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10.01.2017
Kategorie: Pazifismus und Miltärkritik, Neuerscheinungen, über uns

Neues Hintergrund und Diskussionspapier: Vergangenheitsarbeit


Nach einer Diktatur, schweren Menschenrechtsverletzungen oder Völkermord sehen sich Nachfolgeregierungen mit der Herausforderung der Aufarbeitung von vergangenen Verbrechen konfrontiert.

Oft gibt es widerstreitende Interessen in einer Gesellschaft: Einerseits soll die Wahrheit über Regimevergangenheit aufgedeckt, Opfer entschädigt, eine gemeinsame Deutung der Geschichte gefunden sowie die Schuldigen zur Rechenschaft gezogen werden. Andererseits gibt es in jungen Demokratien auch oft Interesse daran, die Vergangenheit ruhen zu lassen

Dieses Hintergrundpapier beschäftigt sich mit dem Thema der „Vergangenheitsarbeit“ oder „Transitional Justice“. Es gibt zunächst einen Überblick über zentrale Begriffe der Debatte wie Gerechtigkeit, Versöhnung etc.. Anschließend werden drei Formen des Umgangs mit Vergangenheitsaufarbeitung vorgestellt: Vergessen & Verdrängen, strafrechtliche Aufarbeitung und Wahrheitskommissionen. Sie werden jeweils von historischen Beispielen illustriert: Ruanda, Deutschland und Südafrika. Die Frage, mit der sich das Papier befasst, lautet: Wie kann belastete Vergangenheit am besten aufgearbeitet werden? Und kann es ein „zu viel“ oder „zu wenig“ an Transitional Justice geben?

Das Papier kann als PDF heruntergeladen oder in unserem Shop bestellt werden.

Charlotte Weber, Vergangenheitsarbeit – Transitional Justice. Hintergrund- und Diskussionspapier Nr. 53, Januar 2017, 29 S., ISSN 1439-2011, 3,-  Euro

 

 


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