Kampagne für ein Ziviles Peacekeeping

Menschen schützen ohne Waffen!

In bewaffneten Konflikten leidet die Zivilbevölkerung am meisten unter der Gewalt. Ziviles Peacekeeping ist der Schutz von Menschen vor Gewalt in Konfliktsituationen durch unbewaffnete ZivilistInnen, sog. „zivile PeacekeeperInnen“ bzw. Friedensfachkräfte.

Diese ZivilistInnen sind vor Ort präsent und wenden vielfältige Instrumente an, Gewalt zu verhindern oder Menschen vor den Auswirkungen solcher Gewalt zu bewahren.

Ziviles Peacekeeping hat seine Wurzeln im indischen Unabhängigkeitskampf (Gandhis Idee einer „Friedensarmee“). Es wird heute von Nichtregierungsorganisationen (NROs), aber gelegentlich auch von staatlichen Organisationen (z.B. OSZE) praktiziert. So setzt die NRO Nonviolent Peaceforce seit mehr als zehn Jahren ziviles Peacekeeping erfolgreich in Bürgerkriegsgebieten u.a. in den Philippinen und im Südsudan ein.

Einladung zur Mitarbeit

Arbeitsgruppe Ziviles Peacekeeping: Einladung zur Mitarbeit

Der BSV hat eine Arbeitsgruppe zu Zivilem Peacekeeping.

Bei Interesse an Mitwirkung in der einen oder anderen Form wendet Euch bitte an Christine Schweitzer in der Geschäftsstelle, Schweitzer(at)soziale-verteidigung.de, Tel. 0571-29 456 .

Flyer: Ziviles Peacekeeping

Der A5-Flyer beantwortet u.a. folgende Fragen in aller Kürze:

Was ist Ziviles Peacekeeping?

Was sind seine Methoden?

Wer sind die zivilen PeacekeeperInnen und wie werden sie ausgebildet?

Ist die Arbeit nicht zu gefährlich?

Ist ziviles Peacekeeping eine Alternative zu internationalen Militäreinsätzen?

Wieviel kostet es?

Was sollte die Politik tun?

Was kann ich tun?

Er kann hier heruntergeladen oder in unserer Geschäftsstelle bestellt werden. Bei größeren Auflagen sind wir für eine Spende zur Deckung der Unkosten dankbar.

Es gibt den Flyer auch auf Englisch. Hier kann er heruntergeladen werden.

 

Infomaterialien zum Thema Ziviles Peacekeeping

Wir haben ein Infoblatt und ein Factsheet zum Thema Ziviles Peacekeeping.

Beide können heruntergeladen oder in unserer Geschäftsstelle bestellt werden.

Bei größeren Mengen sind für für eine Spende zur Deckung der Unkosten dankbar.

Nonviolent Peaceforce hat einen Prozess begonnen, bei dem es darum geht, „gute Praktiken“ (good practices) im Feld des unbewaffneten zivilen Schutzes von Menschen in Krieg und Krisen zu dokumentieren. Nach der im IFGK erschienenen Studie „Wielding Nonviolence“, hrsg. von Ellen Furnari, sind insgesamt sechs regionale Workshops geplant. Der erste dieser Workshops fand im Dezember 2017 in Manila statt, der zweite im Juni 2018 in Beirut, der dritte im November 2018 in Nairobi. Vertreter*innen verschiedener Organisationen, die in der jeweiligen Region im Feld des zivilen Peacekeepings aktiv sind, kamen in den Workshops mit Wissenschaftler*innen zusammen und tauschten sich über ihre Erfahrungen aus. Die Dokumentationen der ersten beiden Workshops wurden von IFGK-Mitarbeiterin Dr. Christine Schweitzer erstellt. Eine Kurz- und eine Langfassung der ersten beiden Berichte sind jetzt bei Nonviolent Peaceforce auf deren Website abrufbar.

Zu Zivilem Peacekeeping gibt es noch eine neue Studie auf der Website des Instituts für Friedensarbeit und Gewaltfreie Konfliktaustragung (ifgk.de): Die ersten Forschungsergebnisse einer Untersuchung, die Outi Arajärvi bei Nonviolent Peaceforce im Südsudan durchgeführt hat. Dort ging es um die Kompetenzen, die Friedensfachkräfte mitbringen oder entwickeln müssen, um ihre Arbeit gut zu tun. Die vollständige Studie wird voraussichtlich später in diesem Jahr 2019 erscheinen. Outi Arajärvi hatte die Studie auf dem vergangenen Studientag, der in Kooperation mit dem BSV stattgefunden hatte, vorgestellt.

Ein Hintergrundpapier (Hud Nr. 52) von Ellen Furnari, Rachel Julian und Christine Schweitzer in englischer Sprache kann hier heruntergeladen werden. Es trägt den Titel "Unarmed Civilian Peacekeeping: Effectively Protecting Civilians Without Threat of Violence".
Die deutsche Kurzfassung erschien als Dossier bei Wissenschaft & Frieden.

Beim Institut für Friedensarbeit und Gewaltfreie Konfliktaustragung ist 2010 ein Arbeitspapier in englischer Sprache zu dem Thema erschienen:
Christine Schweitzer (Hrsg.): Civilian Peacekeeping. A Barely Tapped Ressource. AP 23, Januar 2010 (78 Seiten, 7,50 € + Porto). Es kann beim IFGK kostenfrei heruntergeladen werden.

 

Fachgespräche zum Ziviles Peacekeeping

Am 1. November 2014 hat der BSV ein Fachgespräch durchgeführt, bei dem es darum ging, das Konzept des Unbewaffneten Zivilen Peacekeepings Persönlichkeiten aus der Entwicklungszusammenarbeit, der Politik und der Kirchen vorzustellen. Die Dokumentation (Hintergrund- und Diskussionspapier Nr. 39 trägt den Titel: "Ziviles Peacekeeping. Dokumentation einer Fachtagung vom 1. November 2014") und kann kostenfrei hier heruntergeladen werden.

Ein Jahr später, 2015, folgte ein weiteres, diesmal internationales Fachgespräch in Bonn. Die Dokumentation des Bonner Fachgesprächs gibt es auf Deutsch und auf Englisch. Die HuDs tragen die Nummern 46 und 47.

 

Ausstellung und Begleitmaterialien

Die Ausstellung WoW-Wirksam ohne Waffen (12 Roll-Ups) kann seit August 2014 bei uns ausgeliehen werden.

Zu der Ausstellung gibt es seit Februar 2015 ein eBook, das bei den meisten gängigen Anbietern für 0 Euro bezogen oder natürlich auch bei uns hier heruntergeladen werden kann.

Und es gibt Interviews zur Ausstellung auf Youtube:

https://www.youtube.com/watch?v=luCIVa0a7v0
https://www.youtube.com/watch?v=IYaa7tbfAU8
https://www.youtube.com/watch?v=GdjFnn9svlE
https://www.youtube.com/watch?v=zptaWiuNSgg
https://www.youtube.com/watch?v=VX5uv4hObdU
https://www.youtube.com/watch?v=3pexgy8iBfY

https://www.youtube.com/watch?v=K0UqcogBpe0


Weiterhin verfügbar ist die Ausstellung über Nonviolent Peaceforce (5 Roll-Ups oder als Plakatversion zu kaufen).