Gewaltfrei im Schatten von Gewalt

Die ReferentInnen und Referenten der Tagung stellten auf eindrucksvolle Weise dar, welchen Formen der Repression sie sich ausgesetzt sehen. Sie alle beleuchteten durchgängig, wie diese Repression eingebunden ist in die internationalen Strukturen, d.h. inwieweit andere Akteure, besonders Akteure des globalen Nordens oder mächtige Nachbarländer, eine (kausale oder zumindest fördernde) Rolle bei der Repression spielen.

Immer wieder spielte auch das Thema „Gender“ eine Rolle, etwa wenn im Falle von Belarus davon berichtet wurde, dass es dort ein neues Gesetz gibt, demzufolge Frauen bestimmte Berufe nicht ausüben dürfen, wogegen von zivilgesellschaftlicher Seite eine große Kampagne läuft. „Unser Haus“ macht darüber hinaus gezielte Arbeit zu Gewalt, die von Seite der Polizei gegen Frauen ausgeübt wird.

Im Falle Syriens beschrieb der Referent Aziz Ramadan, wie gerade mit zunehmender gewaltsamer Repression von Seiten des Staates die Rolle der Frauen im zivilen Widerstand immer zentraler wurde. (Während diejenigen, die sich dem bewaffneten angeschlossen haben, weitgehend Männer sind.) So sind und waren es oftmals Frauen, die solche zivilen Aktionen planten und durchführten, weil sie von den Sicherheitsorganen seltener verdächtigt und kontrolliert wurden.

Ein anderer Punkt war die auf dem abschließenden Podium aufgerissene Frage, welche Rolle internationale Unterstützung (von staatlicher wie zivilgesellschaftlicher Seite) bei dem Schutz vor und Widerstand gegen Repression spielen. Hier wurde deutlich, dass es vielfältige positive Formen der Unterstützung gibt, aber solche Unterstützung sorgfältig unter dem Aspekt der Frage geprüft werden muss, ob sie nicht den zu Unterstützenden auch schaden kann – zum Beispiel, wenn sie dadurch im Inland als „Verräter“ gebrandmarkt werden, oder wenn staatlicherseits (wie in Russland) Sanktionen für ausländische Unterstützung drohen.

In dem Feed-back zu der Tagung wurden immer wieder zwei Punkte betont: Erstens der tiefe Eindruck, den die Phantasie, der Mut und die Konsequenz der AktivistInnen in ihrer Arbeit für Demokratie und Menschenrechte unter Bedingungen der Repression gemacht hat. Viele drückten aus, dass sie einen besseren Eindruck davon bekamen, was gewaltfreier Widerstand und Arbeit für Bürgerrechte unter solchen Umständen bedeutet. Und zum zweiten wurde mehrfach davon gesprochen, dass sie selbst neue Ideen und Motivation bekommen hatten in Bezug darauf, was sie selbst tun könnten, um solche Arbeit zu unterstützen. Greifbares Resultat war die Gründung einer neuen Arbeitsgruppe zum Thema „Syrien, die sich dann am 24. April das erste Mal in Hannover getroffen hat.

Eine Dokumentation der Tagung mit Vorträgen und Aufsätzen wird im Sommer 2013 erscheinen.

Die ReferentInnen und Referenten der Tagung stellten auf eindruckvolle Weise dar, welchen Formen der Repression sie sich ausgesetzt sehen. Sie alle beleuchteten durchgängig, wie diese Repression eingebunden ist in die internationalen Strukturen, d.h. inwieweit andere Akteure, besonders Akteure des globalen Nordens oder mächtige Nachbarländer, eine (kausale oder zumindest fördernde) Rolle bei der Repression spielen.

Immer wieder spielte auch das Thema „Gender“ eine Rolle, etwa wenn im Falle von Belarus davon berichtet wurde, dass es dort ein neues Gesetz gibt, demzufolge Frauen bestimmte Berufe nicht ausüben dürfen, wogegen von zivilgesellschaftlicher Seite eine große Kampagne läuft. „Unser Haus“ macht darüber hinaus gezielte Arbeit zu Gewalt, die von Seite der Polizei gegen Frauen ausgeübt wird.

Im Falle Syriens beschrieb der Referent Aziz Ramadan, wie gerade mit zunehmender gewaltsamer Repression von Seiten des Staates die Rolle der Frauen im zivilen Widerstand immer zentraler wurde. (Während diejenigen, die sich dem bewaffneten angeschlossen haben, weitgehend Männer sind.) So sind und waren es oftmals Frauen, die solche zivilen Aktionen planten und durchführten, weil sie von den Sicherheitsorganen seltener verdächtigt und kontrolliert wurden.

Ein anderer Punkt war die auf dem abschließenden Podium aufgerissene Frage, welche Rolle internationale Unterstützung (von staatlicher wie zivilgesellschaftlicher Seite) bei dem Schutz vor und Widerstand gegen Repression spielen. Hier wurde deutlich, dass es vielfältige positive Formen der Unterstützung gibt, aber solche Unterstützung sorgfältig unter dem Aspekt der Frage geprüft werden muss, ob sie nicht den zu Unterstützenden auch schaden kann – zum Beispiel, wenn sie dadurch im Inland als „Verräter“ gebrandmarkt werden, oder wenn staatlicherseits (wie in Russland) Sanktionen für ausländische Unterstützung drohen.

 

Bewertung

In dem Feed-back zu der Tagung wurden immer wieder zwei Punkte betont: Erstens der tiefe Eindruck, den die Phantasie, der Mut und die Konsequenz der AktivistInnen in ihrer Arbeit für Demokratie und Menschenrechte unter Bedingungen der Repression gemacht hat. Viele drückten aus, dass sie einen besseren Eindruck davon bekamen, was gewaltfreier Widerstand und Arbeit für Bürgerrechte unter solchen Umständen bedeutet. Und zum zweiten wurde mehrfach davon gesprochen, dass sie selbst neue Ideen und Motivation bekommen hatten in Bezug darauf, was sie selbst tun könnten, um solche Arbeit zu unterstützen. Greifbares Resultat war die Gründung einer neuen Arbeitsgruppe zum Thema „Syrien, die sich dann am 24. April das erste Mal in Hannover getroffen hat.

Wir glauben daher, dass wir die  mit der Tagung verfolgten Ziele erreicht haben.

Eine Dokumentation der Tagung mit Vorträgen und Aufsätzen wird im Sommer 2013 erscheinen.