| Drachen fliegen in Büchel für den Frieden (10.08.2009) |
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Blaudrachen-Atom-InspekteurInnen? Wo gibt es denn so was? Natürlich dort, wo sie benötigt werden. Und das ist zum Beispiel der Fall am Rande des beschaulichen Örtchens Büchel, wo selbst Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges noch immer US-Atomwaffen lagern und Jagdbomber Übungen für den Einsatz der nuklearen Sprengköpfe durchführen.
Aber wo Atomwaffen sind, darf der Widerstand nicht weit sein, und so haben sich auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Menschen im Camp der GAAA (Gewaltfreie Aktion Atomwaffen Abschaffen) zusammengefunden, um mit verschiedenen Aktionen ihren Protest gegen die atomare Gefahr kundzutun.
Dabei war auch der BSV mit einer Drachenaktion: Die selbstgebauten Fluggeräte sollten zwischen Wiesen, Stacheldraht und blau-grauem Himmel veranschaulichen, auf welche friedliche Weise sich der Luftraum nutzen lässt, anstatt ihn mit ohrenbetäubend lärmenden Kriegsgerät zu durchkreuzen.
Erste Flugversuche
Am Samstagmittag machten sich BSVlerInnen und andere ProtestlerInnen mit blauen „Blaudrachen-Inspektionsanzügen“ und bunt bemalten blauen Winddrachen auf den Weg zum Fliegerhorst, um in unmittelbarer Nähe zum abgezäunten Militärgebiet die Drachen zum Inspektionsflug steigen zu lassen. Aeolus hatten wir auf unserer Seite, denn nach Tagen des prallen Sonnenscheins und eher lauen Lüftchens blies nun der Wind die Drachen kräftig in die Höhe, die von der Luft aus das für uns abgesperrte Gebiet unter die Lupe nehmen sollten und als Symbole des Friedens den Himmel bevölkerten
![]() Die Blaudrachen-InspekteurInnen machen sich auf den Weg
Drachen fliegen für den Frieden
Da staunten auch die jenseits des Militärzaunes stehenden SoldatInnen nicht schlecht, von denen einer sogar bekannte: „Ich stünde auch viel lieber auf der anderen Seite des Zauns!“ An ihn und alle anderen daher unser Tipp: Der Zaun ist überwindbar, und Drachensteigen lassen macht viel mehr Spaß als Atombomben zu bewachen!
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