NEWSLETTER JANUAR 2005

BUND FÜR SOZIALE VERTEIDIGUNG E.V.

 

IN EIGENER SACHE

Liebe Freundinnen und Freunde,


hoffentlich seid ihr gut ins neue Jahr gekommen. Hier erhaltet ihr den
ersten Newsletter im Jahr 2005. Ich entschuldige mich für die Verspätung
dieser Ausgabe und ich wünsche euch, dass eure guten Vorsätze sich
verwirklichen lassen.

i.A. des BSV

Kai-Uwe Dosch


INHALT

1. Geschäftsstelle
Neues aus der Geschäftsstelle
Ankündigung der Jahrestagung und Mitgliederversammlung

2. Weiterbildung
VOLL KLASSE!!
Veranstaltungen des UMBRUCH Bildungswerks

3. Israel/Palästina


4. Gewaltfreie Konfliktaustragung (IFGK)

5. Friedenssteuer
Konzept für ein Zivilsteuergesetz
Gutachten zum Zivilsteuergesetz

6. Konfliktbearbeitung im Kommunalen Zusammenhang (KKK)
Neue 10-tägige Fortbildung im Jahr 2005

7. Ziviler Friedensdienst (ZFD, EN.CPS)

8. Friedensbewegung
Bombspotting: Aktion gegen NATO-Atomwaffen

9. Materialien

10. Termine
Studienreise: Weißrussland auf dem Weg?


1. GeschäftsstelleGESCHÄFTSSTELLE

Neues aus der Geschäftsstelle

Unsere Weihnachtsfeier haben wir bei einem Mindener Italiener gemacht.
Es war ein lustiger und wunderbarer Abend. Durch ein massives
Computerproblem konnten wir uns zwischen den Jahren nicht um die
eigentliche Arbeit kümmern,
sind aber jetzt wieder auf dem neuesten Stand und hoffen, für Sie/euch
wie gewohnt ein zuverlässiger und kreativer Ansprechpartner in Sachen
Friedensarbeit zu sein.

JahrestagungAnkündigung der Jahrestagung und Mitgliederversammlung

Bei der nächsten Jahrestagung des BSV stehen Bildungsarbeit und
Bildungspolitik für Gewaltfreiheit in der Gesellschaft im Mittelpunkt.
Mit möglichst vielen Gästen und Fachleuten auch aus anderen
Organisationen wollen wir ein Forum für Austausch und Vernetzung
schaffen. Gezielt wollen wir die Möglichkeit bieten, eigene Konzepte und
Ideen vorzustellen und sich von den Präsentationen anderer inspirieren
zu lassen. Wir laden alle Interessierten ein, diese Diskussion mit uns
zu führen und ihre Erfahrungen und Ideen dazu zur Verfügung zu stellen.

Freitag, 4. März 2005
18.00 Uhr Beginn der Jahrestagung mit dem gemeinsamen Abendessen
19.00 Uhr "Gewaltfreie Erziehung: Herausforderung für die
Bildungspolitik"
Streitgespräch und Diskussion mit E.-M. Stange, GEW, und U. Koczy, MdL

Samstag, 5. März 2005
09.00 Uhr Gewaltfreiheit leben lernen: Themen - Methoden - Projekte
Gelegenheit unterschiedliche Ansätze kennen zu lernen und selber
vorzustellen
12.30 Mittagessen
15.00 Uhr Schnupperworkshops in 180 Minuten
* Gewaltfreie Kommunikation
* Mediation
* Täter-Opfer-Ausgleich
* Therapie Sociale, Rassismus überwinden
* Gewaltfreie Aktion oder Deeskalation
* Alternativangebot: Gemeinsame Entwicklung von Projektideen
18.00 Uhr Abendessen, danach gemeinsamer Austausch

Sonntag, 6. März 2005
09.00 Uhr Zusammenfassung, Verabredungen und Feedback
10.00 Uhr Ende der Tagung, Beginn der Mitgliederversammlung
Tagesordnung:
1. Begrüßung, Feststellung der fristgerechten Einladung
2. Vorstellung und Befragung der KandidatInnen für den Vorstand
3. Politisch-inhaltliche Arbeit:
- Erörterung der schriftlichen Berichte der BSV-AGs
(1)  Israel/Palästina
(2)  Netzwerk Friedenssteuer
(3)  Institut für Friedensarbeit und Gewaltfreie Konfliktaustragung
(4)  Nonviolent Peaceforce
- Erörterung des schriftlichen Jahresberichtes von Vorstand und
Geschäftsführung
- Bestätigung der BSV-AGs
4. Finanzen
Finanzbericht, Bericht der Kassenprüfer, Entlastung des Vorstands,
Haushaltsvoranschlag
5. Wahlen
Zwei Vorsitzende, fünf weitere Vorstandsmitglieder, zwei
KassenprüferInnen
6. Künftige Arbeit des BSV
12.30 Ende der Versammlung mit dem gemeinsamen Mittagessen

Anmeldungen bitte an die Geschäftsstelle

Peter Betz


2. WeiterbildungWEITERBILDUNG

Voll_KlasseGrundkurs_KonfliktbearbeitungVOLL KLASSE!!

Das sollen die SchülerInnen und LehrerInnen behaupten, wenn sie am neuen
Schulprojekt des BSV teilgenommen haben. Den Kern dieses Projektes
bildet eine 5-tägige Klassenfahrt, während der das soziale Lernen und
der konstruktive Umgang mit Konflikten im Klassenverband erlernt und
geübt werden soll. Den SchülerInnen und LehrerInnen - vornehmlich in der
5. Klasse - wird die Möglichkeit gegeben, sich außerhalb des
Schulalltages als Gruppe zu erleben und zu schätzen, denn ein gutes
Klima in der Klasse macht auch das Lernen und Zusammenleben leichter.
Da die Programmverantwortung in den Händen von TrainerInnen und nicht
bei den LehrerInnen liegt, haben diese die Möglichkeit, die Kinder ihrer
Klasse zu beobachten und kennen zu lernen, ohne sie beurteilen zu
müssen. Dieser neue Blick ermöglicht es den LehrerInnen, die Kinder
nicht nur als SchülerInnen zu sehen, sondern sie in ihrer Interaktion zu
den anderen Kindern zu erleben.
Außerdem befinden sich die SchülerInnen der 5. und 6. Klasse in einer
besonderen Lebenssituation. In diesem Alter findet meist der Übergang
von der Kindheit in das frühe Jugendalter statt. Diese Phase ist
begleitet von Körperveränderung, Findung der Geschlechtsrolle, der Suche
nach sich selbst, der Ablösung vom Elternhaus usw. Insgesamt ist diese
Lebensphase von einer Identitätsdiffusion geprägt. Der Schulwechsel kann
die Unsicherheit der SchülerInnen über ihren Platz in der Welt, den
Freundeskreis, die zu vertretenden Werte usw. noch verschärfen.
Mit dem Projekt "Voll Klasse" wollen wir mit den Jugendlichen diese
Phase des Übergangs gestalten. Stärken und Schwächen, die im Umgang
miteinander auftauchen, werden beleuchtet und thematisiert. Durch
wechselnde Methoden werden die "aktuellen" Anliegen bearbeitet, um ein
konstruktives Miteinander für den Schulalltag zu ermöglichen.
Bei der Umsetzung des Projektes wird der unterschiedliche Umgang von
Mädchen und Jungen mit den ausgewählten Themen unter dem Gender-Aspekt
besondere Berücksichtigung finden. Es wird ein geschlechtsbezogener
Blickwinkel eingenommen, um auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der
beiden Geschlechter eingehen zu können.
Die konkreten Inhalte der Klassenfahrt werden bei einer Vorbesprechung
mit den LehrerInnen und den SchülerInnen vereinbart. Das Programm wird
den gruppendynamischen Prozessen angepasst und für jede Klasse neu
entworfen.

Kernthemen des Projektes sind:
*        Stärkung des Klassenverbandes
************ Toleranz lernen
************ Konstruktiver Umgang mit Konflikten
************ Eigene Grenzen wahrnehmen und wahren können
************ Umgang mit Gefühlen
************ Umgang mit Aggression
************ Interkulturelles Lernen
*        Demokratie lernen
************ Einen andern Blick auf die Klasse ermöglichen
************ Beratung der LehrerInnen in Bezug auf SchülerInnen ihrer
Klasse

Wenn sie Interesse an diesem BSV-Projekt haben, können sie sofort
Kontakt mit den TrainerInnen Anja Stiel und Traute Harms aufnehmen oder
sich an die BSV-Geschäftsstelle wenden.
Anja Stiel                              Traute Harms
Dipl. Soz-Päd., Mediatorin            Konflikt-Trainerin
Klein Witzeetze 6                    Wettenbostel 3
29482 Küsten                        29565 Wriedel
05864-986759                       05829-988384
anjastiel(at)web.de
traute.H(at)t-online.de

Anja Stiel

UMBRUCHVeranstaltungen des UMBRUCH Bildungswerks

Vertiefungskurs Gewaltfreie Kommunikation vom 27. bis 29.1.05 in
Dortmund
http://www.umbruch-bildungswerk.de/asp/pdf/051032.pdf

Öffentlichkeitsarbeit, Marketing und Fundraising in politischen
Projekten vom 25. bis 27.2.05 in Dortmund
http://www.umbruch-bildungswerk.de/asp/pdf/051015.pdf

Wenn Schwerter zu Pflugscharen werden...?! Aufrüstung, Konversion und
zivile Perspektiven zwischen Eifel, Hunsrück und Pfalz vom 9.5. bis
13.5.05
http://www.umbruch-bildungswerk.de/asp/pdf/051005.pdf

Der Atommüll - die Menschen - das Wendland: Eine Region zwischen
Ausnahmezustand, Widerstand und Zukunftsvisionen. Bildungsurlaub mit dem
Fahhrad vom 13. bis 17.6.05
http://www.umbruch-bildungswerk.de/asp/pdf/051003.pdf

Alltag und Perspektiven im Zielgebiet des Militärs - Erkundungen mit dem
Fahrrad rund um das "Bombodrom" vom 27.6. bis 1.7.05
http://www.umbruch-bildungswerk.de/asp/pdf/051004.pdf

Informationen und Anmeldungen:
UMBRUCH - Bildungswerk für Friedenspolitik und gewaltfreie Veränderung
Programmbereich "Politik von unten"
Braunschweiger Str. 22
44145 Dortmund
Tel: 0231-8633465
Fax: 0231-818031
E-Mail: SilkeMarzluff(at)umbruch-bildungswerk.de
http://www.umbruch-bildungswerk.de/

Silke Marzluff


Friedenssteuer5. Friedenssteuer

Konzept_ZivStGKonzept für ein Zivilsteuergesetz

Auf der Herbsttagung 2004 wurde mit Dr. Jan-Pieter Naujok dessen
Dissertation "Gewissensfreiheit und Steuerpflicht" besprochen.  Dr.
Naujok sieht Art. 4(1) GG (Gewissensfreiheit) als "Testgrundrecht für
den Zustand von Staat und Gesellschaft" und legt dar, warum eine ganze
Reihe von anderen Verfassungsgütern (Grundrechte und Gesetze) dieses
Grundrecht nicht einschränken darf.
Es gibt lt. Naujok eine nicht zu leugnende Kausalität zwischen
Steuer-Zahlung und Steuer-Ausgabe; somit können Gewissensprobleme
subjektiv existieren. Damit ist er anderer Meinung als das
Bundesverfassungsgericht, welches über das Problem der Gewissensbisse in
Bezug auf Militärsteuer-Zahlung keine Aussage machen will, weil es
dieses Problem verneint: Wer nicht über die Steuer-Ausgabe entscheidet,
brauche auch keine Gewissensprobleme haben.
Das einzige Grundrecht, mit dem Art.4(1) GG lt. Naujok kollidieren kann,
ist Art. 3(1): das Gleichheitsgebot. Wenn Steuern erhoben werden, dann
nach dem Gleichheitsprinzip. Wenn dies für die Gewissensfreiheit
Probleme mit sich bringt, muss der Staat Handlungsalternativen anbieten,
z.B. durch ein Zivilsteuergesetz wie durch das Netzwerk vorgeschlagen -
es sei denn, dies wäre dem Staat nicht zumutbar. Naujok hält eine solche
Regelung für nicht zumutbar. Er vermutet (hat es aber nicht berechnet),
dass die Umleitung der verweigerten Militärsteuern verwaltungstechnisch
so teuer käme, dass von den so umgeleiteten Steuern unter dem Strich zu
wenig oder gar nichts übrig bliebe. Nur bei "genügend"
Militärsteuerverweigernden würde der Verwaltungs-Mehraufwand sich
lohnen. Dann wäre der Staat  in der Pflicht. Bis dahin müssten die
Gewissensbeschwerten selber eine Handlungsalternative schaffen: Leben
unter der Grenze der Einkommens-Steuerpflicht.
Auch wenn wir dies akzeptieren würden, wäre die Gewissensfreiheit noch
nicht gegeben, da mehr als die Hälfte des Militärhaushalts aus
indirekten Steuern finanziert wird (hauptsächlich durch
MwSt/Umsatzsteuer). Aber Naujok sieht in den indirekten Steuern keine
Kausalität zwischen Steuer-Zahlung und Steuer-Ausgabe.

Gutachten_ZivStGGutachten zum Zivilsteuergesetz

Mit unserem Konzept eines Zivilsteuergesetzes befassen sich im Moment
zwei Juristen: Der Steuerexperte Prof. Dr. Dirk Löhr (Fachhochschule
Trier) schreibt ein verwaltungstechnisches Gutachten (zu
Finanzorganisation und Gesetzesfolgekosten; da werden wir dann sehen
können, ob unser Entwurf für den Staat zumutbar ist oder nicht). Der
Staatsrechtler Prof. Dr. Andreas Fisahn (Uni Bielefeld) schreibt ein
verfassungsrechtliches Gutachten (über die Vereinbarkeit unseres
Konzeptes mit der Verfassung).

Obwohl beide Juristen uns einen Sonderpreis angeboten haben, bekommen
wir diese Gutachten nicht umsonst. 5.000 Euro insgesamt müssen wir
aufbringen. Hier rufen wir zu Spenden auf: Konto 70 016 016 00, BLZ 430
609 67, GLS Gemeinschaftsbank e.G.

Dedo von Krosigk


KKK6. Konfliktbearbeitung im Kommunalen Zusammenhang

FortbildungNeue 10-tägige Fortbildung im Jahr 2005

Das Konzept der Fortbildung Konfliktbearbeitung im kommunalen
Zusammenhang versteht sich als ein Beitrag zur Dekade für eine Kultur
des Friedens und der Gewaltlosigkeit. Es baut auf langjährigen
Erfahrungen aus
verschiedenen Städten und Gemeinden auf und sieht sich auch als eine
Antwort auf Fremdenfeindlichkeit.
In einer zehntägigen Fortbildung werden verschiedene Methoden und
Konzepte der Gewaltprävention und Konfliktbearbeitung vorgestellt und
eingeübt. Die Fortbildung richtet sich an Menschen, die in ihrer Kommune
ein Netzwerk zur kreativen Konfliktbearbeitung initiieren möchten und
besonders an Verantwortliche aus allen Bereichen der Jugendhilfe und
angrenzenden Bereichen. Für einzelne Kommunen werden Bedarfsanalysen und
Projektentwürfe erstellt. Die Umsetzung der Projekte kann zu einem
späteren Zeitpunkt fachkundig begleitet werden.
Die Fortbildung wird voraussichtlich vom Land NRW gefördert.

Leitung: Cornelia Timm, Kurt Südmersen / ORCA-Institut
in Zusammenarbeit mit dem AKE-Bildungswerk, dem Internationalen
Versöhnungsbund, Deutscher Zweig und dem Bund für Soziale Verteidigung

Termine: 02.-04.03., 11.-12.04., 10.-12.05., 20.-21.06.2005
Beginn jeweils erster Tag 10.00 Uhr, Ende jeweils  letzter Tag 17.00 Uhr

Kosten: EUR 380,- (Zahlung über Arbeitgeber),  EUR 250.- (Selbstzahler)

Anmeldung:
Gerhart Schöll
Jugendhof Vlotho
Oeynhausener Str. 1
32602 Vlotho
Fon 05733/923-324, Fax 10564
E-Mail:  gerhart.schoell(at)lwl.org

Armin Torbecke


8. FriedensbewegungFRIEDENSBEWEGUNG

StrategiekonferenzBombspotting: Aktion gegen NATO-Atomwaffen

Der Internationale Gerichtshof hat Atomwaffen für illegal erklärt. Die
Nato plant sie aber weiter einzusetzen und stationiert sie auch in
Deutschland, Niederlande und Belgien. Die politische und militärische
Zentrale der Nato liegt in Brüssel. Im Jahr 2005 geht es um die Revision
des Atomwaffensperrvertrags und um die Frage der nuklearen Aufrüstung
weiterer Staaten oder der Abrüstung der Nato.
Die belgische Kampagne 'Bombspotting' führt hierzu seit langem
gewaltfreie direkte Aktionen der zivilen Inspektion von Atomwaffen
durch. Unter der Überschrift 'Bombspotting XL' wird am 16.04.05 zugleich
in die politische Zentrale der Nato in Brüssel, in die militärische
Zentrale in Bergen und in den belgischen Atomwaffenstandort in Kleine
Brogel eingedrungen und gegen diese protestiert.
Die Aktionen hierzu sollen keine rein belgischen, sondern mindestens
europäische Aktionen sein. Die DFG-VK und die Gewaltfreie Aktion
'Atomwaffen abschaffen' unterstützen dies schon, nehmen teil und werben
um weitere UnterstützerInnen und TeilnehmerInnen.
Kontakt: Kai-Uwe Dosch, 02381-404253,
kai-uwe.dosch(at)hammkomm.dekai-uwe.dosch(at)hammkomm.de

Kai-Uwe Dosch


10. TermineTermine


StudienreiseStudienreise: Weißrussland auf dem Weg?

Das große Interesse an der Wehrmachtsausstellung, die Hunderttausende
Menschen in Deutschland in den letzten Jahren zu einer aktiven
Auseinandersetzung mit den Verbrechen der deutschen Wehrmacht im 2.
Weltkrieg einlud, lenkte den Blick zwangsläufig auch auf Weißrussland.
Chatyn und andere weißrussische Orte stehen beispielhaft für die Gräuel
in diesem Teil der früheren Sowjetunion, die durch Deutsche verübt
wurden und denen so viele Menschen zum Opfer fielen - und in denen die
Narben auch 60 Jahre danach nicht vollständig verheilt sind.
Wie sieht es heute aus in dem Land, das seit mehr als zehn Jahren
unabhängig ist? Wie gehen die Menschen dort um mit der Vergangenheit,
wie sieht ihre Gegenwart aus? Die alten Menschen haben viel erlebt (und
können viel erzählen) - den Angriff Nazi-Deutschlands, die Schrecken der
Stalin-Diktatur, die Zeit der Sowjetunion im Kalten Krieg sowie nach dem
Zerfall der Sowjetunion den Aufbau einen souveränen Staates. Wie wird
die Gegenwart erlebt? Welche Visionen und Initiativen gibt es
hinsichtlich des Aufbaus einer zivilen und demokratischen Gesellschaft?
Welche Perspektiven werden im zusammenwachsenden Europa gesehen?
All diese Fragestellungen "vor Ort" (in Minsk/Weißrussland) zu
diskutieren, davon zu sehen, zu hören und zu lernen - wo und wann könnte
dies besser gelingen als im Umfeld der Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag
des Sieges im "Großen Vaterländischen Krieg" gegen Nazi-Deutschland im
Mai 2005?
Aus diesem Grund werden das "Internationale Bildungs- und
Begegnungswerk" und das "Bildungswerk Umbruch" im Mai 2005 eine
Studienreise nach Weißrussland organisieren, die den Teilnehmenden
Gelegenheit geben soll, in verschiedenen Orten und im Dialog mit
unterschiedlichen GesprächspartnerInnen einen Eindruck des aktuellen
Weißrusslands mit all seinen Problemen, aber auch mit seinen Ansätzen
zur Veränderung zu bekommen - z. B. auch im Gespräch mit Zeitzeugen und
durch die Besichtigung von Orten, in denen im deutschen Namen Verbrechen
passiert sind.
Darüber hinaus werden wir Bereiche des Alltags kennen lernen, z.B. eine
soziale Einrichtung besuchen, einen Opern- oder Ballettabend und eine
historisch-politische Stadtrundfahrt in Minsk erleben.
Ansprechpartnerin: Dr. Britta L. Schröder (IBB)
Co-Begleitung: Rüdiger Midasch (UMBRUCH)
Termin: Mittwoch, 04.05. - Freitag, 13.05.2005
Ort: Minsk
Kosten: 860,- Euro
Veranstalter: IBB und UMBRUCH
Anmeldeschluss: 14.03.05

Kathrin Vogler


NEWSLETTER UND ANDERE MEDIEN

Der Newsletter erscheint am Monatsanfang v.a. mit kurzen Meldungen. Wenn
diese hier veröffentlicht werden sollen, schicken Sie / schickt ihr sie
bitte bis Monatsende an die Redaktion: kai-uwe.dosch(at)hammkomm.de.
Zum Bestellen oder Kündigen des Newsletters genügt eine E-Mail an die
Geschäftsstelle: soziale_verteidigung@t-online.de .
Längere Texte kommen in die Mailinglist
bsv-diskussionsforum(at)yahoogroups.com.
Zum Bestellen einfach eine leere E-Email schicken an:
bsv-diskussionsforum-subscribe(at)yahoogroups.com.
Weitere Informationen gibt es im Rundbrief "Soziale Verteidigung" und
auf der Website www.soziale-verteidigung.de.


REDAKTION

Kai-Uwe Dosch
Fangstr. 118
59077 Hamm
Tel.: 02381-404253
Fax: 02381-404917


HERAUSGEBER

Bund für Soziale Verteidigung e.V.
Schwarzer Weg 8
32423 Minden
Tel.: 0571/29456
Fax: 0571/23019

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