Red Hand Day

08.02.2024
Handabdrücke von Bundestagsabgeordneten und Mitarbeitern des Bundestages am Red Hand Day 2012.

Der Red Hand Day, der seit mehr als 15 Jahren jedes Jahr am 12. Februar begangen wird, erinnert an das Schicksal von Kindersoldat*innen. Über 450.000 rote Handabdrücke wurden schon in über 50 Ländern gesammelt und an Politiker*innen und Verantwortliche übergeben. Doch trotz vieler wichtiger Erfolge gibt es immer noch 250.000 Kindersoldaten weltweit.

Aber auch Deutschland steht in der Kritik: Der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes kritisiert regelmäßig (zuletzt im Oktober 2022) Deutschland u.a. wegen der Verletzung der Rechte von minderjährigen Geflüchteten, Kindern, die sozialen oder ethnischen Minderheiten angehören und auch wegen der Praxis, Minderjährige in die Bundeswehr zu rekrutieren.

Am 16. Februar findet um 15 h in Düsseldorf eine Mahnwache zum Red Hand Day statt, bei der es besonders um die Bundeswehr geht. Minderjährige Soldat*innen und Soldaten leisten laut Verteidigungsministerium keinen Dienst mit der Waffe und nehmen nicht an Wachdiensten oder Auslandseinsätzen teil. Sie werden aber an der Waffe ausgebildet.

In diesen Tagen wurde bekannt, dass im letzten Jahr fast 2000 Minderjährige neu von der Bundeswehr rekrutiert wurden, eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Aus Bayern wurde gemeldet, dass dort die Landesregierung plant, den Besuch von Jugendoffizieren an Schulen verbindlich zu machen. Der Protest gegen die Bundeswehr an Schulen wird also immer wichtiger!