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25.07.2013
Kategorie: über uns

Einladung zu einem Training zu "Genderkompetenz"


 

Geschlechterverhältnisse in Krieg und Frieden

Einladung zu einem Training zu „Genderkompetenz“



Samstag, 9. November 2013, 11.00-18.30 Uhr im

Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht, Universität Bochum

 


Liebe Kolleginnen und Kollegen,
eine gendersensible Perspektive auf Friedens- und Konfliktarbeit trägt wesentlich dazu bei, dass Spannungsfelder, Konflikte und Kriege sowie ihre Mechanismen in ihrer Komplexität erfasst und konstruktiv bearbeitet werden können. Sie ist die Grundlage dafür, dass die z.T. unterschiedlichen Auswirkungen auf die Geschlechter bei der Analyse und bei der Entwicklung von Strategien zur Konflikttransformationen sowie bei Friedens- und Versöhnungsprozessen angemessen berücksichtigt werden. Geschlechterzuschreibungen, Rollen- und Selbstbilder wie z.B. die Militarisierung von Männlichkeit tragen dazu bei, dass gewalttätige Konfliktlösungsstrategien vielfach favorisiert werden. Friedens- und Versöhnungsprozesse bieten von daher einen guten Ansatzpunkt für strukturelle Veränderungen und Geschlechtergerechtigkeit. Dieses muss auch in der Friedens- und Konfliktforschung (noch) stärker berücksichtigt werden. Genderkompetenz zählt somit zu den Schlüsselkompetenzen von Menschen, die sich in der Friedensarbeit und -forschung engagieren.
Einen Einblick in diese Thematik bietet das eintägige Training Genderkompetenz. Es wird organisiert von der Arbeitsgruppe „Gender und Frieden“ im Bund für Soziale Verteidigung (BSV), die anknüpfend an die Konferenz „Geschlechterverhältnisse in Krieg und Frieden“ des BSV im Jahr 2012 gegründet wurde.

Wir laden interessierte Frauen und Männer herzlich zu diesem Training ein.

Zielsetzung

Die Teilnehmer_innen haben Gelegenheit,
·sich mit eigenen und fremden Geschlechterkonstruktionen und mit damit  zusammenhängenden Erwartungen an das eigene und an andere Geschlechter auseinander zu setzen,
·zu reflektieren, wie diese Bilder ihren Zugang zur Friedensarbeit prägen und beeinflussen,
·sich mit der Kategorie Gender als gesellschaftsstrukturierender Kategorie zu befassen und zu analysieren, inwiefern damit ungleiche Zugänge zu Macht und Ressourcen verknüpft sind – gerade auch in der Friedens- und Konfliktarbeit,
·erste Überlegungen darüber anzustellen, wie sie eine Genderperspektive in ihre haupt- und/oder ehrenamtliche Tätigkeit in der Friedensbewegung, der Friedensforschung und in der Praxis der Friedensarbeit einbringen und die Sensibilisierung für eine Genderperspektive fördern können.

Inhalte
·Definition von Gender und Entwicklung des Genderbegriffs
·Konstruktion und Dekonstruktion von Gender
·Gender als gesellschaftsstrukturierende Kategorie
·Transfer: Gender in der Friedens- und Konfliktarbeit

Methoden
·Theoretische Impulse
·Erfahrungsorientierte Übungen
·Biographiearbeit
·Plenumsdiskussionen
·Praxistransfer
Für eine Teilnahme wird die Bereitschaft zur Selbstreflexion vorausgesetzt.

Zielgruppe:
Mitarbeitende in der Friedensarbeit und der Friedens- und Konfliktforschung


Trainingsteam

Sabine Fründt
ist freiberufliche Beraterin, Trainerin und Evaluatorin in entwicklungs- und friedenspolitischen Kontexten sowie in der Frauenrechtsarbeit. Studium der Islamwissenschaft, Ethnologie und Germanistik, Ausbildungen in Gender & Diversity, Organisationsentwicklung und im Transcend-Verfahren. Langjährige Projekterfahrung zu den Themen Gender bzw. Frieden und Gewalt gegen Frauen, u.a. in Afghanistan und Liberia. Mitinitiatorin von ProRespekt – einem Stadtteilprojekt zur Förderung eines besseren Miteinanders von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund (www.prorespekt.de). Vorstandsmitglied im Fachverband GenderDiversity e.V. und im Verein Dialog Orient-Okzident e.V.

Hans-Joachim Lenz
Sozialwissenschaftler und Geschlechterforscher, Fortbildung in Gestalttherapie und TZI. Er betreibt in der Nähe von Freiburg i.Br. "Forsche Männer & Frauen - Beratung, Bildung und Forschung“ (siehe: www.geschlechterforschung.net). Neben der Tätigkeit als Dozent für Soziale Arbeit und Geschlechterforschung an (Fach-)Hochschulen und an Einrichtungen der Aus- und Weiterbildung zahlreiche Veröffentlichungen zur Männerbildung, zur Männergesundheit, zu männlichen Gewalterfahrungen und zur Neugestaltung des Geschlechterverhältnisses. Mehrjährige Vorstandstätigkeit beim Fachverband Gender Diversity e.V.

Anmeldung :
Bund für Soziale Verteidigung
Schwarzer Weg 8, 32423 Minden
Tel. 0571-29 456
Email: office@soziale-verteidigung.de

Anmeldefrist: 1. Oktober 2013

Teilnehmendenzahl:
10-16 Personen

Teilnahmebeitrag: 55€


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