Angebot für kommunale Akteure

Interessierten Kommunen bieten wir für die Bearbeitung aktueller Konflikte im Gemeinwesen Konfliktanalyse, Konfliktberatung, Mediation und mehrtägige Weiterbildungseinheiten an. Seit der, von uns intensiv begleiteten, Entstehung mehrerer kommunaler Netzwerke gegen Gewalt in Nordrhein-Westfalen wissen wir, dass Netzwerke gegen Gewalt nicht „von allein“ funktionieren, sondern das Impulse und Unterstützung außenstehender BeraterInnen entscheidend zu ihrem Erfolg beitragen.

Konfliktbearbeitung in der Nachbarschaft

Wie kann die Konfliktkompetenz in Gemeinden und Stadtteilen gestärkt und auch in „Problemvierteln“ Friedensprozesse eingeleitet und begleitet werden?

Zwei Jahre lang haben wir mit 14 europäischen Friedensorganisationen geforscht und zwei Konferenzen in Deutschland mitorganisiert. In der Veröffentlichung zu „Konfliktbearbeitung in der Nachbarschaft" stellen wir die Ergebnisse dieses Prozesses und die sieben wichtigsten Praxisbeispiele aus vier europäischen Ländern vor.

Das hierzu im Verlag Stiftung MITARBEIT in Kooperation mit Bund für Soziale Verteidigung erschienene Buch:

Arajärvi, Outi/Kunter, Björn (Hrsg.): Konfliktbearbeitung in der Nachbarschaft. Sieben Praxisbeispiele für ein friedliches Miteinander aus Deutschland, der Slowakei, den Niederlanden und Frankreich, Bonn 2008. 

kann hier über den BSV bestellt werden.

Thérapie Sociale

Aus den Banlieus, den französischen Vorstädten kommt die Methode der Therapie Sociale zur Heilung zerrütteter Nachbarschaften. Wenn soziale Kälte, Hoffnungslosigkeit und interkulturelle Ghettoisierung das friedliche Zusammenleben bedrohen, dann bedarf es einer aktiven Förderung des Dialogs und der Konfliktbearbeitung zwischen Jung und Alt, neuen EinwanderInnen und Alteingesessenen, zwischen Institutionen und Menschen. In der Therapie Sociale sprechen Menschen miteinander, die keine Kommunikation zwischen sich für möglich gehalten haben, und erlernen interkulturelle Kompetenzen. In Absprache mit sozialen Einrichtungen, Politik, Organisationen und Unternehmen entscheiden die Menschen, wie sie gemeinsam miteinander leben und ihre Nachbarschaft entwickeln wollen.
Mehr Infos auf der Homepage von Impuls Marburg