Als drittes Beispiel wird das Trainingszentrum "Partners for Democratic Change Slovakia" ein Projekt der gemeinsamen Stadtentwicklung in den slowakischen Kommunen Kezmarok, Presov und Rimavska Sobota vorstellen.
Der BSV organisiert diesen Workshop im Rahmen des europäischen Projektes "ARCA - Associations and Resources in Conflict Management" Mehr Infos zum Projekt unter www.peacetraining.org
Anmeldung zur Tagung unter www.ev-akademie-rheinland.de


WEITERE TERMINE

VERSÖHNUNGSBUND JAHRESTAGUNG 2007
17. - 20. Mai 2007, Bonn
"Kampf um Energie-Ressourcen? - Verteilungsgerechtigkeit statt Militärkonzepte!" Die Anmeldung ist möglich bis 16.04.2007 - entweder online unter www.versoehnungsbund.de oder per Post über die Versöhnungsbund-Geschäftsstelle, Schwarzer Weg 8, 32423 Minden. Fon: 0571 850875, Fax: 0571 8292387, E-Mail: vb(at)versoehnungsbund.de.

ZENTRUM GEWALTFREI LEBEN UND HANDELN AUF DEM KIRCHENTAG 2007
07. - 09. Juni 2007, Köln
gemeinsames Zentrum von Versöhnungsbund und BSV
Mehr Infos: http://versoehnungsbund.de/archiv/news.html#dekt


SPENDENBAROMETER
Friedensarbeit kostet Geld. Nachdem im letzten Jahr unsere Spenden enorm eingebrochen sind, brauchen wir in diesem Jahr 100.000 Euro, um unsere Arbeit nicht einschränken zu müssen.
Bis Februar haben wir Spenden über 19.800 Euro erhalten. Das entspricht
ca. 20%.


NEWSLETTER UND ANDERE MEDIEN   
Der Newsletter erscheint am Monatsanfang v.a. mit kurzen Meldungen. Wenn diese hier veröffentlicht werden sollen, schicken Sie / schickt ihr sie bitte bis Monatsende an die Redaktion: mailto:kai-uwe.dosch(at)hammkomm.de.
Zum Bestellen oder Kündigen des Newsletters genügt eine E-Mail an die Geschäftsstelle: mailto:info(at)soziale-verteidigung.de.
Längere Texte kommen in die Mailinglist mailto:bsv-diskussionsforum(at)yahoogroups.com.
Zum Bestellen einfach eine leere E-Mail schicken an: mailto:bsv-diskussionsforum-subscribe(at)yahoogroups.com.
Weitere Informationen gibt es im Rundbrief "Soziale Verteidigung" und auf der Website http://www.soziale-verteidigung.de/.

REDAKTION
Kai-Uwe Dosch
Fangstr. 118
59077 Hamm
Tel. 02381 404253
Fax 02381 404917

HERAUSGEBER
Bund für Soziale Verteidigung e.V.
Schwarzer Weg 8
32423 Minden
Tel. 0571 29456
Fax 0571 23019

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