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05.02.2013
Kategorie: Bildungsarbeit

Angebot für Friedensbildung an Schulen in NRW


Das „Netzwerk Friedensbildung NRW“, das vom BSV koordiniert wird, startet eine Website und einen Referent/innen-Pool, mit dem Schulen und Lehrer/innen geeignete Fachleute zur Friedensbildung für den Unterricht einladen können.

 

 

Pünktlich zu Beginn des 2. Schulhalbjahres veröffentlicht das „Netzwerk Friedensbildung NRW“ einen Referent/innen-Pool, der es Schulen und Lehrer/innen  zukünftig erleichtern soll, Referent/innen zum Thema Friedensbildung in den Unterricht einzuladen, auf seiner neuen Website www.friedensbildung-nrw.de.

Die Palette der Referent/innen deckt ein breites Spektrum friedenspolitischer und friedenspädagogischer Themen ab. „Expert/innen zu bestimmen Konflikten (z.B. Afghanistan oder Nahost) stehen genauso zur Verfügung wie Referent/innen zur Praxis deutscher Rüstungsexporte, zu internationalen Organisationen oder zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Militär. Auch ganz praktische Angebote wie Streitschlichtung oder Anti-Gewalt-Trainings sind dabei. Zu verschiedenen Zeitpunkten wird das Netzwerk zudem Referent/innen zur Verfügung stellen, die als Zeitzeugen, kritische Kriegsteilnehmer/innen oder Kriegsdienstverweigerer/innen aus Konfliktregionen der Welt berichten“, erläutert Kai-Uwe Dosch, Projektreferent des Bundes für Soziale Verteidigung und Koordinator des Netzwerks Friedensbildung NRW, das Angebot.

„Wir stellen in beschränktem Rahmen einen „zivilen“ Gegenpol zum Auftreten von Jugendoffizieren der Bundeswehr in den Schulen NRWs zur Verfügung“, ergänzt Karen Siebert von pax christi. Denn ein Kooperationsvertrag des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes NRW mit der Bundeswehr aus dem Jahr 2008 betont die Möglichkeit, Jugendoffiziere in den Unterricht einzuladen, um über außen- und sicherheitspolitische Fragestellungen zu sprechen. „Das ist uns zu einseitig!“, erklärt Siebert. Auch das Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW sieht das mittlerweile so und betont in seinem veränderten Kooperationsvertrag, wie zentral für eine ausgewogene Auseinandersetzung und für die Förderung einer Friedensgesinnung von Schüler/innen die Einbeziehung ziviler Institutionen und Friedensorganisationen in den Unterricht ist. Das mit hohem finanziellem und personellem Aufwand betriebene Engagement der Bundeswehr an den Schulen sieht das Netzwerk in diesem Zusammenhang jedoch weiterhin kritisch.Das Netzwerk Friedensbildung NRW setzt sich zusammen aus zivilgesellschaftlichen Friedensorganisationen und kirchlichen Institutionen. „Unser Ziel ist, dass sich Schüler/innen kritisch mit der vorherrschenden militärgestützten Sicherheitslogik und der Befürwortung von Krieg auseinandersetzen. Dazu benötigen sie Kenntnisse über die Zusammenhänge zwischen Gewalt, Krieg, wirtschaftlichen und Machtinteressen und vielen weiteren Aspekten. Hierzu können wir mit unseren ehren- und hauptamtlichen Expert/innen aus der Zivilgesellschaft und den Kirchen beitragen“, betont Joachim Schramm von der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen.

Das Angebot des „Netzwerks Friedensbildung NRW“ findet sich unter www.friedensbildung-nrw.de. Persönliche Informationen erhalten Sie bei Kai-Uwe Dosch (Bund für Soziale Verteidigung) unter Tel. 01525 6907676 oder unter dosch(at)soziale-verteidigung.de.


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