NEWSLETTER MAI 2004

BUND FÜR SOZIALE VERTEIDIGUNG E.V.

Liebe Friedensfreundinnen und Freunde!

In gewisser Weise ist nichts trauriger, als Recht gehabt zu haben. Wie gern hätte ich den Träumen von einer Demokratisierung des Irak glauben wollen. Wie sehr hatte ich doch nach dem Krieg gehofft, dass sich nur ein Viertel der für den Irak und den Nahen Osten versprochenen blühenden Landschaften Wirklichkeit würden.

Die Realität dagegen ist - wie erwartet - niederschmetternd. Auch die neuen Fotos und Berichte über Folterungen der Besetzer schockieren mehr, als dass sie überraschen. Die folternden Soldaten haben sich schließlich nur so verhalten wie es unter Besatzungssoldaten, zumal bei der kulturellen Kluft und der Überlagerung durch rassistische Klischees zu erwarten war. Nach allem was wir allgemein über das Verhältnis zwischen Besatzungssoldaten und Bevölkerung wissen, was wir über Guantanamo-Bay gehört und über Misshandlungen in deutschen Polizeistuben erfahren haben, erscheint Folter wie eine Nebenwirkung der "gewaltsamen Demokratisierung". Damit soll das Ungeheuerliche der Tat und die Rolle der Täter nicht verharmlost werden und es macht Mut, dass andere amerikanische Soldaten sich diesem Sog entzogen und zur Aufdeckung der Folter ihrer Kollegen beigetragen haben.

Doch wir sollten jetzt nicht bei der Diagnose stehen bleiben, sondern unsererseits dafür sorgen, dass dieses tödliche "Medikament" schleunigst wieder vom Markt genommen wird. Angesichts des Schlamassels im Irak sollte die deutsche und europäische Politik ihre Pläne einer Militarisierung Europas wieder fallen lassen. Wir sind schon einmal um eine Friedensdividende betrogen worden. Nun sollte das erweiterte Europa das Einsparpotenzial des Militärischen bis zum letzten Cent ausnutzen, anstelle einen neuen Block hochzurüsten.

Ansonsten sollten wir uns nicht überraschen, wenn demnächst Fotos von deutschen Folterern auftauchen.

friedliche Grüße aus Minsk
Björn Kunter
i.A. des Bundes für Soziale Verteidigung - BSV

INHALT

    • Splitter von der Mitgliederversammlung
    • Herbsttagung 2004
    • Israel: Spendenaktion für Jahalin-Projekt
    • Israel: BSV-Stipendiaten beginnen letzten Kursabschitt
    • Israel: Unterstützung für inhaftierte Kriegsdienstverweigerer
    • Israel: stop the wall!
    • BSV auf Europäischen Konferenzen I (en.cps & Noniviolent Peaceforce)
    • BSV auf Europäischen Konferenzen II (Zivilgesellschaft & Prävention bewaffneter Konflikte)
    • Europawahl 2004 - Mischt Euch ein!
    • Ausbildung zur TrainerIn
    • Deutsch-amerikanisches Peacemaker Training
    • Studienreise: Friedens- und Menschenrechtsarbeit in der Türkei
    • Abschied von Dennis und Sylvia aus dem Büro
    • Pazifisten als Opfer des Nationalsozialismus
    • Stellenangebote
    • Termine
    • Spendenbarometer

SPLITTER VON DER MITGLIEDERVERSAMMLUNG

Unter dem Motto: "Küsst der Stier die Taube? Europa - Militärmacht oder Friedensmacht?" trafen sich am ersten Märzwochenende die Mitglieder des BSV.

Kontroverse Referenten waren eingeladen: Uwe Reinecke vom Imi-Informationszentrum Militarisierung warnte vor den Planungen einer europäischen Interventionsarmee, die ohne Parlamentsvorbehalt vom Ministerrat ausgesandt werden soll. Aufrüstung solle im Gesetz zur Europäischen Verfassung festgeschrieben werden. (I § 40) Claude Weinber, Leiter des Europa-Büros der Heinrich-Böll-Stiftung in Brüssel, vertrat dagegen die Notwendigkeit, europäische Streitkräfte zu haben: Er argumentierte aus persönlicher Betroffenheit als Jude - Auschwitz wäre ohne Militär nicht zu befreien gewesen. Andreas Buro schließlich versuchte wieder Perspektiven für gewaltfreie Politik in Europa aufzuzeigen: Insbesondere seien die Medien noch stärker im friedenspolitischen Engagement zu fordern. So schlug er z.B. einen europäischen Kongress zu diesem Thema vor.

In vier AGs wurde Praktisches erarbeitet: Von der spielerischen Einübung in Straßenaktionen bis zu einem Brief an EN.CPS und EPLO. Neben der Forderung nach einer "Peace-Agency" wurde der Gedanke ausformuliert, ZFD- Projekte auf europäischer Ebene durch Projektfinanzierungen zu starten um so zu einem Subsidaritätsmodell wie in Deutschland zu kommen. Es war ein anregendes Treffen mit vielen Möglichkeiten zum Austausch und Impulsen für die Bewegung.

HERBSTTAGUNG

"Pazifismus heute - Gewaltfreiheit angesichts von Krisen und Kriegen" ist das Motto der Herbsttagung, die vom BSV und Versöhnungsbund gemeinsam organisiert wird. Vom 15.-17. Oktober 2004 in Magdeburg werden wir mit Ekkehard Krippendorf, Uli Hahn und anderen unsere Stellung zur UNO und zur aktuellen Gewaltrechtfertigung diskutieren.

WICHTIG: SPENDENAKTION FÜR JAHALIN-PROJEKT

Trotz grundsätzlicher Bewilligung des BSV-Projektantrages "Ziviler Friedensdienst bei den Jahalin-Beduinen" durch das BMZ und höchster Priorität für das Projekt beim Forum ZFD scheint es bisher, als würden dieses Jahr keine Finanzmittel mehr dafür bereitgestellt. Alle Bemühungen seitens BSV und ForumZFD, das Projekt so schnell wie möglich zu starten, sind bisher ohne Ergebnis geblieben. Friedensfachkraft Anna Crummenerl, die schon seit drei Jahren ehrenamtlich in Palästina und Israel arbeitet, weiß nun nicht, wann sie wieder nach Jerusalem zurück fliegen und ihre wichtige Arbeit in der Region fortsetzen kann. Die Menschen dort aber warten auf sie.

Mit großem Einsatz will der BSV zusammen mit Annas Unterstützerkreis nun um Spenden werben, damit Annas Arbeit bei den Jahalin nicht bis zum tatsächlichen Beginn der Förderung unterbrochen werden muss. Um diese Arbeit bis zum Ende dieses Jahres weiter zu sichern, brauchen wir zusätzlich 12.000 Euro!

Spenden Sie unter dem Stichwort "Friedensarbeit Israel/Palästina" auf das Konto des
BSV bei der Sparkasse Minden-Lübbecke
BLZ 490 501 01,
Konto-Nr: 89 420 814
Wenn Sie Interesse an einer Spendenbescheinigung und regelmäßigen Projektinformationen haben, vermerken Sie bitte Ihre Adresse lesbar auf dem Überweisungsformular.

BSV-STIPENDIATEN BEGINNEN LETZTEN KURSABSCHITT

Nach ihren Praktika sind unsere Stipendiaten Salah Abuhatap und Lael Kline kurz vor Ostern in den Ausbildungskurs zur Friedensfachkraft nach Walberberg zurückgekehrt. Lael Kline verbrachte sein Praktikum in einem ZFD-Projekt in Sarajevo, Salah Abuhatap konnte wegen der eingeschränkten Reisemöglichkeiten als Palästinenser nur ein Inlandspraktikum bei der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft in Berlin absolvieren. Gleich nach seiner Rückkehr erwartete Lael Kline ein Auftritt beim Ostermarsch in Duisburg. Aus dem Kurs berichtete Salah Abuhatap der AG Israel/Palästina am 1. Mai positive Eindrücke von den Kursinhalten, den TeamerInnen und ReferentInnen. Größere Schwierigkeiten hatten die ausländischen Kursteilnehmer v.a. mit dem abgelegenen Tagungshaus und den eingeschränkten Möglichkeiten der Freizeitgestaltung und des Medienzugangs. Eingeladen in eine Familie genoss er zunächst den ungehinderten Zugang zu internationalen TV-Programmen wie BBC, CNN und Al Djasira (welches Glück, dass es Satellitenschüsseln gibt!) Vereinbart wurde auch ein gemeinsames Auswertungstreffen Anfang Juni.

UNTERSTÜTZT INHAFTIERTE KRIEGSDIENSTVERWEIGERER AUS ISRAEL!

Am 4. Januar 2004 wurden 5 israelische Kriegsdienstverweigerer (Noam Bahat, Matan Kaminer, Adam Maor, Haggai Matar and Shimri Tsameret) zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Weiterhin besteht in Israel kein Recht auf KDV. Damit sich an diesen unhaltbaren Zuständen etwas ändert, haben wir einen Brief an den israelischen Verteidigungsminister zur Unterstützung der Kriegsdienstverweigerer entworfen. Er ist auf der Homepage des BSV (http://www.soziale-verteidigung.de) zu sehen.

Außerdem gibt es unter http://www.refuz.org.il/petition.php eine Petition der Eltern der fünf inhaftierten KDVern mit der Forderung der Freilassung. Allerdings wird in der Petition eine Verteidigungsarmee noch befürwortet.

STOP THE WALL!

Internationale Konferenz für einen gerechten Frieden in Palästina und Israel Köln, Samstag, 5. Juni 2004 Auf Initiative der Kooperation für den Frieden und verschiedener Friedens- und Solidaritätsgruppen kommen am 5. Juni in Köln Menschen aus verschiedenen Ländern zusammen, um gemeinsam den Protest und Widerstand gegen den Mauerbau in Palästina zu reflektieren und voranzubringen. Illustre Namen wie Moshe Zuckermann, Felicia Langer und Dr. Norbert Blüm stehen ebenso auf der ReferentInnenliste, wie WissenschaftlerInnen und AktivistInnen, die sich mit den Folgen des Mauerbaus für die Betroffenen und für den Friedensprozess auseinander gesetzt haben. Der BSV unterstützt diese Konferenz und die Kölner Erklärung des Veranstalterkreises vom 17. Januar dieses Jahres. Nähere Informationen, Programm und PDF-Flyer zum herunterladen und verteilen unter: www.freepalestine.de

JAHRESTREFFEN DER EUROPÄISCHEN PLATTFORM FÜR ZIVILE FRIEDENDIENSTE (EN.CPS)
& JAHRESTREFFEN DER EUROPÄISCHEN MITGLIEDSORGANISATIONEN
DER NONVIOLENT PEACEFORCE, IN SCHOTTLAND

Diese beiden Treffen mit je rund 25 TeilnehmerInnen und in fast identischer Zusammensetzung verliefen aufgrund einer großen Offenheit füreinander und sorgfältiger Vorarbeiten sehr effektiv. Auch die Vertreter des BSV waren und sind in beiden Arbeitsfeldern vertreten:

    • die von uns vor drei Jahren eingebrachten "Guiding Principles for Civil Peace Services Field Teams" - die Standards für die aktive Arbeit von Zivilen Friedensdiensten vor Ort festlegen - wurden einmütig verabschiedet (bei Bedarf bitte anfordern!)
    • die in bezug auf den Satzungsentwurf für die Nonviolent Peaceforce von der deutschen Arbeitsgruppe eingeforderte demokratische Struktur wurde vollinhaltlich auch von allen anderen europäischen Mitgliedsorganisationen verlangt, Konrad Tempel wird die Gruppe moderieren, die sich weiter mit Detailfragen der Satzung beschäftigt
    • Peter Betz wird in der Arbeitsgruppe zu Kommunikations- und Finanzfragen mitarbeiten.

Weitere Infos bei Konrad Tempel konrad.tempel(at)gmx.deDiese E-Mail Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

EUROPÄISCHE KONFERENZ ZUR ROLLE DER ZIVILGESELLSCHAFT BEI DER PRÄVENTION BEWAFFNETER KONFLIKTE

Die Dubliner Konferenz mit etwa 230 TeilnehmerInnen vorwiegend aus Europa war die erste von 15 Konferenzen, die auf Anregung des UN-Generalsekretärs weltweit stattfinden. Sie sollen münden in eine Zusammenkunft im Jahr 2005, in der Kofi Annan und den Vereinten Nationen ein größerer Anspruch der Zivilgesellschaft präsentiert wird, in Gewalt-Vorbeugung neben den Regierungen einbezogen zu werden.

Zwölf TeilnehmerInnen der vorhergehenden Treffen in Schottland nahmen die Gelegenheit wahr, sich abzusprechen und 'konzertiert' vorzugehen, was aufgrund der vorher entstandenen 'corporate identity' gut funktionierte. Es gibt einige Kritik an der Gestaltung und Steuerung dieser Zusammenkunft sowie wegen der Ausklammerung der meisten konkreten Vorschläge an Regierungen (außer der Anregung, einen Zivilen Friedensdienst aufzubauen). Andererseits ist aufgrund unserer Anregung im Abschnitt "Guiding Principles - What we believe in" im Abschnitt "Building a Culture of Prevention and Culture of Peace" als Folge einer vorherigen BSV-Anregung ein neuer Abschnitt aufgenommen worden, der die notwendige Mitwirkung der Bevölkerung an den entsprechenden Prozessen betrifft:

"Efforts to generate a sustainable culture of peace must be rooted deeply in the population.... Special attention should be paid to providing everyone - and the young in particular - with conflict resolution life skills... People of all ages have to be empowered to become agents of change to address conflicts from the grassroots. As their knowledge about prevention of violence and of conflict transformation grows, it should become entrenched in the mainstream consciousness."

Weitere Infos bei Konrad Tempel konrad.tempel(at)gmx.deDiese E-Mail Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

EUROPAWAHL 2004 - MISCHT EUCH EIN!

Obwohl die Diskussionen der letzten Wochen (u.a. der Entwurf zu einer neuen EU-Verfassung) gezeigt haben, dass in Sachen Militärpolitik die parlamentarische Ebene weitgehend außen vor bleiben soll, und dadurch ein echtes Demokratiedefizit herrscht, kann uns die Europawahl 2004 nicht kalt lassen. Die neuen Europaabgeordneten werden bei der politischen Willensbildung auch in vielen Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik mitwirken.

Darüber hinaus ist die Wahlkampfzeit eine politisch sensible Zeit, die wir unbedingt als Friedensbewegung nutzen sollten, um in erster Linie unsere Inhalte in die öffentliche Diskussion einzubringen. Zurzeit gibt es viele Ideen, wie dieses Ziel zu erreichen ist. Eine Möglichkeit sehen wir darin, eine öffentliche Kandidatenbefragung durchzuführen. Deshalb haben wir einen Kandidatenfragebogen entwickelt, den wir Euch gerne zur Verfügung stellen. Er soll dazu dienen mit dem/der Europakandidaten/in in Eurem Wahlkreis in einen Dialog über Friedens- und Sicherheitspolitik einzusteigen. Wir sollten dabei unser ernsthaftes Interesse deutlich machen, die friedens- und sicherheitspolitischen Positionen der Kandidaten zunächst einmal zu erfahren. Diese Informationen stellen die Grundlage eines Dialogs dar, in dem es dann um die besseren Argumente und Ideen geht.

Für die anschließende Debatte gibt es für jeden Bereich jede Menge Info-Material und Argumentationshilfen seitens der Organisationen der Kooperation für den Frieden. Infos: http://www.koop-frieden.de/EU-Wahl.htm

AUSBILDUNG ZUR TRAINERIN FÜR ZIVILE UND GEWALTFREIE KONFLIKTBEARBEITUNG UND INTERKULTURELLES LERNEN

Die zweijährige berufsbegleitende Ausbildung (36 Seminartage) richtet sich an pädagogische, kirchliche, humanitäre Berufstätige und Aktive in der MigrantInnen-, Menschenrechts-, Friedens- und Umweltbewegung Der Kurs besteht aus einer festen Ausbildungsgruppe (12 - 15 TeilnehmerInnen), die an 8 Seminarblöcken zwischen 3,5 und 5,5 Seminartage in Berlin-Wannsee, Nürnberg und Niedamirów, Polen teilnimmt. Wichtige Elemente der Fortbildung sind:

    • Zivile gewaltfreie Konfliktbearbeitung, ATCC-Ansatz (Gestalt, TA, System, Galtung, konstruktive Kommunikation)
    • Gewaltfreiheit- gewaltfreies Handeln
    • Empowerment
    • Inter-Transkultur (Kulturbegriff, Kulturdimensionen, Funktion von Kultur)
    • Teilnehmer- und Themenbezogene Pädagogik (Freire, Gestaltpädagogik, TZI)

Erste Termine:
13.-15. Mai 2004 Nürnberg Orientierungsseminar (!!!)
6.-11.Juli 2004 Niedamirów/Polen; Methoden zum Anfang und Grundlagen der Konfliktbearbeitung
Veranstalter der Ausbildung sind der Friedenskreis Halle e.V., das Fränkische Bildungswerk für Friedensarbeit e.V. und das Europäische Institut Conflict-Culture-Cooperation.
Weitere Informationen: http://friedensdienst.de/fix/fk/Flyer.pdf und www.fit-for-conflict.de

DEUTSCH-AMERIKANISCHES PEACEMAKER TRAINING

Der Versöhnungsbund lädt 12 junge Menschen vom 1. bis 30. September 2004 in die USA ein, um sich mit der Arbeit für Frieden und Gerechtigkeit in den USA vertraut zu machen und eigene Handlungskompetenzen zu entwickeln. Dabei ist es uns wichtig, dass die Teilnehmer einerseits die große Palette der Möglichkeiten zum Engagement erfahren können, anderseits den Zusammenhang der einzelnen Felder für das Verständnis von Gewaltfreiheit erkennen lernen.

Partner sind die West Park Presbyterian Church in New York City, das Nationale Zentrum der US-Fellowship of Reconciliation in Nyack und mehrere Communities in Washington D.C..

Teilnehmen können junge Erwachsene zwischen 18 und 26 Jahren sowie evtl. ein bis zwei Erwachsene. Vorbereitungsseminar: 11.-13.Juni in Berlin (830.- Euro) Information und Anmeldung: Versöhnungsbund, Schwarzer Weg 8, 32423 Minden, Tel.0571-850875, e-mail: Versoehnungsbund(at)t-online.deDiese E-Mail Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können , Stichwort: PeaceMaker Training

STUDIENREISE: ALS FRIEDENSFACHKRAFT ODER FREIWILLIGER INS AUSLAND?
PRAXISFELDER DER FRIEDENS- UND MENSCHENRECHTSARBEIT IN DER TÜRKEI

Die Studienreise des Bildungswerks Umbruch richtet sich an Menschen, die sich zur Friedensfachkraft ausbilden lassen oder sich über Praxisfelder der Friedens- und Menschenrechtsarbeit im Ausland informieren möchten. Seit Anfang der 90er Jahren arbeitet Umbruch zusammen mit KriegsgegnerInnen, MenschenrechtlerInnen und TrainerInnen für Gewaltlosigkeit in der Türkei. Während der Studienreise nach Izmir treffen die Teilnehmer:

    • Nilgün Toker, Philosophie- und Politikdozentin (aktuelle Konfliktlinien und Reformen),
    • Nese Özgen, Soziologiedozentin (zur Situation in der kurdischen Region am Beispiel der Frauen),
    • die Flüchtlingsorganisation GÖC-DER und gemeinsamer Besuch von Flüchtlingen im Gecekondu (Stadtteil der "über Nacht gebauten Hütten"),
    • die Menschenrechtsstiftung TIHV (medizinische, psychologische und soziale Hilfe für Menschen mit Foltererfahrungen sowie Dokumentation und Nachweis von Folter),
    • den Menschenrechtsverein IHD (politische und juristische Unterstützung für
    • Opfer von staatlicher Repression und Folteropfer ),
    • das Menschenrechtsinstitut der AnwältInnen-Kammer BARO,
    • den Kriegsdienstsverweigerer Osman Murat Ülke,
    • as Trainingskollektiv für Gewaltlosigkeit

und machen uns in einem Stadtrundgang durch Izmir mit den historischen, (inter-)kulturellen Aspekten der 5000 jährigen Stadtgeschichte bekannt. Vom 04.09. - 11.09.04, Flug Düsseldorf - Izmir, 720 Euro (evtl. Reduktion durch Zuschüsse) Vorbereitungstreffen Ende August Weitere Infos per Email: christianemoecker(at)umbruch-bildungswerk.deDiese E-Mail Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können oder www.umbruch-bildungswerk.de

ABSCHIED

Leider mussten wir uns im Büro in Minden kurz hintereinander von unserem Jahrespraktikanten Dennis Rüter und der Bürofachkraft Sylvia Broermann verabschieden. Dennis konnte sein einjähriges, gelenktes Jahrespraktikum als Ergänzung zum schulischen Teil der Fachhochschulreife für Wirtschaft bei uns machen und hat uns sehr geholfen. Seine ruhige und stille Art, seine Ausdauer und seine witzigen und manchmal nachdenklich machenden Beiträge bei den Planungstreffen der Gruppe um den Streitschlichtungskongress vermissen wir alle. Sylvia hat uns im letzten Jahr mit ihrer weltoffenen und inspirierenden Art oft aus dem Alltagstrott herausgeholt. Ihr Beitrag zum BSV war der einer Arbeitsbiene, die uns vieles leichter gemacht hat, gepaart mit einem Schuss Schmetterling, der uns erfreut und den Blick weiter gemacht hat. An beide geht unser allerherzlichstes Dankeschön. Wir würden uns sehr freuen, auch in Zukunft wieder Praktikanten aufzunehmen.

Wir bieten eine gute Infrastruktur, ein monatliches Praktikantengeld in Höhe einer kleinen Wohnung/Zimmer und ein interessantes Arbeitsfeld.

PAZIFISTEN ALS OPFER DES NATIONALSOZIALISMUS

Ein umfangreiches Werk vor allem über die katholischen Friedenskämpfer, die durch die NS- Diktatur ermordet wurden, wurde von Prälat H. Moll, Beauftragter der Dt. Bischofskonferenz, zusammengestellt: "Zeugen für Christus, Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts, Paderborn 1999 Es bietet eine Fundgrube für das Studium von Biographien einzelner Pazifisten. . Eine kürzere Einführung: "Moll, die katholischen deutschen Märtyrer des 20 Jhds., Paderborn 1999"

STELLENANGEBOTE

Die "Arbeitsgemeinschaft Entwicklungspolitische Friedensarbeit (FriEnt)" mit Sitz in Bonn sucht zum 1. September 2004 einen Leiter / eine Leiterin. Bewerbungsschluss ist der 10. Mai 2004. Weitere Informationen: www.frient.de

TERMINE

8. Mai, Stuttgart
Konferenz: Alternativen zur Gewalt, Handlungsperspektiven für eine friedliche Welt" mit Andreas Zumach, Omry Kaplan (Israelische Friedensbewegung), Raied Naieem (Jüdisch-Palästinensische Dialoggruppe München), Andreas von Hören (Medienprojekt Wuppertal) und anderen.
Infos: www.dfg-vk.de/info/8mai.phpwww.dfg-vk.de/info/8mai.php

7. bis 9. Mai Berlin
Atomwaffen und Atomenergie in einer instabilen Welt - Analysen und Auswege Europäischer Kongress der IPPNW
Infos: www.atomkongress.de

15. Mai, Kassel
Vollversammlung der Kooperation für den Frieden
Infos: www.koop-frieden.de, koop-frieden(at)gmx.netDiese E-Mail Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

5. Juni, Köln
Stop the wall - internationale Konferenz
www.freepalestine.de

4. bis 10. Juli, Burg Schlaining, Österreich
Die Wiedergeburt Europas --- Von den Geburtswehen eines emanzipierten Europas und seinen Beziehungen zur "einsamen Supermacht"
21. Internationale Schlaininger Sommerakademie des Österreichischen Studienzentrums für Frieden und Konfliktlösung (ÖSFK).
Programm www.aspr.ac.at/sak2004.htm; Infos: aspr.vie(at)aspr.ac.atDiese E-Mail Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

21. - 26. Juli, Schweinrich bei Wittstock
Sommercamp für eine FREIe HEIDe
Infos: www.freieheide-nb.de/resistnow

24.Juli - 1.August
Sommercamp im Wendland
Infos: www.wendlandcamp.de

15. -17. Oktober, Magdeburg
"Pazifismus heute - Gewaltfreiheit angesichts von Krisen und Kriegen"
Tagung von Bund für Soziale Verteidigung, Internationaler Versöhnungsbund /
Deutscher Zweig, Friedenskreis Halle und der Friedensausschuss der Deutschen
Quäker in Kooperation mit der Arbeitsstelle Frieden der Ev. Kirchenprovinz
Sachsen-Anhalt Programm & Infos: www.soziale-verteidigung.de

BSV INTERN: SPENDENBAROMETER

Friedensarbeit kostet Geld. Auch dieses Jahr benötigen wir zur Finanzierung unserer Arbeit wieder Spendeneinnahmen von 97.000 Euro. In den ersten 4 Monaten dieses Jahres haben wir Spenden über 23.500 Euro erhalten. (ca. 24 %) Vielen Dank für Deine/Ihre Unterstützung.

ALLGEMEINES / ABO & KÜNDIGUNG

Der Newsletter erscheint monatlich. Hinweise auf Termine und Neuigkeiten schicken Sie / schickt Ihr bitte bis Monatsende an bkunter(at)gmx.deDiese E-Mail Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können Zum Bestellen oder Kündigen des Newsletter reicht eine Mail an die Geschäftsstelle: info(at)soziale-verteidigung.deDiese E-Mail Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Im Newsletter gibt es kurze Infos. Längere Artikel kommen ins bsv-diskussionsforum(at)yahoogroups.comDiese E-Mail Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können .
Wie kommt mensch an das Diskussionsforum? Einfach eine leere Email schicken an: bsv-diskussionsforum-subscribe(at)yahoogroups.comDiese E-Mail Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können .

HERAUSGEBER

Bund für Soziale Verteidung e.V.
www.soziale-verteidigung.de
Schwarzer Weg 8
32423 Minden
Tel. 0571/29456
Fax 0571/23019
E-Mail: info(at)soziale-verteidigung.deDiese E-Mail Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
Bürozeiten montags bis freitags 9.00 - 15.00 Uhr

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